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GermanySports2 days ago

Working time law: SPD workers' wing rejects criticism of working time reform

Cansel Kiziltepe, leader of the SPD's Working Group for Work (Afa), has rejected criticism of a draft reform to the Working Time Act. She described the proposal from the SPD-led Federal Ministry of Labour as 'pure coalition agreement' and emphasized that strengthening collective bargaining agreements is a key focus of the current federal government. The draft bill would link the transition from daily to weekly working time to collective agreements and introduce stricter rules for recording working hours.

Bärbel Bas will die Wochenarbeitszeiten flexibilisieren – dann wären Arbeitstage mit mehr als acht Stunden möglich. Auch strengere Dokumentationspflichten könnten kommen.

Aktualisiert am 18. Juni 2026, 11:59 Uhr

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428 Kommentare

Ein Entwurf aus dem Haus von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas zum Arbeitszeitgesetz könnte für Streit in der Koalition sorgen, weil die Erfassung der Arbeitszeit streng geregelt sein soll.

© Michael Kappeler/​dpa

Das SPD-geführte Bundesarbeitsministerium hat einen ersten Referentenentwurf für die umstrittene Reform des Arbeitszeitgesetzes ausgearbeitet. Er liegt der ZEIT vor und kommt nur eine Woche nach dem Sozialpartnerdialog im Kanzleramt . Beim Thema Arbeitszeit hatte die Union Druck auf die Sozialdemokraten gemacht, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Änderung umzusetzen. Aus Ministeriumskreisen heißt es, dass der Entwurf sich noch in der internen Hausabstimmung befinde und noch nicht final abgestimmt sei. Das Papier sei noch nicht in die Frühkoordinierung oder die Ressortabstimmung gegangen.

Der Entwurf umfasst nun erstmals die geplanten neuen Regeln für Arbeitszeit, Ruhezeiten und Zeiterfassung. Im Kern will Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas ( SPD ) zwei große Änderungen: Erstens soll der Spielraum für flexiblere Arbeitszeitmodelle erweitert werden – das wäre die lange geforderte Lockerung, die Arbeitgeber und die Union sich wünschen. Tarifvertragsparteien sollen demnach künftig statt einer täglichen eine maximale Wochenarbeitszeit vereinbaren können – dann fiele die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit von elf Stunden Unterbrechung zwischen zwei Arbeitseinsätzen weg, an der sich die Arbeitgeber seit vielen Jahren stören. Voraussetzung ist laut dem Entwurf aber, dass zugleich tarifliche Regelungen zum Gesundheitsschutz für die Beschäftigten erfolgen sollen. Konkret heißt das: Diese Regeln müssten über die bisherigen Rechte für Gesundheitsschutz hinausgehen.

Zweitens will die SPD-Co-Chefin die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung ausdrücklich und detailliert im Gesetz verankern. Arbeitgeber sollen Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit grundsätzlich am Tag der Arbeitsleistung elektronisch aufzeichnen . Die Aufzeichnung kann zwar auch durch die Beschäftigten selbst oder durch Dritte erfolgen, verantwortlich bleibt aber der Arbeitgeber. Tarifverträge sollen Ausnahmen zulassen können, etwa eine nicht elektronische Erfassung oder eine spätere Dokumentation bis spätestens sieben Tage nach der Arbeitsleistung. Für kleine Betriebe sind zudem längere Übergangsfristen vorgesehen. Arbeitgeber mit bis zu zehn Beschäftigten sollen dauerhaft auch anders aufzeichnen dürfen.

Wochenarbeitszeit soll an Dokumentationspflicht gekoppelt werden

Neu an dem Entwurf ist vor allem die politische Verbindung zweier Forderungen, nämlich der Lockerung der täglichen Arbeitszeit bei gleichzeitiger Pflicht zur Arbeitszeiterfassung. Hier war Deutschland ohnehin schon unter Zugzwang: Der Europäische Gerichtshof hatte 2019 im sogenannten Stechuhr-Urteil entschieden, dass die Mitgliedstaaten Arbeitgeber zu einem objektiven, verlässlichen und zugänglichen System zur Erfassung der Arbeitszeit verpflichten müssen. Das Bundesarbeitsgericht leitete daraus 2022 ab , dass Arbeitgeber in Deutschland schon nach geltendem Recht verpflichtet sind, die gesamte Arbeitszeit ihrer Beschäftigten zu erfassen.

