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GermanyPoliticsOverlooked from the right9 days ago

The Perfect Woman: How Autokrates Create an Ideal

The article discusses how female politicians in autocratic regimes often serve as symbols of the regime, using their appearance and behavior to convey political messages that would otherwise be difficult to express openly. It explores the role of women in promoting authoritarian values through carefully curated public personas.

Diese Sonderreihe stützt sich auf das Netzwerk von Journalistinnen und Fachleuten von CORRECTIV.Exile, die trotz anhaltenden Drucks dokumentieren, wie autoritäre Machthaber voneinander lernen – und den demokratischen Rückschritt weltweit beschleunigen. Wir machen die Muster sichtbar: Methoden aus Ungarn, die in Polen kopiert werden; Russlands sogenannte „Auslandsagenten“-Gesetze, die sich nach Georgien und Serbien ausbreiten. Dies ist keine isolierte Krise, sondern eine koordinierte globale Verschiebung – eine Warnung, bevor Demokratien zu einer fernen Erinnerung verblassen.

Vor ein paar Wochen habe ich einen Podcast über das „Mar-a-Lago-Gesicht“ gehört. Falls Ihnen dieser Begriff nichts sagt: Er beschreibt das immer ähnliche Aussehen der Frauen in Donald Trumps politischem Umfeld. Stark aufgepolsterte Wangen, Lippen, die bis an die Grenze des Möglichen gespritzt wurden, eine so glatte Stirn, dass ein Stirnrunzeln unmöglich wird, falsche Wimpern und eine unfehlbare Straffheit, die sowohl auf enorme Kosten als auch auf eine tiefe Angst vorm Altern hinweist.

Was mich stutzig machte, war eine kleine, beiläufige Bemerkung. Der Podcasthost erwähnte, dass man diesen Look mittlerweile bestellen könne – Kliniken werben mit  dem „Mar-a-Lago-Gesicht“, inklusive einer Auflistung der Eingriffe und Preise. Eingriffe, die auch hier, mitten in Berlin, erhältlich sind.

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Ich dachte einen Moment darüber nach. Nicht wegen der Operation an sich, sondern wegen der Idee, die dahintersteckt. Ein Gesicht, das als Zeichen politischer Loyalität gegenüber einem amerikanischen Autokraten entworfen worden war, kann man heute in einer europäischen Hauptstadt als Ware kaufen.

Eine Frage ließ mich nicht mehr los: Ist das “Mar-a-Lago-Gesicht” ein absurder kurzzeitiger Trend, oder aber die sichtbarste Ausprägung von etwas viel Größerem? Gibt es in den autoritären Regimen unserer Nachbarländer ähnliche Beispiele, wie speziell Körper, Gesichter und öffentliche Identitäten von Frauen zu Instrumenten politischer Macht geformt werden?

Vier Wochen. 300.000 Euro. Ein Ziel :

Falsche Abschlüsse, geschönte Lebensläufe, verschwiegene Verbindungen: Noch immer können Menschen politische Macht gewinnen, ohne dass ihre Angaben systematisch geprüft werden.

Mit der Spendenaktion im Rahmen von CORRECTIV.Sunlight wollen wir das ändern. In vier Wochen wollen wir 300.000 Euro sammeln, um deutlich mehr Kandidierenden-Checks vor wichtigen Wahlen möglich zu machen.

Damit sichtbar wird, wer um Vertrauen wirbt – bevor Stimmen abgegeben und Ämter vergeben werden.

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WAS STECKT HINTER DEM “MAR-A-LAGO-GESICHT”?

Das “Mar-a-Lago-Gesicht” ist kein einzelner Eingriff. Der plastische Chirurg Jeffrey Lisiecki definiert es als hohe und feste Wangen, volle Lippen und sehr straffe, glatte Haut. Die geschätzten Kosten für ein vollständiges Paket an Eingriffen lagen 2025 bei rund 90.000 US-Dollar mit monatlichen Folgekosten von Hunderten Dollar. Manche bezeichnen es als inoffizielles Machtabzeichen in Washington. Dieses einheitliche Gesicht signalisiert Loyalität zu Trump und vermittelt gemeinsame Werte unter seinen Anhängern.

Doch nicht nur Frauen aus Trumps Umfeld streben nach einem gemeinsamen körperlichen Ideal, auch immer mehr Männer lassen sich operieren: breite Schultern, ein kantiges Kinn, sichtbar fit. Es ist eine inszenierte Hypermaskulinität, die Macht, Dominanz und Disziplin signalisiert.

Trumps Anhängerschaft versucht also, ihren Körper und ihr Erscheinungsbild an das von Trumps Kabinett und die MAGA-Ideologie anzupassen. Und genau dieser Look hat sich – wie von plastischen Chirurgen selbst beworben – auf Treffen der Superreichen in London, Dubai und in ganz Europa ausgebreitet.

MACHT OHNE SELBSTBESTIMMUNG

Als Katalin Novák 2022 zur ersten Präsidentin Ungarns gewählt wurde, war sie in der rechten, Fidesz-nahen Community sofort eine wichtige Schlüsselfigur – und für einige liberale Politikerinnen eine neue Hoffnung auf einen Wandel für Frauen in der Politik. Doch Novák war nicht durch ihre politischen Entscheidungen zur Präsidentin aufgestiegen, sondern weil sie das lebende Ideal davon war, wie sich die Regierung von Viktor Orbán die ungarische Frau vorstellte: jung genug, um als Vorbild zu dienen, fromm genug, um Vertrauen zu wecken, und fruchtbar genug viele Kinder zu bekommen und um zu beweisen, dass die Versprechen des Systems real waren.

Doch schon am Morgen des 10. Februar 2024 reichte Katalin Novák ihren Rücktritt ein . Der Hintergrund: Es war bekannt geworden, dass sie einen Mann begnadigt hatte, der durch Vertuschung in den sexuellen Missbrauch von Kindern in staatlichen Waisenhäusern involviert war.

Neben ihr trat auch die Justizminist…

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Source document: ec.europa.eu

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CORRECTIVIndependentLeft9 days ago
The Perfect Woman: How Autokrates Create an Ideal

The article discusses how female politicians in autocratic regimes often serve as symbols of the regime, using their appearance and behavior to convey political messages that would otherwise be difficult to express openly. It explores the role of women in promoting authoritarian values through carefully curated public personas.

Bias read (Left): The article critiques the use of female figures in autocratic regimes to promote unfreedom, which aligns with left-leaning perspectives that emphasize individual freedom and critique authoritarianism. The framing highlights the manipulation of women’s roles for political control, suggesting a批判 of权力