ON
← Back to feed
GermanySports4 days ago

Mecklenburg-Vorpommern: SPD re-nominates Manuela Schwesig as lead candidate

Manuela Schwesig, the current Minister President of Mecklenburg-West Pomerania and leader of a coalition government with the Left Party, has been re-nominated as the SPD's lead candidate for the upcoming state election. In her speech at the party congress, she emphasized the goal of becoming the strongest political force in the state legislature again and leading a stable government. She highlighted the SPD's performance in recent opinion polls and pointed out that after the pandemic, the party had recovered from low poll numbers to win the 2021 state election with 39.6% of the vote. The party

So viel, so besorgt und auch so deftig schon über die anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern geschrieben worden ist, so erstaunt kann man beim morgendlichen Blick auf den Wandkalender feststellen: immer noch drei Monate hin alles. Am 6. September erst geht es um den Landtag in Magdeburg. Zwei Wochen später, am 20. September, dann um den in Schwerin. Und damit um die Frage: Regiert danach zum ersten Mal in Deutschland die AfD ?

Das ist einerseits weiterhin viel Zeit, andererseits: Heute, an diesem Samstag, geht es nun wirklich los. Und zwar vor allem für jene, die sich vorgenommen haben, die AfD zu verhindern. Für jene, die in Wahrheit die Einzigen sind, die das noch können. In Wismar hat die SPD ihr Wahlprogramm, ihre Kandidatenliste und ihre Spitzenkandidatin gewählt. Besonders spannend, so viel vorweg, war das nicht. Dafür umso klarer. Für Manuela Schwesig, die Ministerpräsidentin, stimmten 98,9 Prozent der Delegierten.

In Dessau wiederum trat auf dem Landesparteitag der CDU-Ministerpräsident Sven Schulze vor seine Partei, erklärte das Programm, mit dem man der weit führenden AfD entgegentreten will. Nach aktuellen Umfragen ist es vor allem in Sachsen-Anhalt so wahrscheinlich wie nie, dass die AfD nicht nur gut abschneiden oder sie sogar gewinnen könnte (wie sie es in Thüringen bereits getan hat), sondern dass sie am Ende einer solchen Wahl auch über eine eigene Mehrheit im Landtag verfügt.

Was wiederum zu der Frage führt, die sich ab diesem Samstag nun endgültig stellt: Was hat Manuela Schwesig für die SPD im Nordosten vor, was Sven Schulze für die CDU in Sachsen-Anhalt? Wie werden sie sich von der AfD abgrenzen und wie profilieren? Und vor allem: Haben sie eine Strategie?

Es sind, das vorweg, zwei ganz andere Tonlagen, die sich bei den heutigen Landesparteitagen erkennen lassen. Zwei sehr unterschiedliche Versuche, entlang derer man eventuell ablesen kann, wie es um den Umgang mit der AfD im Wahlkampf bestellt sein könnte.

Daher nun eine Bilanz in fünf Kategorien, eine Suche nach Strategien in fünf Akten.

Das Setting

Die Stunde zwischen Einlass und Parteitagsbeginn im Hugo-Junkers-Saal des Golfparks Dessau ist ein sogenanntes Stehrümchen, Delegierte wechseln beim gegenseitigen Speeddating durch, Sven Schulze ist von Weitem vor allem daran zu erkennen, dass er einen kleinen Kameratross im Schlepptau hat. Eine im höchsten Maße unverbindliche Loungemusik füllt den Saal, jedenfalls bis sie plötzlich versiegt und, huch, Sven Schulze auf der Bühne am Mikro steht.

Kein Saaleinzug mit hastig kreisenden Suchscheinwerfern, kein Eye-of-the-Tiger -Quatsch oder sonstige Untermalung, er steht da jetzt einfach und beginnt mit dem Kleinklein der Parteitagsregularien: »Postalische Zustellung der Einladung«, »Paragraf 1, Absatz 1«, »beschlussfähig«. Ist das – gerade im direkten Vergleich mit seinem Konkurrenten Ulrich Siegmund, der nahezu jeden Raum als Gewinnerlächeln auf zwei Beinen betritt – schon wieder eine verschenkte Chance auf Inszenierung? Oder ein Ausweis von Seriosität, von Sich-nicht-zu-wichtig-Nehmen? Bevor sich diese Frage inhaltlich beantworten lassen wird, bleibt Schulze am Parteitagsmikrofon erst einmal kleinteilig. Auf der Leinwand wird Tagesordnungspunkt zwei angekündigt: »Totenehrung«.

