Ein ukrainischer Soldat bereitet den Start einer Drohne in Richtung russischer Stellungen vor / picture alliance/dpa/AP | Andrii Marienko
Seit vier Jahren argumentieren die Gegner westlicher Waffenhilfe, Russland sitze am längeren Hebel. Doch die Inkompetenz seines Militärs und der Zustand seiner Staatsfinanzen legen nahe, dass nicht nur die Ukraine gegen die Zeit kämpft, sondern auch Putin selbst.
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Shantanu Patni studiert Osteuropa-Studien an der Freien Universität Berlin.
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Demokratien, die darauf programmiert sind, Verluste zu minimieren, können einem autokratischen System, dem Verluste gleichgültig sind, in einem langen Abnutzungskrieg nicht standhalten – so lautet, in ihrer freundlichsten Version, die Grundprämisse der Gegner von Waffenlieferungen an die Ukraine. Solange der Westen liefert, verlängert er nur das Sterben, ohne die Kräfteverhältnisse zu verschieben. Waffenlieferungen beförderten zudem die Eskalation: Man dürfe eine Atommacht nicht in die Enge treiben, warnten sie uns.
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