Anders als frühere Vorlagen aus dem Jahr 2023 unter Bas’ Vorgänger Hubertus Heil (SPD), die der ZEIT vorliegen, beschränkt sich das Ministerium nun nicht mehr auf die technische Frage, wie die Arbeitszeiterfassung gesetzlich umgesetzt wird. Der Entwurf verbindet die Erfassungspflicht mit einer arbeitszeitpolitischen Öffnung hin zu mehr Flexibilität bei der Verteilung der Arbeitszeit über die Woche.

Möglicher Konflikt mit der Union

Der Entwurf könnte für weiteren Streit in der Koalition sorgen. Arbeitgeber fordern seit Langem, den starren Acht-Stunden-Tag zugunsten einer Wochenlogik aufzubrechen und die Zeiterfassung möglichst bürokratiearm auszugestalten. In einem Antrag der CDU/CSU aus der vergangenen Legislaturperiode hieß es entsprechend, freiwillige Vertrauensarbeitszeitmodelle müssten ohne strikte Erfassungspflichten erhalten bleiben. Eine elektronische Form dürfe nicht generell vorgeschrieben werden. Zudem brauche es wöchentliche statt täglicher Höchstarbeitszeiten.

Der neue Entwurf bleibt bei der Vertrauensarbeitszeit deutlich restriktiver. Sie soll zwar weiter möglich bleiben, aber nicht mehr außerhalb einer nachvollziehbaren Dokumentation. Zudem sollen Arbeitgeber auch in solchen Modellen sicherstellen, dass Verstöße gegen gesetzliche Vorgaben zu Dauer und Lage der Arbeits- und Ruhezeiten bekann…

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Source document: Cansel Kiziltepe

3 reports

Die ZeitIndependentCenter2 days ago
Working time law: SPD workers' wing rejects criticism of working time reform

Cansel Kiziltepe, leader of the SPD's Working Group for Work (Afa), has rejected criticism of a draft reform to the Working Time Act. She described the proposal from the SPD-led Federal Ministry of Labour as 'pure coalition agreement' and emphasized that strengthening collective bargaining agreements is a key focus of the current federal government. The draft bill would link the transition from daily to weekly working time to collective agreements and introduce stricter rules for recording working hours.

Bias read (Center): The article reports on a policy debate without taking a stance or using biased language. It presents statements from both the SPD and opposition groups without favoring either side.

Official sources cited

  • government Cansel Kiziltepe
  • government Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas
Die ZeitIndependentCenter3 days ago
Working time law: Union rejects SPD draft on working time

The CDU's general secretary, Carsten Linnemann, has rejected a draft proposal by Bärbel Bas regarding reforms to Germany's Working Time Act. He stated that the draft does not align with the agreement on working time flexibility outlined in the coalition agreement. The proposed changes would allow companies flexibility in weekly working hours rather than setting daily limits, which is narrower than what the Union and employer associations have requested.

Bias read (Center): The article presents the positions of both the CDU and the SPD without overtly favoring one side. It reports on the rejection of the SPD's draft by the CDU and mentions the differing views between the parties without editorializing or using biased language.

Official sources cited

  • government CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann
  • government Bärbel Bas
Die ZeitIndependentCenter3 days ago
Working time law: Federal Minister of Labour plans to make it compulsory to record working time

The German federal labor minister, Bärbel Bas, is proposing reforms to the Working Time Act that would allow for more flexible working hours, including days with more than eight hours of work. The draft also includes stricter documentation requirements for working time. The proposal has sparked debate within the coalition government.

Bias read (Center): The article presents the proposed changes neutrally, without overtly favoring any political side. It outlines the content of the draft legislation and mentions potential reactions from the coalition government but does not use biased language or selectively present information.

Official sources cited

  • government Referentenentwurf für die Reform des Arbeitszeitgesetzes

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  • governmentReferentenentwurf für die Reform des Arbeitszeitgesetzes