In der Markthalle Wismar wiederum, beim Landesparteitag der SPD, wird sich erst mal eingehakt. Die Parteimitglieder untereinander im Saal und die gut gelaunten Senioren vom Shantychor-Blänke der Hansestadt Wismar mit der Ministerpräsidentin. Schwesig in SPD-rotem Zweiteiler und SPD-Sneakers, schließt die Augen, fühlt und schmettert das Seemannslied Wo de Ostseewellen trecken an den Strand . Die Zeichen stehen voll auf: Stimmung.

In Wismar, erklärt der Generalsekretär, ist man heute nicht zufällig. Schon 2021 begann hier der Wahlkampf und damit eine sozialdemokratische Aufholjagd, die geradezu furios für Schwesig endete. Auch damals lag die SPD noch im Frühsommer weit hinter der AfD, holte auf und zog letztlich mit knapp 40 Prozent in die Staatskanzlei in Schwerin ein. Seitdem ist viel passiert, Putins Invasion in die Ukraine, etliche Skandalgeschichten um die Verstrickungen der Landesregierung um Nord Stream 2, die Wirrungen um die Klimastiftung MV, einer Art Tarnkappenstiftung für den Fertigbau der Pipeline, die Schwesig nicht nur bis vor Kurzem in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss beschäftigte – sondern auch zum Bruch mit ihrem Vorgänger und einstigen Förderer Ex-Ministerpräsident Erwin Sellering führte.

Es ist also als demonstratives Zeichen der Einigkeit und Ernsthaftigkeit in Anbetracht des zuletzt Neun-Punkte-Rückstands zur AfD zu verstehen, dass Sellering die erste Rede an diesem Parteitag , in der er die Wahlkämpfer darauf einschwört, alles zu tun, damit der Wunsch der Menschen im Land in Erfüllung geht (laut Umfragen sind es 47 Prozent) und Manuela Schwesig Ministerpräsidentin bleibt. »Dafür«, sagt Sellering, »habe ich gerne noch mal die rote Krawatte hera…

Read the full article at Die Zeit
Source document: Mecklenburg-Vorpommern: SPD nominiert Manuela Schwesig erneut zur Spitzenkandidatin

3 reports

Die WeltParty-aligned🔒Center4 days ago
Elections in Saxony-Anhalt: the spectacular plan B of the AfD if it misses the absolute majority

The article discusses the Alternative für Deutschland (AfD) party's contingency plan if they fail to secure an absolute majority in the state parliament election in Saxony-Anhalt.

Bias read (Center): The subject matter is not inherently politically charged. The article focuses on a specific event — a state parliamentary election — and outlines a potential strategy by a political party. There is no evident framing bias, loaded language, or one-sided sourcing. The content remains neutral in tone.

Die ZeitIndependentCenter8 days ago
Parliamentary Assembly before the parliamentary elections: it is up to them now

The article discusses the strategies of two politicians, Manuela Schwesig and Sven Schulze, ahead of state elections in Mecklenburg-Vorpommern and Saxony-Anhalt respectively, focusing on their efforts to prevent the rise of the Alternative for Germany (AfD) party.

Bias read (Center): The article presents the actions of two politicians without overtly favoring either side. It does not include biased language, one-sided sourcing, or editorializing that would indicate a clear ideological lean. The focus is on the strategic responses to the AfD's potential influence in regional elec

Der SpiegelIndependentCenter8 days ago
Mecklenburg-Vorpommern: SPD re-nominates Manuela Schwesig as lead candidate

Manuela Schwesig, the current Minister President of Mecklenburg-West Pomerania and leader of a coalition government with the Left Party, has been re-nominated as the SPD's lead candidate for the upcoming state election. In her speech at the party congress, she emphasized the goal of becoming the strongest political force in the state legislature again and leading a stable government. She highlighted the SPD's performance in recent opinion polls and pointed out that after the pandemic, the party had recovered from low poll numbers to win the 2021 state election with 39.6% of the vote. The party

Bias read (Center): The article presents factual information without overtly biased language or framing. It reports on the SPD's decision to nominate Manuela Schwesig as their lead candidate, includes direct quotes from her speeches, and provides context about recent polling data and past election results. There is no

Go to the primary sources (1)

The official sources this coverage is built on. Read them directly to bypass framing.