Unternehmen
Unruhe unter TGI-Anlegern nach Hausdurchsuchung in Liechtenstein
Es besteht der Verdacht des gewerbsmäßigen schweren Betrugs und der Geldwäsche. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück
Kern des Geschäftsmodells des Goldhändlers TGI, der laut eigenen Angaben mehr als 50.000 Kunden hat, sind sogenannte "Goldrabatte".
Vaduz/Wien – Bei den Anlegern der TGI AG herrscht nach einer Hausdurchsuchung in Liechtenstein Anfang Juni Unruhe. Im Internet tauschen sich betroffene Kunden aus und fragen sich, ob sie das Geld – oder das gekaufte Gold – erhalten werden. Nach eigenen Angaben hat der Goldhändler mit Sitz in Vaduz mehr als 50.000 Kunden. Anfang Juni durchsuchte die Staatsanwaltschaft die Büros wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen schweren Betrug und Geldwäsche, was das Unternehmen zurückweist.
Die Untersuchungen reichen auch nach Österreich. Wie eine Sprecherin der liechtensteinischen Staatsanwaltschaft gegenüber dem österreichischen Nachrichtenmagazin News bestätigte, wurden im Verfahren gegen die TGI AG Rechtshilfeersuchen an österreichische Behörden gerichtet. Hauptaktionär der TGI AG ist das Wiener Paar Helmut und Katarina Kaltenegger, deren Puls4-Dokusoap "Die Kalteneggers - Eine Familie wie ein Goldrausch" nach Bekanntwerden der Vorwürfe diese Woche vom Fernsehsender offline genommen wurde.
"Goldrabatte"
Kern des Geschäftsmodells der TGI AG sind sogenannte "Goldrabatte": Die Kunden kaufen Gold, bezahlen und warten dann jahrelang, bevor sie dann Gold mit einer Ermäßigung erhalten sollen. Der Vertrieb erfolgte hauptsächlich über WhatsApp und Telegram über "Empfehlungsgeber".
In einer auf ihrer Webseite veröffentlichten Pressemitteilung erklärte die TGI AG am 4. Juni, sie "kooperiert vollumfänglich mit den zuständigen Ermittlungsbehörden und weist die erhobenen Vorwürfe des Betrugs und der Geldwäscherei entschieden zurück". Weiters erklärte das Unternehmen, überzeugt zu sein, "jederzeit im Einklang mit den geltenden gesetzlichen Bestimmungen gehandelt zu haben". Der Geschäftsbetrieb werde uneingeschränkt fortgesetzt. (APA, 19.6.2026)
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2 reports
KurierIndependentCenter2 days ago After house searches, TGI investors are restless.Following a search warrant issued in early June in Vaduz due to suspicions of serious commercial fraud and money laundering, more than 50,000 TGI customers are experiencing uncertainty. The investigations by the Liechtenstein prosecutor's office have extended to Austria through requests for legal assistance and involve the circle around main shareholders Helmut and Katarina Kaltenegger. The core of the TGI business model involves so-called gold discounts with years-long waiting periods, while the company denies the allegations and continues its operations.
Bias read (Center): The article presents factual information without overtly biased language or selective sourcing. It reports on ongoing legal investigations against a company, mentions the company's denial of wrongdoing, and notes customer concerns without taking a stance on the validity of the claims or the company'
Official sources cited
- government Liechtenstein Prosecutor's Office
- press release News (Austria)
Der StandardIndependentCenter2 days ago Unrest among TGI investors after house searches in LiechtensteinAn investors of TGI AG, a gold dealer based in Liechtenstein, are experiencing unrest following a police search at their offices in early June. The investigation is looking into allegations of commercial fraud and money laundering, which the company denies. TGI's business model involves so-called 'gold discounts.' The company claims to have over 50,000 customers. The investigation has extended to Austria, with legal assistance requests sent to Austrian authorities. The main shareholders of TGI AG are a couple from Vienna, Helmut and Katarina Kaltenegger, whose documentary series was taken down
Bias read (Center): The article presents facts without overtly favoring any side. It reports on the situation involving TGI AG, the allegations against it, and the response from the company. There is no clear ideological framing or biased language.
Official sources cited
- organisation TGI AG
- government Liechtenstein Prosecution Service
- organisation News (Austria)