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CHEconomy4 days ago

Showdown in Parliament National Council to suspend Mercosur free trade agreement

The Swiss National Council is facing a showdown over the Mercosur Free Trade Agreement. Farmers and leftist parties have rejected the agreement unless they receive compensation of 880 million francs over eight years. The Swiss industry supports the deal, emphasizing access to growth markets. Farmers argue that cheaper imports from Argentina and Brazil would reduce their income by an average of 2000 francs per farm. FDP co-president Susanne Vincenz-Stauffacher criticizes the farmers' demands as excessive, while Markus Ritter, president of the Farmers' Association, insists on transparency and re

Bauern und Linke bringen ihre Zusatzforderungen nicht durch und sagen Nein zum Freihandel mit den Mercosur-Staaten.

17.06.2026, 20:49

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Die Schweizer Industrie will den Freihandel mit Brasilien, Argentinien und Co. unbedingt. Denn hier geht es um Wachstumsmärkte. Die Bauern aber sagen: Wir machen nur mit, wenn wir eine Entschädigung erhalten, 880 Millionen Franken verteilt über 8 Jahre.

In der Wandelhalle des Nationalrats lässt dieses Powerplay die Temperatur steigen: «Das ist ein Machtspiel, das hier gespielt wird», sagt Susanne Vincenz-Stauffacher, die FDP-Co-Präsidentin. Für sie gehen die Bauern viel zu weit. «Wenn ich die Höhe der verlangten Kompensationszahlungen anschaue, finde ich das unverhältnismässig.»

Wir sind einfach transparent. Wir sagen, was wir tun, und wir tun, was wir sagen.

Die FDP-Co-Chefin spricht von Machtspielen – der Industrieverband Swissmem gar von Erpressung. «Das ist völlig falsch», entgegnet Markus Ritter, der Präsident des Bauernverbands und Mitte-Nationalrat. «Wir sind einfach transparent. Wir sagen, was wir tun, und wir tun, was wir sagen.»

Es brauche eine Entschädigung. Denn mehr günstige Steaks aus Argentinien, billiges Poulet aus Brasilien, das heisse für Schweizer Bauernbetriebe im Schnitt 2000 Franken weniger Einkommen. «Es gibt Preisreduktionen auf unsere Produkte und das wirkt sich aus auf unsere Einkommen.»

Auch Grüne und SP powern

Und nicht nur die Bauern ziehen ein Powerplay auf – auch Grüne und SP. Sie verlangen Regeln gegen Zwangsarbeit und wollen, dass die Schweiz EU-Vorschriften gegen die Entwaldung übernimmt. Damit dürfte Fleisch zum Beispiel nicht mehr importiert werden, wenn das Vieh auf gerodeten Waldflächen geweidet hat.

Das Abkommen hat beim Volk nur Chancen, wenn sich die Schweiz gegen die Entwaldung beteiligt.

Im Nationalratssaal macht es SP-Vertreter Jon Pult wie die Bauern – er droht mit dem Referendum, einer Volksabstimmung: «Wenn wir wollen, dass dieses Abkommen eine Chance beim Schweizer Volk hat, dann geht das nur, wenn auch die Schweiz sich beteiligt gegen die Entwaldung der Lunge unseres Planeten.» Auch der Schweizer Weltkonzern Nestlé weibelt im Bundeshaus für die Übernahme der EU-Regeln.

Legende:

Hitzige Debatte

SP-Nationalrat Jon Pult stellt FDP-Kollege Hans-Peter Portmann eine Frage. Bauern-Präsident Markus Ritter (Mitte) wartet daneben, bis er an der Reihe ist.

Keystone/ANTHONY ANEX

Doch heute im Nationalrat geht es in die andere Richtung. Die Regelung der EU nütze nichts, sagt SVP-Nationalrat Rino Büchel – ja, sie schade Ländern wie Brasilien sogar: «Brasilien sieht in der EU-Entwaldungsverordnung nicht nur ein Kolonialherrenverhalten, sondern zu Recht auch einen verdeckten Protektionismus zugunsten europäischer Grosskonzerne.»

Eine Zeitlang war im Bundeshaus spekuliert worden: Dass sich Linke und Bauern – taktisch – gegenseitig unterstützen könnten. Doch das geschieht nicht. Und so scheitern die Forderungen von Grünen und SP.

