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Polizeigesetz Thüringen: „Haben, haben, haben – und dann schauen, was passiert“
Germany🏛️ PolitikProgressivvor 5 Tagen

Polizeigesetz Thüringen: „Haben, haben, haben – und dann schauen, was passiert“

In Thüringen wird ein neues Polizeigesetzes diskutiert, das umfangreiche Überwachungsmaßnahmen ermöglichen würde, darunter KI-gestützte Datenanalysen, Videoüberwachung mit automatisierter Verhaltenskontrolle, biometrische Suchfunktionen und andere Technologien. Die Protestbewegung "ThürPAG stoppen" warnt vor einem schleichenden Ausbau staatlicher Überwachung und befürchtet, dass solche Maßnahmen in die Hände einer rechtsextremen Regierung gelangen könnten. Die linke Partei Die Linke kritisiert das Gesetz als verfassungswidrig und plant, gegen seine Annahme vorzugehen. Die Regierung benötigt Unterstützung von der Opposition, doch die einzige Kraft im Landtag Die Linke ist selbst skeptisch gegenüber den geplanten Maßnahmen.

Die Demonstration wurde von der neu gegründeten Bewegung "ThürPAG stoppen" organisiert, die bereits über 3.400 Unterschriften in ihrer Petition gegen die Gesetzgebung gesammelt hat.

Die vorgeschlagene Gesetzgebung beinhaltet Bestimmungen für fortschrittliche Überwachungstechnologien wie Metadatenanalyse mit künstlicher Intelligenz ähnlich wie bei Systemen, die von der Firma Palantir entwickelt wurden, automatisierte Verhaltensüberwachung durch Videokameras, Gesichtserkennungssoftware, die biometrische Daten online scannen kann, Kennzeichen-Scanner, Drohnen-basierte Videoüberwachung und elektronische Knöchel-Armbänder.

Die Linkspartei äußerte erhebliche Besorgnis über die vorgeschlagenen KI-getriebenen Überwachungsmaßnahmen und erklärte in einer Pressemitteilung vor der Ausschusssitzung, dass sie das Gesetz vor Gericht anfechten würden, wenn es in seiner derzeitigen Form verabschiedet würde. Sie argumentieren, dass der Entwurf verfassungsrechtliche Rechte verletzt und autoritäre Praktiken ermöglichen könnte, die an demokratiefeindliche Regime erinnern. Ronald Hande, Sprecher des Innenkomitees der Linkspartei im Thüringer Landtag, kritisierte das vorgeschlagene Polizeigesetz als Schaffung einer Hochrisiko-Überwachungsarchitektur nach verfassungsrechtlichem Recht.

Er warnte davor, dass die vom Staat gesuchten Instrumente in autoritären und antidemokratischen Regimen häufig zur Überwachung ihrer Bevölkerung eingesetzt werden. Zahlreiche Experten haben schriftliche Erklärungen abgegeben, in denen sie den Gesetzesentwurf stark kritisiert haben. Während der derzeit im Landesparlament laufenden mündlichen Expertenaufnahme wurden grundlegende Bedenken hinsichtlich der potenziellen Auswirkungen dieser Überwachungstechnologien geäußert. Tino Melzer, der staatliche Datenschutzbeauftragte, sprach in der ersten Sitzung und hob die neue Dimension der Polizeiarbeit hervor, die durch die automatische Auswertung von Video-Streams dargestellt wird. Er betonte die verstärkte Verletzung der Grundrechte, die viele Personen betrifft, die keine Bedrohung darstellen.

Melzer wies auf die Anfälligkeit dieser Systeme für Fehler hin und stellte fest, dass eine Umarmung als Angriff missverstanden werden könnte. Dies könnte dazu führen, dass unschuldige Personen einer weiteren Kontrolle unterzogen werden. Er hob das Problem der verdeckten Videoanalyse hervor, die betroffenen Personen keine Möglichkeit bietet, sich gegen eine solche Überwachung zu verteidigen. Gemäß dem Gesetzentwurf können Personen automatisch über ein Netzwerk von Kameras verfolgt werden, wenn eine automatisierte Verhaltenskontrolle einen Alarm auslöst. Bevor dies jedoch eintritt, muss eine Person die wahrgenommene Risikosituation bewerten. Melzer kritisierte diesen Zwischenschritt und schlug vor, dass er in komplexen Situationen oft fehlschlagen könnte.

Er forderte die vollständige Entfernung von Video-basierter KI aus dem Vorschlag und betonte die Notwendigkeit von Transparenz und Rechenschaftspflicht bei Überwachungspraktiken.

Zu den Primärquellen (1)

Die offiziellen Quellen, auf denen die Berichterstattung beruht. Lies sie direkt, um Framing zu umgehen.

1 Berichte

netzpolitik.org logonetzpolitik.orgUnabhängigProgressivFaktentreue 85Objektivität 90vor 5 Tagen
Polizeigesetz Thüringen: „Haben, haben, haben – und dann schauen, was passiert“

In Thüringen wird ein neues Polizeigesetzes diskutiert, das umfangreiche Überwachungsmaßnahmen ermöglichen würde, darunter KI-gestützte Datenanalysen, Videoüberwachung mit automatisierter Verhaltenskontrolle, biometrische Suchfunktionen und andere Technologien. Die Protestbewegung "ThürPAG stoppen" warnt vor einem schleichenden Ausbau staatlicher Überwachung und befürchtet, dass solche Maßnahmen in die Hände einer rechtsextremen Regierung gelangen könnten. Die linke Partei Die Linke kritisiert das Gesetz als verfassungswidrig und plant, gegen seine Annahme vorzugehen. Die Regierung benötigt Unterstützung von der Opposition, doch die einzige Kraft im Landtag Die Linke ist selbst skeptisch gegenüber den geplanten Maßnahmen.

Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel betont die Bedenken der linken Bewegung und der Linke gegenüber dem Polizeigesetz, insbesondere hinsichtlich der Gefahren für die Verfassung und die Demokratie.

Warum Faktentreue (85): The article provides specific details about the protest movement 'ThürPAG stoppen', including the number of signatures collected, the names of founders David Sommer and Alexis Wagenfeld, and their statements regarding concerns over state surveillance. These claims appear consistent with the general

Warum Objektivität (90): The article presents information in a largely neutral manner, quoting participants directly and outlining both the concerns and optimism of the protesters. It avoids overtly biased language and does not favor one perspective over another.

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