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AustriaCulture2 days ago

Furniture-making women: "We are often told that we are too weak"

The article discusses a woodworking workshop in Vienna run entirely by women, highlighting their experiences and challenges in a traditionally male-dominated field. The owner, Martin Effenberg, explains that his family business has historically employed both men and women, but it is now being led exclusively by female employees who have transitioned into the trade from other backgrounds.

Handwerk

Frauen, die Möbel bauen: "Dass wir zu schwach wären, hören wir oft"

In einer Wiener Tischlerei arbeiten ausschließlich Frauen. Wie sie gegen Vorurteile kämpfen – und warum ihr Job ihnen dennoch Spaß macht

Johanna Edelsbrunner

Betritt man die Werkstatt der Wiener Tischlerei Effenberg, erkennt man zunächst keinen großen Unterschied zu anderen Betrieben. Es ist laut, staubig und riecht nach frischem Holz. Schaut man sich etwas genauer um, fällt einem dann doch etwas auf: Hier arbeiten nur Frauen. Martin Effenberg führt seinen Tischlereibetrieb nämlich etwas anders als gewohnt: "Es war bei uns schon immer so, dass wir Menschen ausgebildet haben und keine Geschlechter", sagt er.

Die vier Tischlerinnen der Tischlerei Effenberg bei der Arbeit.

Seit sein Großvater den Betrieb in den 1930er-Jahren gegründet hat, hätten stellenweise immer wieder Frauen mitgearbeitet. Aber die Männer blieben meist in der Überzahl. Effenberg übernahm das Unternehmen 2006 von seinem Vater. Nach einem Mitarbeiterwechsel Ende letzten Jahres führt er die Tischlerei nun erstmalig mit einem rein weiblichen Team: Joanna, Karla, Theresa und Tina sind alle Quereinsteigerinnen, die über Umwege zu ihrem Beruf gefunden haben.

Auf Umwegen zur Lehre

Die meisten von ihnen haben davor studiert und schnell gemerkt, dass sie eigentlich lieber in der Praxis arbeiten würden: "Ich denke, dass ich mich das aufgrund von fehlenden Rollenbildern einfach nicht früher getraut habe", sagt etwa Karla. Sie hat ein abgeschlossenes Bachelorstudium in Architektur, mit 26 die Lehre zur Tischlerin begonnen und ist inzwischen seit gut vier Jahren im Betrieb. Ähnlich war es auch bei Theresa: "Ich habe das Architekturstudium eigentlich mehr für meine Eltern gemacht", erzählt sie. Sie hätte schon immer gewusst, dass sie einmal als Tischlerin arbeiten möchte. Ihre Eltern hätten erst aber eine höhere Bildung für sie gewollt.

Joanna ist die einzige unter den vier Tischlerinnen, die von einem anderen Lehrberuf gewechselt hat. Sie kommt aus der Metallrestaurierung. Anders als erwartet, habe ihr das den Einstieg in der Tischlerei aber nicht erleichtert. "Mein erstes Lehrjahr war die härteste Zeit meines Lebens", erinnert sie sich zurück. Mit 33 Jahren hat die heute 38-Jährige die Lehre zur Tischlerin begonnen. Damals wären vor allem der Umgangston unter den Alttischlern und das daraus resultierende Arbeitsklima ihre größten Herausforderungen gewesen. Immer wieder habe sie deshalb überlegt, alles hinzuschmeißen.

"Leider ist es in solchen Berufen noch immer so, dass man es am leichtesten hat, wenn man einfach seine Schnauze hält und es erträgt", sagt Joanna. Einige Zeit nach ihr sei dann Karla als Lehrling in den Betrieb gekommen. Schließlich hätten sich die beiden unter den Männern beweisen können und einen Weg gefunden, wie sie gut miteinander arbeiten konnten. "Irgendwann wurden wir dann auch gesehen und wertgeschätzt für das, was wir konnten", sagt Karla.

"Ich habe das Architekturstudium eigentlich mehr für meine Eltern gemacht", erzählt Theresa. Sie hätte schon immer gewusst, dass sie einmal als Tischlerin arbeiten möchte.

Alte Vorurteile

Aber nicht nur unter den ehemaligen Kollegen seien die jungen Tischlerinnen mit alten Vorurteilen konfrontiert gewesen. Auch Kundinnen und Kunden seien ihnen teilweise überrascht entgegengetreten, als die vier Frauen für Montagen vor der Tür standen. "Das Klischee, dass wir zu schwach wären, begegnet uns wohl noch am häufigsten", sagt Tina. Oft sei es schon vorgekommen, dass etwa beim Ein- oder Ausladen Männer dazwischen gegriffen hätten, weil sie dachten, sie müssten helfen.

Auch Effenberg selbst ist überzeugt, dass innerhalb der Branche noch viel Arbeit in Hinblick auf Gleichstellung geleistet werden muss. Es sei zwar schon ein leichtes Umdenken zu beobachten, aber manche Betriebe würden sich trotzdem noch querstellen und aus Prinzip keine Frauen einstellen. Insgesamt macht der Frauenanteil in der Branche österreichweit nur rund 17 Prozent aus. "Das ist doch erschreckend", sagt Effenberg.

Joanna hat mit 33 Jahren die Lehre zur Tischlerin begonnen.

Auszeichnung bekommen

Für sein Engagement für Gleichstellung wurde er kürzlich ausgezeichnet. Der amaZone-Award des Vereins sprungbrett wird jährlich an Betriebe verliehen, die Frauen in Handwerk und Technik ausbilden und sich in stark männerdominierten Branchen für Chancengleichheit einsetzen. Diese Auszeichnung sehe er vor allem als Bestätigung seiner eigenen Herangehensweise. "Aber eigentlich ist es schade, dass es noch immer solche Preise braucht, um Frauen im Handwerk sichtbarer zu machen", sagt Effenberg dazu.

Rund 130 Aufträge habe die Tischlerei vergangenes Jahr erhalten. Von einzelnen Möbelstücken über ganze Küchen bis hin zum vollen Innenausbau mit Böden, Wandverkleidungen oder Fenstern gehört da alles dazu. "Viele meiner Kunden wollen dann einfach alles aus einer Hand", sagt Effenberg. Den Hauptante…

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Der StandardIndependentCenter2 days ago
Furniture-making women: "We are often told that we are too weak"

The article discusses a woodworking workshop in Vienna run entirely by women, highlighting their experiences and challenges in a traditionally male-dominated field. The owner, Martin Effenberg, explains that his family business has historically employed both men and women, but it is now being led exclusively by female employees who have transitioned into the trade from other backgrounds.

Bias read (Center): The article presents a balanced overview of the unique situation at the all-female woodworking workshop without taking a clear ideological stance. It focuses on the practical aspects of the women’s work and their personal journeys into the profession, avoiding any overtly political commentary or slm