Im Jahr 2010 ist die Schweiz zum letzten Mal in der Vorrunde ausgeschieden. Danach begann die außergewöhnliche Serie des Nachbarlands, die in Österreich unvorstellbar schien: Alle zwei Jahre war die "Nati“ bei den Großereignissen dabei und auch immer bis zu den K.o.-Spielen mittendrin. Nach dem 4:1 gegen Bosnien wird es auch bei der WM in den USA so sein.
Die Bosnier, die immerhin Italien ausgeschaltet hatten, müssen nun gegen Katar gewinnen, um in Gruppe B ebenfalls aufzusteigen.
Die Liste an Spielern mit Österreich-Bezug war bei Bosnien lange: Tarik Muharemovic verteidigte zentral. Der Serie-A-Legionär wurde beim WAC ausgebildet. Bruder Kenan , ebenfalls ein großer Innenverteidiger, trainiert am Freitag mit den Rapid-Profis.
An der Flanke ist nicht nur Salzburg-Fans Amar Dedic ein Begriff. Und in der Offensive wurde erstmals Kerim Alajbegovic aufgeboten, der Dribbler ist von Salzburg zu Leverkusen zurückgekehrt. Auf der Bank saß der Ex-Austrianer Haris Tabakovic . Auch Sturm-Verteidiger Arjan Malic , der nachnominiert worden war, schaute zu.
Die Schweiz war besser, nicht so dominant wie beim späten Selbstfaller gegen Katar (1:1), aber mit ähnlich viel Ballbesitz, wie ihn Bosnien auch bereits beim 1:1 gegen Kanada erlaubt hatte. Was fehlte, waren Kreativität und Zielstrebigkeit.
Als die Eidgenossen den Ball vertändelten, zeigte Alajbegovic seine Technik. Aber ein Haken weniger und ein früherer Pass auf Altstar Dzeko wären besser gewesen (42.). Es ging mit einem logischen 0:0 in die Pause.
Ndoye war dem Tor des Turniers nahe: Dem Nottingham-Legionär gelang ein perfekter Fallrückzieher, Goalie Vasilj hielt (55.).
In der Trinkpause (vulgo TV-Werbepause) brachte Teamchef Yakin drei Neue. Darunter Johan Manzambi , der zwar erst 20 ist, aber für viele als kommender Superstar gilt. Der Freiburg-Legionär leitete prompt einen Angriff ein, nach einer schlechten Abwehr war der Ball frei und Manzambi zog volley zum 1:0 nach 74 Minuten ab.
Muharemovic sah wegen Torraub Rot (80.). Ruben Vargas , ebenfalls ein Joker, entschied mit dem 2:0 die Partie nach 85 Minuten. Manzamba sorgte für das 3:0 (90.).
Und dann kam noch ein Bosnier mit Österreich-Vergangenheit: Das frühere Rapid-Talent Ermin Mamic traf nach wenigen Minuten am Feld wunderbar zum 3:1 (93.). Den Endstand besorgte Granit Xhaka per Elfmeter.
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kurier.at
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18.06.2026, 20:00
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