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GermanyMedicine2 days ago

War in the Mind

The article discusses the psychological impact on German military veterans who have experienced combat, highlighting the issue of post-traumatic stress disorder (PTBS). It mentions figures provided by the Bundeswehr for 2023 and 2024, noting 322 and 235 cases of service-related mental health conditions respectively. The article also references the independent organization Bund Deutscher Einsatzveteranen, which estimates significantly higher numbers of affected individuals. The exhibition 'Verwundet' by Canadian photographer and singer Bryan Adams is mentioned as part of the Veteran Day event,

Seit Beginn der Auslandseinsätze zählt die Bundeswehr rund 500.000 Einsatzveteraninnen und Einsatzveteranen. Viele von ihnen haben Gefechte erlebt – und sie nicht immer unbeschadet überstanden. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) eröffnet am Sonntag als Schirmherrin des Veteranentags die Ausstellung „Verwundet“ des kanadischen Fotografen und Sängers Bryan Adams vor dem Berliner Reichstag.

Die Ausstellung ehrt verwundete und versehrte britische Soldatinnen und Soldaten auf großformatigen Fotografien. Doch was ist mit seelischen Verletzungen? Die Traumata, die keiner sieht, die sich im Kopf abspielen?

Für die Jahre 2023 und 2024 verzeichnet die Bundeswehr 322 und 235 einsatzbedingte psychische Erkrankungen, Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Der von der Bundeswehr unabhängige, privat organisierte Bund Deutscher Einsatzveteranen geht jedoch von weitaus mehr Betroffenen aus.

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Es lägen zwar belastbare Daten der Bundeswehr vor, schreibt der stellvertretende Bundesvorsitzende des Vereins Andreas Eggert an CORRECTIV. „Gleichzeitig sprechen wissenschaftliche Untersuchungen und die Erfahrungen aus der Veteranenarbeit dafür, dass die offiziell erfassten Zahlen den tatsächlichen Unterstützungsbedarf nur teilweise abbilden.“

Was ist eine Posttraumatische Belastungsstörung?

Die Bundeswehr definiert eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) als eine psychische Erkrankung, die nach traumatischen Erlebnissen auftreten kann.

Zu den Symptomen gehören unter anderem:

• Unerwünschtes Erinnern und Wiedererleben der Trauma-Situation (Flashbacks und Albträume)

• Erlebnisse werden verdrängt, ähnliche Situationen aktiv vermieden

• Unruhe, Reizbarkeit, Schlafstörungen

• Soziale Abschottung, Abflachung der Interessen, emotionale Taubheit

Wichtig ist: PTBS betrifft nicht nur die Erkrankten selbst, sondern kann auch Folgen für die Angehörigen haben. Traumatisierte Soldatinnen und Soldaten ziehen sich häufig von allen sozialen Kontakten zurück. Freunde und Familie finden dann kaum oder nur schwer Zugang. In einigen Fällen tritt bei den Traumatisierten aber auch aggressives Verhalten auf. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu häuslicher Gewalt kommen.

Er verweist darauf, dass neben PTBS andere psychische Belastungsreaktionen auftreten können, unter anderem Depressionen, Angststörungen, Anpassungsstörungen, Suchterkrankungen. Laut Eggers gibt die Bundeswehr an, dass aktuell knapp 3.000 Soldatinnen und Soldaten beziehungsweise Veteraninnen und Veteranen wegen psychischer Einsatzfolgen behandelt oder betreut werden.

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Doch Schätzungen von Fachleuten, die jedoch nicht in die aktuelle Statistik einfließen, gehen von sehr viel höheren Zahlen aus. Dort ist von bis zu 12.000 Betroffenen und Angehörigen die Rede. Doch diese Daten basieren meist auf Hochrechnungen. Eine Grundlage ist beispielsweise die Langzeitstudie „Leben nach Afghanistan“ des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr.

Doch Veteranen-Vertreter Eggert warnt: Eine direkte Hochrechnung der Studienergebnisse auf alle Veteraninnen und Veteranen wäre wissenschaftlich nicht zulässig, da das untersuchte Afghanistan-Kontingent zu den besonders intensiv belasteten Einsatzverbänden gehöre. „Gleichwohl verdeutlicht die Studie, dass psychische Einsatzfolgen keineswegs auf die Zahl der offiziell anerkannten PTBS-Fälle reduziert werden können“, resümiert Eggert.

Vater von betroffenem Soldaten kritisiert mangelnde Hilfe

Bleibt die Frage, wie gut die psychisch versehrten Soldatinnen und Soldaten von ihrer ehemaligen Dienstherrin versorgt werden. Wie der NDR vor rund einem Jahr berichtete, lehnt die Bundeswehr 30 Prozent aller Anträge auf Anerkennung einer Wehrdienstbeschädigung wegen psychischer Erkrankungen wie ab PTBS ab.

Die Bundeswehr erreiche mit ihren Behandlungsangeboten nach eigenen Schätzungen nur zehn bis 20 Prozent der PTBS-kranken Einsatzgeschädigten. Wie der Sender recherchierte, dauern Wehrdienstbeschädigungsverfahren wegen psychischen Erkrankungen zudem deutlich länger als Verfahren wegen körperlicher Schäden. Durchschnittlich vergingen 22 Monate bis zum ersten Bescheid.

Der Vater eines an PTBS erkrank…

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Source document: Bundeswehr

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CORRECTIVIndependentCenter2 days ago
War in the Mind

The article discusses the psychological impact on German military veterans who have experienced combat, highlighting the issue of post-traumatic stress disorder (PTBS). It mentions figures provided by the Bundeswehr for 2023 and 2024, noting 322 and 235 cases of service-related mental health conditions respectively. The article also references the independent organization Bund Deutscher Einsatzveteranen, which estimates significantly higher numbers of affected individuals. The exhibition 'Verwundet' by Canadian photographer and singer Bryan Adams is mentioned as part of the Veteran Day event,

Bias read (Center): The article presents facts and data without overtly favoring any political side. It includes information from both the Bundeswehr and an independent veteran organization, providing a balanced view of the issue.

Official sources cited

  • government Bundeswehr
  • organisation Bund Deutscher Einsatzveteranen

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  • governmentBundeswehr
  • organisationBund Deutscher Einsatzveteranen