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GermanyMedicine3 days ago

Hygiene in medicine: Clean hands are also medicine

The article discusses the historical discovery by Dr. Ignaz Semmelweis in the 19th century regarding the importance of hand hygiene in preventing infections in medical settings. It highlights his observations at a hospital in Vienna where many women died shortly after childbirth due to puerperal fever, a bacterial infection that could lead to sepsis. Semmelweis noticed that the ward attended by doctors and medical students had a significantly higher mortality rate compared to the one managed by midwives. He linked this to doctors coming directly from the morgues after performing autopsies, and

Hygiene in der Medizin : Saubere Hände sind auch Medizin

Der Arzt Ignaz Semmelweis entdeckt im 19. Jahrhundert, warum so viele Frauen nach der Geburt starben. Seine Lösung rettet Leben und kostet ihn beinahe die Karriere.

Handdesinfektion mit Chlorkalklösung führte Semmelweis ein, hier ein Bild von 1860

Borsos & Doctor

M it 28 Jahren arbeitete der Mediziner Ignaz Philipp Semmelweis als Assistenzarzt auf einer Geburtsstation des Allgemeinen Krankenhauses in Wien. In dieser Zeit starben dort auffällig viele Mütter kurz nach der Geburt. Semmelweis begann, die Leichen verstorbener Wöchnerinnen zu untersuchen. Er bemerkte, dass die Abteilung, in der gebärende Frauen von Ärzten und Medizinstudenten betreut wurden, eine deutlich höhere Sterberate hatte als eine andere Abteilung, die von Hebammen betreut wurde. Wir gendern in diesem Fall bewusst nicht, weil Frauen im 19. Jahrhundert nicht studieren durften, es also keine Ärztinnen gab.

Der Grund für die Todesfälle war das Kindbettfieber – eine bakterielle Infektion, die innerhalb weniger Tage zur Sepsis, also einer Blutvergiftung führen und tödlich enden kann. Zunächst konnte nichts den großen Unterschied erklären. Später fand Semmelweis einen ersten Hinweis: Ärzte und Studenten kamen im Gegensatz zu Hebammen häufig direkt aus dem Leichenkeller. Als Semmelweis’ Kollege Jakob Kolletschka 1847 nach einer Obduktion an denselben schweren Symptomen wie die Frauen starb, verstand Semmelweis endlich, worum es sich handelte. Es waren die Ärz­t:in­nen selbst, die die Keime auf die Mütter übertrugen. Denn sie haben damals die Hände nicht desinfiziert.

Daraufhin führte Semmelweis für die Entbindungsstation eine Handdesinfektion mit Chlorkalklösung ein. Er stellte Waschschüsseln bereit, sodass sich jeder vor der Untersuchung oder Entbindung die Hände reinigen musste. Dies führte zu einem deutlichen Rückgang der Müttersterblichkeit.

Statt Lob und Anerkennung stießen Semmelweis’ Maßnahmen jedoch auf Widerstand seiner Kolleg:innen. Viele empfanden sie als unangenehm für die Hände und insgesamt übertrieben. Dies führte schließlich zu einem Konflikt mit seinem Chef, der Semmelweis’ Vertrag nicht verlängerte. An seine Theorie für den Übertragungsweg des Kindbettfiebers glaubte damals niemand.

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Nachdem seine Karriere in Wien gescheitert war, kehrte Semmelweis in seinen Geburtsort Pest, das heutige Budapest, zurück, und arbeitete dort als Leiter der Geburtshilfeabteilung. Vier Jahre später wurde er Professor für Geburtshilfe. Mit 47 Jahren entwickelte Semmelweis psychische Probleme und musste in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden.

Er starb schließlich an einer Blutvergiftung – jener Erkrankung, an der er sein ganzes Leben lang geforscht hat. Erst nach seinem Tod wurden seine Erkenntnisse anerkannt und Handhygiene zum wichtigen Bestandteil im ärztlichen Alltag – und auch außerhalb von Krankenhäusern . Die Medizinische Universität in Budapest trägt heute seinen Namen: Semmelweis-Universität.

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taz – die tageszeitungIndependentCenter3 days ago
Hygiene in medicine: Clean hands are also medicine

The article discusses the historical discovery by Dr. Ignaz Semmelweis in the 19th century regarding the importance of hand hygiene in preventing infections in medical settings. It highlights his observations at a hospital in Vienna where many women died shortly after childbirth due to puerperal fever, a bacterial infection that could lead to sepsis. Semmelweis noticed that the ward attended by doctors and medical students had a significantly higher mortality rate compared to the one managed by midwives. He linked this to doctors coming directly from the morgues after performing autopsies, and

Bias read (Center): The article provides a factual account of historical medical practices and discoveries without taking a political stance or showing bias toward any ideological perspective.