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GermanyEconomy3 days ago

VW shareholders are pushing for continuous transformation

At Volkswagen's annual shareholders' meeting, CEO Oliver Blume faced criticism over the company's weak performance and lack of transformation. Investors expressed concerns about declining profits, inefficiencies, and the need for deeper restructuring. Analysts warned that without significant changes, Volkswagen risks a gradual decline, comparing it to the Bundesliga relegation of VfL Wolfsburg as a cautionary example. Blume defended his strategy but did not provide detailed plans for addressing these challenges.

Auf der VW-Hauptversammlung blies Konzernchef Oliver Blume heftiger Gegenwind entgegen. Zwar gab es Lob für das Ende seiner Doppelrolle als Porsche- und VW-Chef, aber auch reichlich Unmut über die schwache Entwicklung des Konzerns. Ohne konsequente Neuaufstellung riskiere VW einen schleichenden Abstieg, warnte Tanja Bauer vom Fondsanbieter Deka Investment – und verwies auf den Bundesliga-Abstieg des VfL Wolfsburg als warnendes Beispiel.

Der Gewinneinbruch um fast die Hälfte im vergangenen Jahr sei ein Alarmsignal, warnte Janne Werning von der Fondsgesellschaft Union Investment. „Diese Ergebnisentwicklung ist kein Zufall“, betonte Hendrik Schmidt vom Fondsanbieter DWS. „Sie ist Ausdruck eines Systems, in dem Kontrolle, Unabhängigkeit und Verantwortlichkeit nicht funktionieren.“ Die Dividende sei „auf einem unterirdischen Niveau“, kritisierte Ulrich Hocker von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Die bisherigen Sparmaßnahmen reichten nicht aus, um den Konzern „endlich vor die Kurve zu bringen“, kritisierte Fondsmanager Werning. „Überkapazitäten und Ineffizienzen sind ein Mühlstein um den Hals der Kernmarke.“ Der Konzern sei eine Großbaustelle. „Hoffen auf bessere Zeiten ist keine Strategie.“ Eine tiefgreifende Sanierung sei überfällig.

Blume will Sparkurs verschärfen

VW-Chef Blume verteidigte seinen Kurs. „2026 haben sich die Rahmenbedingungen der Automobilindustrie nochmals verschärft“, sagte er bei dem virtuellen Aktionärstreffen in München. „Unsere Lage ist angespannt und anspruchsvoll.“ Darauf müsse der Konzern reagieren. „Da sich die Rahmenbedingungen weiter verschärfen, müssen wir unser Transformationstempo weiter erhöhen.“

Blume hatte im Frühjahr ein „Zielbild Volkswagen Konzern 2030“ angekündigt und erste Eckpunkte für die Neuausrichtung genannt. „Unser über Jahrzehnte erfolgreiches Geschäftsmodell funktioniert heute so nicht mehr. Wir müssen es weiterentwickeln“, sagte er. Daran werde gearbeitet. „Weitere Entscheidungen treffen wir gemeinsam mit unserem Aufsichtsrat im Sommer.“ Ziel sei es, 2030 „weltweit der attraktivste Automobilhersteller“ zu sein. Die Umsatzrendite soll dann bei 8 bis 10 Prozent liegen. Der Umbau werde dann aber nicht abgeschlossen, fügte Blume hinzu. „Das wird eine Daueraufgabe bleiben.“ Es gehe um einen dauerhaft angelegten Transformationsprozess.

„Verdienen damit nicht genug Geld“

Zugleich zog Blume eine positive Bilanz der bisherigen Bemühungen. Mit neuen Modellen wie dem gerade vorgestellten elektrischen ID. Polo sei die Marke auf dem richtigen Weg. „Mit unseren Produkten stehen wir wieder vorn im Wettbewerb. Aber wir verdienen damit nicht genug Geld.“ Zwar zeigten die laufenden Sparprogramme bereits Wirkungen. Dem wirkten aber die neuen Belastungen durch Zölle, Handelsbarrieren und geopolitische Risiken entgegen.

Beim geplanten Abbau von konzernweit 50.000 Stellen bis 2030 liege Volkswagen im Plan. Allein bei der Kernmarke VW, wo 35.000 Stellen wegfallen sollen, werde sich die Belegschaft bis Ende 2026 um 19.000 reduzieren, berichtete Blume. 28.000 freiwillige Austritte seien bereits fest vereinbart, die Fabrikkosten an deutschen VW-Standorten 2025 um mehr als 20 Prozent gesunken.

Überkapazitäten werden abgebaut

Blume bekräftigte seine Pläne, die Kapazität der Werke weiter zu senken und Überkapazitäten abzubauen. Bis 2030 will Blume die Kapazität seiner europäischen Werke um weitere 500.000 Fahrzeuge senken – zusätzlich zum bereits laufenden Kapazitätsabbau um eine Million Fahrzeuge bis 2028. Ebenso viele sollen es in China sein, weltweit damit eine Million Autos wegfallen. Details zu einzelnen Standorten wollte Blume auch auf Nachfrage nicht nennen.

„Wir benötigen wettbewerbsfähige Kosten, um im Wettbewerb zu bestehen“, sagte Finanzvorstand Arno Antlitz. „Das gilt für Materialkosten, für den Overhead, aber auch für die Kosten unserer Werke, den Fabrikkosten. Und jetzt kommt der Wettbewerb aus China nach Europa und baut im Osten und Süden Europas neue effiziente Werke. Dagegen können wir nicht mit unterausgelasteten Fabriken bestehen.“ Das Aktionärstreffen fand erneut rein digital statt – wie bereits in den vergangenen beiden Jahren. Vorstand und Aufsichtsratsspitze waren dabei nicht einmal in Wolfsburg, sondern wurden aus München zugeschaltet. In Präsenz hatte Blume die eigenen Anteilseigner zuletzt 2023 empfangen.

Aufsichtsratschef Pötsch soll wiedergewählt werden

Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Wiederwahl von Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch. Der 75-Jährige soll für weitere fünf Jahre in das Gremium gewählt werden. Der Aufsichtsrat musste dafür eigens eine Ausnahme begründen: Pötsch hatte die interne Altersgrenze von 75 Jahren zum Wahlzeitpunkt bereits um wenige Wochen überschritten. „Mein Ziel war, ist und bleibt, meinen Beitrag zu leisten, dieses großartige Unternehmen wetterfest aufzustellen“, sagte Pötsch. Seine Wahl gilt als sicher: Großaktionär Porsche SE hält mehr als 50 Prozent der Stimmrechte, zusammen mit dem…

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Source document: Volkswagen Annual Shareholders Meeting

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heise onlineIndependentCenter3 days ago
VW shareholders are pushing for continuous transformation

At Volkswagen's annual shareholders' meeting, CEO Oliver Blume faced criticism over the company's weak performance and lack of transformation. Investors expressed concerns about declining profits, inefficiencies, and the need for deeper restructuring. Analysts warned that without significant changes, Volkswagen risks a gradual decline, comparing it to the Bundesliga relegation of VfL Wolfsburg as a cautionary example. Blume defended his strategy but did not provide detailed plans for addressing these challenges.

Bias read (Center): The article presents critical perspectives from various investors and analysts regarding Volkswagen's financial struggles and management strategies, while also including statements from CEO Oliver Blume defending his approach. The framing remains balanced, presenting both criticisms and the company'

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