Schön wär’s, wenn alles so einfach wäre, wie es Die Linke in ihrer Kampagne gegen die Wehrpflicht und die damit einhergehende Wehrerfassung darstellt. „Die Bundesregierung will euch zum Dienst an der Waffe zwingen“, behauptet die Fraktion der Linkspartei im Bundestag und lädt zu einem „Unfollow Bundeswehr“-Festival mit Gaming-Stationen, Musik und kostenlosem Essen. Bei diesen Spielen hat natürlich die „Arschkarte“ gezogen, wer ein Los für den Wehrdienst erwischt, während auf der anderen Karte „Freiheit“ steht.
Dass zwar das Ausfüllen der Fragebögen zur Wehrerfassung für die angeschriebenen jungen Männer verpflichtend ist, nicht aber der Dienst selbst (zumindest noch), ist hier nicht Gegenstand der Diskussion und schon gar nicht, dass diese Freiheit im Ernstfall auch verteidigt werden müsste. Auf beides kann man angesichts solch tendenziöser Darstellungen nicht oft genug hinweisen.
Die Linke ist aber nicht die Einzige, die auf dieser Welle reitet, auch eine Initiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht “ hat sich gebildet und am Festival beteiligt. Ihre Aktivisten sprechen Schüler vor ihren Schulen an und fragen, ob sie nicht Angst vor dem Kriegsdienst hätten und diesen gern verweigern würden. Ihnen darf man es nicht zu leicht machen.
Oft sind es genau die jungen Leute, die sich links und/oder grün sehen, die sich auch in einem Freiwilligen Sozialen Jahr engagieren. An den Möglichkeiten für einen Wehrersatzdienst und dem dazugehörigen Fragebogen muss darum dringend weitergearbeitet werden. Im Hintergrund steht die unbeantwortete Frage nach einem gesellschaftlichen Dienstjahr für alle. Der Wehrdienst darf jedenfalls nicht schlechtgemacht werden.
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Frankfurter Allgemeine (FAZ)Independent🔒Right7 days ago Campaign against conscription: Don't denigrate the serviceThe article discusses a campaign by Die Linke against conscription and military service in Germany, highlighting their 'Unfollow Bundeswehr' festival with gaming, music, and food. The campaign frames the federal government as forcing young men into military service, while emphasizing the voluntary nature of the questionnaire process but not the actual service itself. The article criticizes this portrayal as biased and notes similar efforts by other groups like the 'School Strike Against Conscription' initiative.
Bias read (Right): The article critiques the Left Party's campaign as 'tendentious' and highlights the lack of emphasis on the necessity of defending freedom in case of conflict. It also implies that opposing conscription is being made too easy for young people, suggesting a conservative stance on national defense and
Frankfurter Allgemeine (FAZ)Independent🔒Center7 days ago Campaign against conscription: Don't tarnish the serviceThe article discusses the Left Party's campaign against conscription, quoting their claim that the federal government wants to force citizens into military service. It questions the effectiveness of fearmongering and asks what exactly people are being scared of.
Bias read (Center): The article presents the Left Party's stance without overtly favoring it or opposing it. The tone is questioning rather than biased, and no clear ideological slant is evident in the framing or sourcing.