Bleiben die Bauern und ihre Geldforderung. Im Nationalrat entlädt sich viel Kritik über den Bauern. In Schweden sähen die Bauern Mercosur als Chance, sagt etwa FDP-Nationalrat Peter Portmann. Als Chance, um ihre Produkte nach Südamerika zu verkaufen. Auch die Zahlen des Bauernverbands zur drohenden Einkommenseinbusse für Bauernfamilien sind im Rat umstritten.

Linke und Bauern scheitern

Am Ende scheitert – wie zuvor die Linken – auch die mächtige Bauernlobby mit ihrer 880-Millionenforderung – wenn auch sehr knapp, nur drei Stimmen fehlen.

Und dieses Scheitern hat Folgen: Die Verlierer von heute – Vertreter der SVP als die Stimme der Bauern – und die Linken spannen dann doch noch zusammen und machen tabula rasa. Gemeinsam bringen sie in der Gesamtabstimmung zum Schluss das Mercosur-Abkommen im Nationalrat zu Fall.

Ein Scherbenhaufen.

Zusammenkehren kann ihn der Ständerat: Er ist als Nächstes dran.

So geht es weiter

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Der Absturz des Mercosur-Abkommens in der Gesamtabstimmung im Nationalrat hat dieselbe Wirkung, wie wenn der Rat gar nicht erst auf das Abkommen eingetreten wäre. Weiter geht es im Ständerat. Die Ständerätinnen und Ständeräte können allerdings zunächst nur entscheiden, ob sie auf das Abkommen eintreten wollen oder nicht. Sie können also nur Ja oder Nein sagen. Inhaltliche Kompromisse suchen beim heissen Punkt, den Entschädigungszahlungen an die Bauern, können sie nicht.

Es ist zu erwarten, dass der Ständerat auf das Mercosur-Abkommen eintritt. Dann ist wieder der Nationalrat am Zug. Er muss wiederum entscheiden, ob auch er eintritt – und kann sich dann erst auf die Suche machen nach einer mehrheitsfähigen Lösung beim Geld für die Landwirtschaft und allenfalls auch bei Forderungen der Linken.

Unter dem Strich bedeutet der heutige Absturz also, dass sich das Prozedere in die Länge zieht und das Abkommen, wenn überhaupt, dann verzögert in Kraft treten wird. Das könnte bedeutend sein, weil auch die EU mit den Mercosur-Staaten ein Freihandelsabkommen geschlossen h…

Read the full article at SRF News
Source document: Susanne Vincenz-Stauffacher, FDP-Co-Presidentin

2 reports

SRF NewsState / PublicCenter4 days ago
Showdown in Parliament National Council to suspend Mercosur free trade agreement

The Swiss National Council is facing a showdown over the Mercosur Free Trade Agreement. Farmers and leftist parties have rejected the agreement unless they receive compensation of 880 million francs over eight years. The Swiss industry supports the deal, emphasizing access to growth markets. Farmers argue that cheaper imports from Argentina and Brazil would reduce their income by an average of 2000 francs per farm. FDP co-president Susanne Vincenz-Stauffacher criticizes the farmers' demands as excessive, while Markus Ritter, president of the Farmers' Association, insists on transparency and re

Bias read (Center): The article presents both perspectives—support from the industrial sector and opposition from farmers and leftist groups—without overtly favoring one side. It includes direct quotes from representatives of different political factions, providing balanced representation of arguments without editorial

Official sources cited

  • statement Susanne Vincenz-Stauffacher, FDP-Co-Presidentin
  • statement Markus Ritter, Präsident des Bauernverbands
SRF NewsState / PublicCenter9 days ago
This is blackmail, Mr. Knight. No, this is balanced.

Next week, the Swiss National Council will vote on a new free trade agreement with the Mercosur countries.

Bias read (Center): The article presents a neutral summary of an upcoming legislative decision without taking a stance or using biased language. It does not frame the issue in a particular ideological direction nor does it emphasize any specific perspective.

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The official sources this coverage is built on. Read them directly to bypass framing.

  • statementSusanne Vincenz-Stauffacher, FDP-Co-Presidentin
  • statementMarkus Ritter, Präsident des Bauernverbands