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AustriaCultureOverlooked from the right2 days ago

What's going on in Vorarlberg?

The non-renewal of the contract of Stephanie Gräve, director of the Landestheater Vorarlberg, has caused controversy. Gräve was granted full pay until July 2028 despite her successful tenure since 2018, which saw artistic growth and stable finances. The decision by the regional government, led by Culture Minister Barbara Schöbi-Fink (ÖVP), to not renew her contract has drawn criticism from opposition parties including the Greens, SPÖ, and NEOS.

Turbulente Personalie

Was ist bloß in Vorarlberg los? Landestheater im Würgegriff der Politik

Die Nicht-Verlängerung von Intendantin Stephanie Gräve hat die Gemüter erhitzt. Die Politik wurde sauer, Unfreundlichkeiten folgten, die Stelle ist immer noch vakant

Margarete Affenzeller

Das zwischen 1838 und 1840 erbaute Theater am Kornmarkt in Bregenz ist Heimstätte des Landestheater Vorarlberg. Es befindet sich im Eigentum der Stadt und wird ab Herbst um 11,275 Millionen Euro generalsaniert.

Vorarlberg hat in diesem Frühling einen Sturm der Entrüstung erlebt. Der Vertrag von Stephanie Gräve als Intendantin des Landestheaters wurde nicht verlängert. Inzwischen ist sie bis Juli 2028 bei vollen Bezügen freigestellt. Wie das? Warum leistet man sich einen derart teuren Abgang? Noch dazu von einer Theatermanagerin, die das Haus seit 2018 zu einer neuen künstlerischen Blüte geführt hat und wo die Publikumszahlen und der finanzielle Haushalt stimmen?

Das Rätsel wurde auch durch die Auskünfte von Kulturlandesrätin Barbara Schöbi-Fink (ÖVP) nicht restlos gelöst. Denn warum sollte gerade nach zwei "erfolgreichen Perioden" "ein guter Zeitpunkt für neue Impulse gekommen" sein, wie in der betreffenden Aussendung zu lesen war und wie der STANDARD berichtete ? Scharfe Kritik folgte nicht nur von den Oppositionsparteien Grüne, SPÖ und Neos.

Die österreichischen Landestheaterchefinnen und -chefs äußerten ihre Bedenken, Gerhard Ruiss von der IG Autorinnen Autoren konstatierte eine "kulturpolitische Merkwürdigkeit sondergleichen". Die Freunde und Freundinnen des Landestheaters sprachen von einer "unbegreiflichen" Entscheidung – aus Protest trat der Vorstand geschlossen zurück. Eine Petition wurde gestartet, die Kulturszene Vorarlbergs war empört. Sogar die Omas gegen Rechts zeigten Flagge. Bei einem der letzten Male, an dem die inzwischen freigestellte Intendantin in ihrem Theater als Zuschauerin in der letzten Reihe zugegen war, gab es spontan Standing Ovations, wie Mitarbeitende des Hauses bestätigen.

"Nicht über die Medien"

Die Kuges bekräftigte indes die Entscheidung zum Auslaufen von Gräves Vertrag mit dem Hinweis, dass eine "in jeder Hinsicht außergewöhnlich positive Gesamtbeurteilung erforderlich gewesen" wäre, die "in der Gesamtschau" nicht vorlag. Kuges? Das ist die Kulturhäuserbetriebsgesellschaft und führt die Geschäfte des Theaters (nebst jenen von Kunsthaus Bregenz und Vorarlberg Museum). Ihre 2023 eingesetzte Geschäftsführerin Monika Wagner ist Gräve also vorgesetzt. Künstlerische Entscheidungshoheit besitzt freilich Gräve, aber wenn sich zwei nicht grün sind, wie man heraushört, sind in diesem Aushandlungsraum Konflikte programmiert.

Eine Nicht-Verlängerung ist grundsätzlich eine legitime Sache, zehn Jahre sind eine probate Amtsspanne. Allerdings muss man erwähnen, dass diese zwei Perioden von zwei schwierigen Pandemiejahren geprägt waren und nun außerdem durch eine ab August erfolgende Sanierung eingeschränkt werden. Gräve selbst hat aus diesem Grund um eine Verlängerung um zwei Jahre gebeten. Bei ihrem Erfolg wäre das nahegelegen. Warum wurde das abgelehnt? Die Antwort darauf bleibt offen, und genau das hat so viel Protest provoziert.

Stephanie Gräve, derzeit freigestellte Intendantin des Vorarlberger Landestheaters.

In einem Offenen Brief hat Kuges-Aufsichtsratsmitglied Franz Salzmann dann "Defizite" im Arbeitsbereich Gräves in den Raum gestellt. Bei einem Anruf des STANDARD freut sich Salzmann, dass auch Gegenstimmen zum umfänglichen Gräve-Lob eingeholt werden, will dann aber doch nichts sagen und verweist auf die Landesrätin, die zugleich auch Kuges-Aufsichtsratsvorsitzende ist. Ihre schriftliche Antwort: "Der Aufsichtsrat kommuniziert Personalangelegenheiten nicht über die Medien".

Auch Monika Wagner, Kuges-Geschäftsführerin, sagt: "Über Interna habe ich bisher weder öffentlich noch gegenüber Dritten gesprochen und werde dies auch weiterhin so handhaben." Zudem merkte sie an, dass der Offene Brief keine Aussendung des Aufsichtsrates gewesen sei, "sondern die Meinung von Herrn Salzmann als Privatperson" wiedergebe. Die Sache hat aber einen Haken. Denn warum wurde der inkriminierende Brief über die Landespressestelle an die APA übermittelt, wie diese bestätigt? Ein neues Rätsel, das gut in das undurchsichtige Bild einer ungesund verstrickten Gremienlandschaft passt.

Entmachtungsversuch?

Inzwischen hat sich die Lage längst weiter zugespitzt, denn Gräve hat am 10. Mai Anzeige gegen Wagner erstattet, die, so der Vorwurf, bei einer Vertragserstellung unerlaubterweise die digitale Unterschrift Gräves verwendet haben soll. Ein Vertrauensbruch, der zur Freistellung Gräves geführt hat. Die Staatsanwaltschaft Feldkirch hat ihre Ermittlungen Ende Mai wieder eingestellt, da "kein Vorsatz nachweisbar" war. Gräve hingegen sagt gegenüber dem STANDARD, dass es nachweislich mehrere Fehler gegeben habe, worin sie einen Entmachtungsversuch sieht. Die Staatsanwaltschaft…

Read the full article at Der Standard
Source document: Aussendung der Landesregierung Vorarlberg

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Der StandardIndependentLeft2 days ago
What's going on in Vorarlberg?

The non-renewal of the contract of Stephanie Gräve, director of the Landestheater Vorarlberg, has caused controversy. Gräve was granted full pay until July 2028 despite her successful tenure since 2018, which saw artistic growth and stable finances. The decision by the regional government, led by Culture Minister Barbara Schöbi-Fink (ÖVP), to not renew her contract has drawn criticism from opposition parties including the Greens, SPÖ, and NEOS.

Bias read (Left): The article frames the non-renewal of Gräve’s contract as an abrupt and controversial decision, highlighting criticism from opposition parties and questioning the rationale behind it. It emphasizes the success of Gräve’s leadership and implies that the decision lacks justification, suggesting a left

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