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GermanyEconomy2 days ago

Opinion: Constitutional doubts about the Building Modernization Act

A new expert opinion raises constitutional doubts about Germany's planned Building Modernization Act, suggesting it might violate the Basic Law by disproportionately shifting reduction burdens into the future. The report references the Federal Constitutional Court's 2021 climate ruling, which emphasized the need for immediate action to protect future generations' freedoms. The act would allow the installation of new oil and gas heating systems, replacing the previous Heating Act introduced by Green Party politician Robert Habeck. Critics within the CDU, including Economics Minister Katherina R

Die wissenschaftlichen Dienste des Bundestages halten das geplante Heizungsgesetz aus Klimaschutzgründen für bedenklich. Angefordert wurde das Gutachten von den Grünen.

dpa,

yer

19. Juni 2026, 13:32 Uhr

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Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will mit dem neuen Gesetz »Heizungszwänge« abschaffen.

© Sven Hoppe/​picture alliance/​dpa

Ein Gutachten der wissenschaftlichen Dienste des Bundestags kritisiert die geplanten Änderungen des Heizungsgesetzes der schwarz-roten Koalition. Es bestünden »verfassungsrechtliche Zweifel«, insbesondere ob mit dem neuen Gesetz die Reduktion von Emissionen unverhältnismäßig in die Zukunft verschoben werde. Das Gutachten liegt der ZEIT vor. Zuerst hatte der Spiegel darüber berichtet.

Der Bundestag hatte in der vergangenen Woche zum ersten Mal über das

geplante neue Gebäudemodernisierungsgesetz, auch Heizungsgesetz genannt, beraten. Die schwarz-rote

Koalition will Kernpunkte der von der früheren Ampel-Regierung

beschlossenen Regelungen kippen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hatte im Bundestag gesagt, die

Bundesregierung ersetze »Heizungszwänge« durch Technologieoffenheit. Die

CDU-Politikerin hatte mit Blick auf die bestehenden Regelungen von

einem »Zwang zur Wärmepumpe« gesprochen.

Der Kern des bestehenden Gebäudeenergiegesetzes soll wegfallen, nämlich die 65-Prozent-Regelung: Diese sieht

vor, dass jede neu eingebaute Heizung mit 65 Prozent erneuerbaren

Energien betrieben werden soll. Auch künftig sollen neue Gas- und

Ölheizungen eingebaut werden können. Voraussetzung ist, dass diese

schrittweise einen zunehmenden Anteil CO₂-neutraler Brennstoffe wie

Biomethan nutzen. Eine Regelung, wonach bisher ab 2045 Heizkessel nicht

mehr mit fossilen Brennstoffen betrieben werden dürfen, soll entfallen.

Grüner Kellner warnt vor »Blamage vor dem Bundesverfassungsgericht«

Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner, der das Gutachten der wissenschaftlichen Dienste angefordert hatte, bezeichnete das geplante Gesetz im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa als »verfassungsrechtlich zweifelhaft«. Reiche sei das offensichtlich egal. »Aber die Abgeordneten der Fraktionen von Union und SPD sollten nochmal

in sich gehen, denn ihnen droht eine Blamage vor dem

Bundesverfassungsgericht «, sagte Kellner.

Zuvor hatte es bereits Kritik an dem Entwurf gegeben, etwa von der Deutschen Umwelthilfe. Die Linke kündigte an, eine Klage gegen das Gesetz zu prüfen . Die Sprecherin der Linken für Klimagerechtigkeit, Violetta Bock, wies auf Artikel 20a des Grundgesetzes hin, aus dem sich ein Verschlechterungsverbot hinsichtlich bestehender Klimaschutzmaßnahmen ergebe.

Im Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes heißt es dagegen, dass der Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts von 2021 ein Verschlechterungsverbot nicht ausdrücklich erwähne. Bislang habe das Bundesverfassungsgericht nur die Regelung der Gesamtziele entschieden, nicht über Einzelmaßnahmen. Es sei daher offen, wie es über das geplante Heizungsgesetz entscheiden würde. Es bestünden aber erhebliche Zweifel, ob die geplanten neuen Regelungen ausreichten, um die Einhaltung von Emissionsminderungen im Gebäudebereich zu erreichen.

Der Grundgesetz-Artikel 20a besagt, dass der Staat »auch in

Verantwortung für die künftigen Generationen« die natürlichen

Lebensgrundlagen schützt. Das Bundesverfassungsgericht schrieb 2021 in

einem wegweisenden Urteil, Artikel 20a verpflichte den Staat zum

Klimaschutz. Im Kern stellte das Bundesverfassungsgericht fest:

einschneidende Schritte zur Senkung von schädlichen

Treibhausgasemissionen dürfen nicht zu Lasten der jungen Generation auf

die lange Bank geschoben werden. Konkret trug das Gericht der

Bundesregierung auf, das Klimaschutzgesetz nachzubessern.

Union und SPD verteidigen geplantes Heizungsgesetz

Union und SPD hatten den Gesetzentwurf zuletzt verteidigt. Reiche sagte,

die Wärmepumpe werde »in den allermeisten Gebäuden Leittechnologie

sein«. Die Förderung für den Einbau »setzen wir fort, das ist fest

verabredet«. Der SPD-Abgeordnete Helmut Kleeberg rechtfertigte sich

dafür, dass die SPD das derzeit noch gültige und von der Partei selbst

miterarbeitete Heizungsgesetz ändert. Das Heizungsgesetz der Ampel habe

»nicht die erforderliche Akzeptanz« gehabt. 30 Prozent der Haushalte

hätten keine Option gesehen, »das zu realisieren«. Der »neue Weg in die

Wärmewende« biete mehr Wahlfreiheit.

Read the full article at Die Zeit
Source document: scientific services of the German parliament

2 reports

Die ZeitIndependentCenter2 days ago
Building modernisation law: experts express constitutional doubts about heating law

A report by the scientific services of the German parliament questions the constitutionality of the planned Heating Act, which aims to modernize buildings for climate protection. The assessment was requested by the Greens. The act, proposed by the current coalition government, seeks to overturn key provisions from the previous government's regulations.

Bias read (Center): The article presents a balanced summary of the constitutional concerns raised by the parliamentary research service without overtly favoring any political side. It includes quotes from both the government and opposition parties, and does not use loaded language or one-sided sourcing.

Official sources cited

  • government scientific services of the German parliament
  • government Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU)
Tagesschau (ARD)State / PublicCenter3 days ago
Opinion: Constitutional doubts about the Building Modernization Act

A new expert opinion raises constitutional doubts about Germany's planned Building Modernization Act, suggesting it might violate the Basic Law by disproportionately shifting reduction burdens into the future. The report references the Federal Constitutional Court's 2021 climate ruling, which emphasized the need for immediate action to protect future generations' freedoms. The act would allow the installation of new oil and gas heating systems, replacing the previous Heating Act introduced by Green Party politician Robert Habeck. Critics within the CDU, including Economics Minister Katherina R

Bias read (Center): The article presents the expert opinion and its implications without overtly favoring any political side. It includes perspectives from both critics and supporters of the legislation, providing balanced coverage of the constitutional concerns and policy goals.

Official sources cited

  • government Wissenschaftlicher Dienst des Bundestags
  • court Bundesverfassungsgericht

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  • governmentscientific services of the German parliament
  • governmentBundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU)
  • governmentWissenschaftlicher Dienst des Bundestags
  • courtBundesverfassungsgericht