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Twitch-Streams trainieren KI: "Wenn das Opt-in wäre, würde es niemand machen"
Germany🏛️ PolitikMittevor 11 Tagen

Twitch-Streams trainieren KI: "Wenn das Opt-in wäre, würde es niemand machen"

Twitch hat eine neue Einstellung in den Benutzerkonto-Einstellungen eingeführt, die es Benutzern ermöglicht, ihre Streams, Clips, Chat-Logs und andere Inhalte nicht für die Schulung der generativen KI-Modelle von Amazon zu verwenden. Standardmäßig ist diese Funktion aktiviert, was bedeutet, dass Benutzerdaten automatisch in die KI-Schulung einbezogen werden, es sei denn, sie werden ausdrücklich ausgeschaltet. Die Plattform räumte ein, dass viele Benutzer durch diese Standard-Einstellung überrascht waren. Laut Twitch's Produktchef Mike Minton würden nur sehr wenige dies tun, wenn das System Benutzer dazu aufforderte, sich aktiv anzuschließen, anstatt sich auszuschließen.

Laut einer Verbraucherschutzgruppe in Österreich wird Meta vorgeworfen, illegal Benutzerdaten durch Tracking-Tools gesammelt zu haben, die auf Websites Dritter verwendet werden. Die Klage betrifft bis zu 50 Millionen Benutzer in Deutschland und dreht sich um die angebliche Praxis des Unternehmens, das Online-Verhalten über seine eigenen Plattformen wie Facebook, Instagram und WhatsApp hinaus zu überwachen. Eine kollektive Klage unter der Leitung der Österreichischen Verbraucherschutzvereinigung (VSV) zielt darauf ab, diese Datenerfassungsmethode in Frage zu stellen. Die Kontroverse beruht auf der Verwendung von Geschäfts- und Tracking-Tools, die es Meta ermöglichen, Informationen über Internetaktivitäten zu sammeln, auch wenn Benutzer Websites besuchen, die nicht direkt von dem Unternehmen betrieben werden.

Diese Tools sollen Meta in die Lage versetzen, die Browsergewohnheiten auf mehreren Plattformen, einschließlich Einkaufsseiten und anderen Online-Diensten, zu verfolgen. Nach Angaben des VSV umfassen die gesammelten Daten nicht nur Besuche und Interaktionen mit Inhalten, sondern auch die Kaufgeschichte, die dann zur Verfeinerung der Werbealgorithmen von Meta verwendet wird. Dieser Prozess erlaubt dem Unternehmen angeblich, den Nutzern ohne deren ausdrückliche Zustimmung sehr zielgerichtete Anzeigen zu liefern. Ein in Stuttgart ansässiger Social-Media-Experte, Julian Bossert, hat sich der Klage angeschlossen und Bedenken darüber geäußert, wie seine persönlichen Daten anscheinend für Zwecke verwendet werden, die er weder angefordert noch zugestimmt hat.

Er beschrieb Fälle, in denen Werbung für Produkte, nach denen er zuvor gesucht hatte, in seinen Social-Media-Feeds erschien, obwohl er zuvor kein Interesse an diesen Artikeln gezeigt hatte. Bossert gehört zu den Tausenden deutscher Internetnutzer, die an der laufenden Klage teilgenommen haben, bei der bisher mehr als 400.000 Teilnehmer registriert sind. Der VSV hat sich mit einem Finanzanbieter, Padronus, zusammengeschlossen, um die Kosten des Rechtsstreits zu decken und sicherzustellen, dass die Kläger kein finanzielles Risiko eingehen. Richard Eibl, ein Vertreter von Padronus, erklärte, dass die Firma Meta glaubt, dass sie in ihren Datenerfassungspraktiken rechtswidrig handelt.

Er demonstrierte, wie der Prozess funktioniert, indem er auf einer Drogerie-Website nach einer Rasierklinge suchte und anschließend zielgerichtete Anzeigen in seinem Social-Media-Feed erhielt. Dieses Beispiel veranschaulicht, wie die Tracking-Mechanismen von Meta in Echtzeit funktionieren, oft unbemerkt von Benutzern, bis sie auf personalisierte Werbung stoßen. Meta generiert den Großteil seiner Einnahmen aus Werbung, mit etwa 196 Milliarden US-Dollar an Anzeigenumsätzen, die allein im Jahr 2025 verzeichnet wurden. Das Unternehmen behauptet, dass Benutzer sich durch die Verwendung von Cookie-Bannern oder Browser-Erweiterungen, die zur Sperrung von Tracking-Tools entwickelt wurden, vom Tracking abmelden können.

