Die vorgeschlagene rechtliche Herausforderung, die vom kalifornischen Generalstaatsanwalt Rob Bonta angeführt wird, steht vor wachsendem Widerstand der großen Hollywood-Gewerkschaften, darunter der Director's Guild of America (DGA) und der Internationalen Allianz der Theaterbühnenmitarbeiter (IATSE).
Der Deal, der einen Wert von Milliarden von Dollar hat, wurde von Regulierungsbehörden und Arbeitsgruppen gleichermaßen untersucht. Die Klage von Bonta behauptet, dass der Zusammenschluss gegen die Kartellgesetze verstößt, indem er eine dominante Kraft in der Unterhaltungsindustrie schafft. Die DGA und IATSE argumentieren jedoch, dass der längere Rechtsstreit Arbeitnehmern schaden könnte, die bereits um eine feste Beschäftigung kämpfen. In einem offenen Brief an Bonta und Paramount Skydance CEO David Ellison äußerten die Gewerkschaften ihre Besorgnis über die negativen Auswirkungen des laufenden Rechtsstreits auf ihre Mitglieder und die breitere Film- und Fernsehindustrie.
Der Brief, der von Russell Hollander, dem nationalen Geschäftsführer der DGA, und Matthew Loeb, dem internationalen Präsidenten der IATSE, unterzeichnet wurde, betonte, dass die durch die Klage verursachte Unsicherheit zu Produktionsverzögerungen und Stornierungen geführt habe. "Während unsere Mitglieder darum kämpfen, eine Beschäftigung zu finden, verschlimmert die Unsicherheit um die vorgeschlagene Fusion die Lage nur noch", heißt es in dem Brief. "Die Gewerkschaften warnten auch davor, dass fortgesetzte rechtliche Herausforderungen langfristige wirtschaftliche Konsequenzen für den Sektor haben könnten". Dieser Aufruf zur Lösung folgt einem ähnlichen Druck des Generalstaatsanwalts von Alabama, Steve Marshall, der kürzlich eine Stellungnahme in der Washington Post veröffentlicht hat, in der Bonta aufgefordert wurde, die Klage aufzugeben.
Marshall argumentierte, dass der Fall mehr durch politische Überlegungen als durch rechtliche Verdienste getrieben wird, und erwähnte Bedenken darüber, wie die Fusion die Richtung von CNN beeinflussen könnte, das im Besitz von Warner Bros. ist. Er behauptete, dass die Klage den Wunsch widerspiegelt, die wahrgenommenen liberalen Neigungen von CNN zu bewahren, anstatt sich auf die breiteren Auswirkungen auf die Branche zu konzentrieren.
Marshall hob auch die finanziellen Auswirkungen der Klage hervor und stellte fest, dass Paramount ab dem 30. September vertraglich verpflichtet ist, den Aktionären von Warner Bros. bis zum Abschluss der Fusion etwa 650 Millionen Dollar pro Quartal zu zahlen.
Interessengruppen aus der Industrie, darunter Produzenten, Schauspieler und Crewmitglieder, beobachten genau, ob die Klage letztendlich erfolgreich sein wird oder zugunsten einer schnelleren Lösung aufgegeben wird.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden