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GermanyMedicineOverlooked from the right10 days ago

Sahel: Juntas leave no room for critical voices

The article discusses growing repression in Mali under military rule, citing Ulf Laessing, director of the Sahel program at the Konrad-Adenauer-Stiftung. Laessing notes increased self-censorship among citizens due to fear of criticism toward the government. General Assimi Goïta has consolidated power through two coups in 2020 and 2021, with a proposed law extending his rule until 2025. The situation is described as deteriorating, with jihadist groups controlling large parts of the country, making it difficult to restore stability. The article also mentions the impact of terrorism on civilians,

"Es ist repressiver geworden. Es ist nicht mehr so einfach, sich auszudrücken", sagt Ulf Laessing, Direktor des Sahel-Programms der Konrad-Adenauer-Stiftung in Mali*. Die Menschen seien vorsichtiger geworden. "Das ist ganz klar ein Kritikpunkt an der Regierung", sagt er zur DW.

In Mali hatte sich General Assimi Goïta durch zwei  Militärputsche 2020 und 2021 an die Macht gebracht und das Land sukzessive unter Militärherrschaft gestellt. 2025 verabschiedete der Nationale Übergangsrat einen Gesetzesentwurf, der Goitas Herrschaft für weitere fünf Jahre  sichert.

"Islamistischer Terror kaum zu stoppen"

Anfangs hatte sich laut Laessing in einigen Teilen von Mali die instabile Sicherheitslage etwas verbessert, Bauern konnten sogar auf ihre Felder zurückkehren. Das sei heute nicht mehr der Fall. Der Gefahr des Terrors könne Mali kaum entgehen: Dschihadisten kontrollierten inzwischen weite Teile des Landes. "Es wird, glaube ich, keiner Regierung gelingen, die Gebiete zurückzuerobern. Selbst wenn es wieder Putsche gäbe oder irgendwann eine gewählte Regierung", sieht er wenig Chancen, das Land zu befrieden.

Terroristische Angriffe im Sahel treiben Menschen in die Flucht, besonders Frauen und Kinder leiden unter der Gewalt Bild: imago images/Joerg Boethling Was Laessing als positiv bewertet: Die Menschen in Bamako wollen seiner Ansicht nach weder das islamische Recht Scharia noch die Islamisten. Für Proteste gegen die Regierung hätte es genügend Gründe gegeben, trotz der Gefahren und der Repression. Aber die Leute wüssten genau: "Wenn diese Regierung geht, wird die nächste islamistischer sein. Und das wollen die Menschen nicht."

Burkina Faso: "Zum Schweigen gezwungen"

Auch in den anderen beiden Ländern der 2023 gegründeten Sahel-Allianz (AES) - Burkina Faso  und Niger - regieren Militärherrscher mit harter Hand: Freie Meinungsäußerung und demokratische Bestrebungen werden massiv eingeschränkt.

"Im Fall von Burkina Faso würde ich sagen, dass der öffentliche Raum überhaupt nicht mehr existiert", sagt die burkinische Menschenrechtsaktivistin Binta Sidibe-Gascon zur DW. "Alle werden zum Schweigen gezwungen und zur Selbstzensur gedrängt. Jeder, der es wagt, sich zur nationalen Lage zu äußern, wird an die Front geschickt."

Menschenrechtsaktivistin Binta Sidibe-Gascon wirft der Militärregierung in Burkina Faso Autoritarismus vor Bild: Privat Sidibe-Gascon ist Präsidentin der NGO Observatoire Kisal sowie Mitglied der Bürgerkoalition für den Sahel, ein Bündnis, das die Zivilgesellschaft im Sahel  stärken will. Sie selbst lebt in der Diaspora.

Dialog mit der Regierung nicht möglich

Die Regierung hält Sidibe-Gascon für nicht dialogbereit. Der burkinische Präsident, Hauptmann Ibrahim Traoré, putschte sich im September 2022 an die Macht - und versprach den Burkinern, die Sicherheit im Land wieder herzustellen.

Wenig ist davon sichtbar. "Alle Rechte der Burkiner sind heute beschlagnahmt und liegen in den Händen eines einzelnen Mannes, der entscheidet. Bürgerrechte, Menschenrechte, Eigentumsrechte, überhaupt das Recht auf Leben. Die Todesstrafe ist wieder eingeführt. Das ist in Burkina Faso ein Rückschritt", sagt Sidibe-Gascon.

Was Junta-Chef Traoré von diesen demokratischen Grundrechten hält , wurde spätestens Anfang April deutlich, als er im Staatsfernsehen sagte: "Die Menschen müssen das Thema Demokratie vergessen." Traoré führte weiter aus: "Wenn ein Afrikaner dir von Demokratie erzählen will, solltest du weglaufen. Demokratie tötet."

Auch die Pressefreiheit ist Burkina Faso stark eingeschränkt: Die Fälle von Einschüchterung von Medienschaffenden haben laut "Reporter ohne Grenzen" in den vergangenen Jahren zugenommen, ein Dutzend Journalisten wurden ins Exil gezwungen. "Die regierende Junta hat auch ausländischen, hauptsächlich französischen, Medien einen Maulkorb verpasst", schreibt die Organisation. 2024 wurden mindestens zehn von ihnen, darunter Jeune Afrique, die Deutsche Welle und The Guardian, für einen bestimmten Zeitraum oder bis auf Weiteres suspendiert.

Ein Beispiel dafür, wie hart das Militärregime vorgeht, ist die Verhaftung am 26. Mai von Imam Mohamed Ishaq Kindo, ein prominenter sunnitischer Religionsführer. Der Imam soll ein Gesetz kritisiert haben, das religiöse Praktiken, einschließlich Gebete an öffentlichen Orten, regulieren soll. Die Festnahme löste seltene Unruhen in der Hauptstadt Ouagadougou aus. Hunderte von Anhängern forderten Kindos Freilassung, gerieten mit Polizeikräfte aneinander, Dutzende wurden verhaftet.

Strategie der Angst

Für den im Exil lebenden burkinischen Journalisten Newton Ahmed Barry sind diese Ereignisse eine Strategie der Angst: "Es ist die Logik dieser Junta und ihres Anführers: Je mehr Menschen Angst haben, desto mehr kaufen sie sich Ruhe. Die Wahrheit ist also: Sie versetzen alle in Angst und Schrecken, um sie unter ihrer Kontrolle zu haben und so in Frieden herrschen zu können."

Ein weiteres Signal für Repression ist die dreimonatige Suspendierung der Allgemeinen S…

Read the full article at Deutsche Welle (Deutsch)
Source document: Ulf Laessing, Director of the Sahel Program, Konrad-Adenauer-Stiftung

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Deutsche Welle (Deutsch)State / PublicLeft10 days ago
Sahel: Juntas leave no room for critical voices

The article discusses growing repression in Mali under military rule, citing Ulf Laessing, director of the Sahel program at the Konrad-Adenauer-Stiftung. Laessing notes increased self-censorship among citizens due to fear of criticism toward the government. General Assimi Goïta has consolidated power through two coups in 2020 and 2021, with a proposed law extending his rule until 2025. The situation is described as deteriorating, with jihadist groups controlling large parts of the country, making it difficult to restore stability. The article also mentions the impact of terrorism on civilians,

Bias read (Left): The article presents a critical view of the military junta in Mali, emphasizing repression, lack of freedom of expression, and the failure of governance. It highlights the negative consequences of military rule and the inability of any future government to stabilize the region. The framing focuseson

Official sources cited

  • organisation Ulf Laessing, Director of the Sahel Program, Konrad-Adenauer-Stiftung

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  • organisationUlf Laessing, Director of the Sahel Program, Konrad-Adenauer-Stiftung