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AustriaSports2 days ago

DJ, ballroom and best times: Vienna celebrates track night at the Prater

The Track Night event in Vienna's Prater features athletics competitions with special lighting technology called Wavelight, which helps runners maintain the correct pace to achieve their target times. The event has become a popular festival-style celebration of track and field.

Leichtathletik

DJ, Bällebad und Bestzeiten: Wien feiert die Track Night im Prater

Die größte Wiener Veranstaltung mit Laufbahn-Wettkämpfen macht aus Leichtathletik ein kleines Festival. Das Flair hat direkte Auswirkungen auf den Sport

Lukas Zahrer

Bei der Track Night im Prater sind neben Verkehrshütchen LED-Lichter am Boden angebracht, die die Läuferinnen zu einer Zielzeit anleiten sollen.

Wenn Cordula Lassacher am Samstag im Prater loslaufen wird, dämmert es schon längst. Die Orientierung wird sie im Dunkeln natürlich nicht verlieren, Lassacher ist in ihrem Leben schon oft genug die 400 Meter lange Tartanbahn abgelaufen. Trotzdem wird sie sich an den Lichtern links von ihr orientieren, die hoffentlich immer dort kurz aufblinken, wo sie gerade rennt. Immer dem Licht hinterher heißt bei diesen Rennen: Lassacher liegt genau in der Zeit.

Das sogenannte Wavelight ist eine Attraktion der Track Night Vienna, die am Samstag am Platz des Wiener Leichtathletikverbands zum zehnten Mal stattfindet – ein echter Hingucker, der den Aktiven Orientierung gibt. In einer vorab eingestellten Geschwindigkeit bewegt sich das Licht entlang der Bahn und zeigt ein Tempo an, das gelaufen werden muss, um die Zielzeit zu erreichen, etwa ein Limit für eine Europameisterschaft. Verschiedene Farben können unterschiedliche Zielzeiten anzeigen. Das Wavelight ist der präziseste Tempomacher, den es gibt.

Der Track Night verleiht es ein Stück Exklusivität. Die Veranstaltung verspricht Festival-Vibes, ein Teilnehmer nennt es "coole Stimmung statt Friedhofsatmosphäre". Das Infield der Laufbahn ist frei zugänglich, Besucher bekommen automatisch das Gefühl, näher am Geschehen zu sein als üblich. Es wird große Aufbauten geben, etwa ein Bällebad und eine Schminkstation für Kinder – und einen Stand, an dem man sich die perfekte Race-Frisur machen lassen kann. Die Veranstalter rufen auf Instagram aus: "Komm ungestylt!" Sie erledigen das Styling vor Ort.

Lassacher wünscht sich eine Karriere als Profi. Dafür dosiert sie ihr Training ganz bewusst, um ihr Grundniveau langfristig aufzubauen.

Behutsam steigern

Die Nacht beginnt bei der Track Night schon am Nachmittag, weil das dichte Programm um 13 Uhr mit den ersten Läufen startet. Mit 600 Läuferinnen und Läufern insgesamt, großteils aus dem Breitensport. Sie messen sich auf Distanzen zwischen 400 und 5000 Metern. Der ORF streamt das Event live.

So auch das Rennen von Lassacher über 5000 Meter. Mit zwölf Jahren nahm sie erstmals an Schülerinnenrennen teil. "Und dann bin ich hängen geblieben", sagt sie dem STANDARD. Die Steirerin lebt seit vielen Jahren in Wien, studiert Biologie und Geografie auf Lehramt und möchte den Laufsport zum Beruf machen. Dafür trainiert sie im Leistungszentrum Südstadt an sechs Tagen pro Woche.

In knapp 30 Bewerben geht es am Samstag zur Sache. In jedem Lauf wird es professionelle Rahmenbedingungen geben – Pacemaker inklusive.

Sie setzt auf dosierte Umfänge. "Du musst langsam aufbauen, weil der Körper die Stoßbelastungen nicht gewohnt ist", sagt die 22-Jährige. "Eine Grundregel lautet, dass man die Umfänge nur um etwa zehn bis 15 Prozent pro Jahr steigern sollte. Da sind wir sehr genau und achten darauf, das langsam aufzubauen." Sie betreibt daher viel Alternativsport für Ausdauertraining, sitzt etwa oft am Rad, im Winter geht sie gerne Langlaufen. Dreimal im Jahr fliegt sie ins Trainingslager, etwa nach Portugal oder St. Moritz.

Die Track Night hat für Lassacher einen besonderen Stellenwert: Hier ist sie ihr erstes Rennen auf der Bahn gelaufen, dabei lieferte sie gleich ein erforderliches Limit für die U20-Europameisterschaft ab. In diesem Jahr stellte Lassacher schon fünf persönliche Bestzeiten auf, darunter jene über den Halbmarathon (1:12:15). Auf dieser Distanz liegt auch ihr Fokus, im September wartet die WM in Kopenhagen.

Die Track Night war die Idee von Christoph Sander. Gemeinsam mit zwei Freunden wollte der Wiener einen Wettkampf veranstalten, der ihm früher als Athlet selbst Freude bereitet hätte. Er engagierte einen DJ – und ein bisserl was zum Jausnen für alle. Inzwischen ist die Track Night gewachsen und anerkannt, sie bringt Flair und Streetstyle, ohne dabei künstlich zu wirken. Der Hauptfokus liegt auf den Rennen, es handelt sich immerhin um eine Sportveranstaltung, die internationalen Kriterien entspricht.

Im vergangenen Herbst wurde Lassacher Achte bei der U23-EM über 10 Kilometer. Ihre Zeit: 33:54,73. Inzwischen hat sie diese Marke um mehr als eine halbe Minute unterboten.

Für die Rennen lässt Sander Tempomacher einfliegen, er bezahlt für sie Anreise und Unterkunft, was einen Großteil der Gesamtkosten ausmacht. Ein Viertel geht aber in die Platzmiete. Die Anlage in Sichtweite vom Ernst-Happel-Stadion sei ein "Platz mit Patina", sagt Sander. "Ich würd mich freuen, wenn die Anlage renoviert wird. Wann das passiert, ist offen." (Lukas Zahrer, 19.6.2026)…

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Der StandardIndependentCenter2 days ago
DJ, ballroom and best times: Vienna celebrates track night at the Prater

The Track Night event in Vienna's Prater features athletics competitions with special lighting technology called Wavelight, which helps runners maintain the correct pace to achieve their target times. The event has become a popular festival-style celebration of track and field.

Bias read (Center): The article focuses on a sports event with no political content or controversy. It describes the technical aspects of the race and the event's popularity without any ideological framing or bias.