Kritiker argumentieren jedoch, dass diese Maßnahmen unzureichend sind, da viele Benutzer sich des Umfangs der Datenerhebung noch nicht bewusst sind oder wie man solche Funktionen effektiv deaktiviert.

Zu den Primärquellen (6)

Die offiziellen Quellen, auf denen die Berichterstattung beruht. Lies sie direkt, um Framing zu umgehen.

2 Berichte

Tagesschau (ARD) logoTagesschau (ARD)Staatlich / öffentlichMitteFaktentreue 85Objektivität 75vor 13 Tagen
Klage von Verbraucherschützern: Sammelt Meta rechtswidrig Daten?

Der Artikel berichtet über eine rechtliche Beschwerde der österreichischen Verbraucherschutzorganisation VSV gegen Meta, die behauptet, dass das Unternehmen unrechtmäßig Benutzerdaten über Plattformen hinweg sammelt. Die Klage dreht sich um die Verwendung von "Business Tools" und "Tracking Tools" durch Meta zur Überwachung des Online-Verhaltens der Benutzer, auch auf Websites, die nicht direkt von Meta betrieben werden. Dies erlaubt Meta angeblich, gezielte Werbung ohne ausdrückliche Zustimmung der Benutzer zu schalten. Über 400.000 deutsche Internetnutzer haben sich der Sammelklage angeschlossen, die von Padronus finanziell unterstützt wird. Der VSV argumentiert, dass diese Praxis gegen die Datenschutzgesetze verstößt, da die Benutzer nicht informiert sind oder nicht zu einer solchen Verfolgung zugestimmt haben. Der Artikel hebt Bedenken über den Mangel an Transparenz und den möglichen Missbrauch personenbezogener Daten für kommerzielle Zwecke hervor.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel stellt die Vorwürfe gegen Meta als rechtliche und ethische Frage dar, nimmt aber keine klare ideologische Haltung ein. Er bietet eine ausgewogene Berichterstattung, indem er sowohl die Behauptungen der Verbraucherschutzgruppe als auch die Auswirkungen der angeblichen Datenpraktiken berücksichtigt.

Warum Faktentreue (85): The article accurately reports on the data collection practices of Meta and references the ongoing legal actions by consumer protection groups. It mentions the scale of user impact (50 million users) and aligns with the primary source document’s focus on data misuse and court rulings against Meta. H

Warum Objektivität (75): The tone remains neutral but leans slightly towards highlighting the concerns of consumers and experts like Julian Bossert. While it presents both sides (users being overwhelmed by targeted ads vs. those who accept it), there is a subtle emphasis on the negative impacts of data collection, which cou

heise online logoheise onlineUnabhängigMitteFaktentreue 65Objektivität 70vor 11 Tagen
Twitch-Streams trainieren KI: "Wenn das Opt-in wäre, würde es niemand machen"

Twitch hat eine neue Einstellung in den Benutzerkonto-Einstellungen eingeführt, die es Benutzern ermöglicht, ihre Streams, Clips, Chat-Logs und andere Inhalte nicht für die Schulung der generativen KI-Modelle von Amazon zu verwenden. Standardmäßig ist diese Funktion aktiviert, was bedeutet, dass Benutzerdaten automatisch in die KI-Schulung einbezogen werden, es sei denn, sie werden ausdrücklich ausgeschaltet. Die Plattform räumte ein, dass viele Benutzer durch diese Standard-Einstellung überrascht waren. Laut Twitch's Produktchef Mike Minton würden nur sehr wenige dies tun, wenn das System Benutzer dazu aufforderte, sich aktiv anzuschließen, anstatt sich auszuschließen.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert beide Seiten des Problems, Twitchs Erklärung für die Verwendung von Standard-Opt-in und die Bedenken von Nutzern und Datenschutz-Befürwortern.

Warum Faktentreue (65): The article discusses Twitch using user content for training Amazon's AI models, which is not directly related to the primary source document about Meta's data privacy violations. While the information is relevant to broader data usage practices by tech companies, it does not align with the specific

Warum Objektivität (70): The tone remains neutral, presenting facts about Twitch's policy changes without overt bias. However, there is a slight editorial tilt when quoting Mike Minton, suggesting that the default setting being 'opt-out' is a strategic choice rather than a purely technical decision.

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