Wissenschaftler haben 14 Hundehirne gescannt und neue Beweise für die tiefe emotionale Verbindung zwischen Menschen und Hunden entdeckt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Hunde sehr stark auf menschliche Emotionen eingestellt sind und stärker auf Glück reagieren als bisher angenommen. Diese Enthüllung trägt zur wachsenden wissenschaftlichen Unterstützung der Idee bei, dass Hunde in der Lage sind, komplexe soziale Signale von Menschen zu interpretieren.
Unter den Teilnehmern befanden sich zwei der eigenen Hunde der Forscher, Odin und Kun-kun, die eine zentrale Rolle in der Studie spielten. Die Hunde wurden sorgfältig aus öffentlichen Räumen, insbesondere Parks, ausgewählt, wo sie ruhig und gut trainiert erschienen.
Sie verwendeten positive Verstärkungstechniken, einschließlich Leckereien und Spielzeit, um die Hunde zu ermutigen, still im Scanner zu liegen. Die Hunde wurden in einer Sphinx-ähnlichen Haltung positioniert, mit ihren Kiefern, die auf einer Kinnstütze ruhen, um die Stabilität aufrechtzuerhalten. Das Training begann mit kurzen Ruheintervallen, beginnend mit fünf Sekunden, und erhöhte sich allmählich auf drei Minuten, die Standarddauer für einen vollständigen Scan. Spezielle Ohrenschutzmittel wurden auch eingeführt, um Hörbeschwerden zu reduzieren. Sobald die Hunde vollständig trainiert waren, wurden sie Gehirnscans unterzogen, während ihnen Bilder von menschlichen Gesichtern gezeigt wurden, die eine Reihe von Emotionen zeigten: Glück, Traurigkeit, Wut, Angst und Neutralität.
Die Ergebnisse zeigten, dass glückliche menschliche Gesichter eine signifikante Gehirnaktivität in bestimmten Regionen auslösten. Der Temporalische Kortex, der für die Erkennung von Gesichtern und die Verarbeitung von emotionalen Hinweisen verantwortlich ist, und der Kaudatkern, der mit Belohnungen und Motivation verbunden ist, zeigten beide erhöhte Reaktionen. Dies deutet darauf hin, dass Hunde menschliches Glück als eine Form der Belohnung wahrnehmen, ähnlich wie sie auf Nahrung oder Spielzeug reagieren. Im Gegensatz dazu aktivieren Angst und Traurigkeit verschiedene Teile des Gehirns, hauptsächlich den rechten rostralen Suprasylvian Gyrus, der visuelle und sensorische Informationen verarbeitet. Wut löste Aktivität in verschiedenen Bereichen aus, einschließlich des rechten Ectosylvian Gyrus und des linken Rückenmarks Gyrus.
Während Hunde eine klare Fähigkeit zeigten, zwischen bestimmten negativen Emotionen zu unterscheiden, hatten sie Schwierigkeiten, zwischen Traurigkeit und Wut zu unterscheiden. Dies deutet darauf hin, dass ihre emotionale Erkennung nuanciert, aber nicht perfekt ist. Dr. Laura Cuaya, eine der führenden Forscherinnen der Universität Wien, betonte die Bedeutung dieser Ergebnisse. Sie stellte fest, dass die Aktivierung des Caudatenukleus als Reaktion auf glückliche Gesichter impliziert, dass Hunde emotionalen Wert auf menschliche Äußerungen legen. Dies stimmt mit früheren Untersuchungen überein, die darauf hindeuten, dass Hunde sehr empfindlich auf menschliche Körpersprache und Stimmtöne reagieren.
Cuaya betonte auch, dass die Studie empirische Unterstützung für den gemeinsamen Glauben unter Hundeliebhabern bietet, dass das Lächeln auf Hunde für sie so lohnend sein kann wie ihnen Leckereien zu geben. Die Implikationen der Studie reichen über das akademische Interesse hinaus. Sie verstärkt die Idee, dass Hunde nicht nur Haustiere sind, sondern Begleiter mit reichen kognitiven Fähigkeiten. Die Forschung unterstreicht die gegenseitigen Vorteile der Mensch-Hunde-Bindung und legt nahe, dass Interaktionen, die in Empathie und Zuneigung verwurzelt sind, das Wohlbefinden beider Arten verbessern können.
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