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Cyberangriffe nehmen zu – jedes dritte Unternehmen in Österreich war bereits betroffen
Austria🏛️ PolitikMittevor 18 Std.

Cyberangriffe nehmen zu – jedes dritte Unternehmen in Österreich war bereits betroffen

Der Artikel berichtet über einen Anstieg der Cyberangriffe in Österreich, basierend auf einem Bericht der EY-Organisation. Laut der Studie waren 36 Prozent der Unternehmen in den letzten fünf Jahren von konkreten Angriffen betroffen, was einen Anstieg um vier Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Gleichzeitig sank die Einschätzung der Risiken von Cyberangriffen unter Entscheidern von 47 Prozent im Jahr 2025 auf 38 Prozent im Jahr 2026. Unternehmen, die KI-Technologien in der Cybersecurity einsetzen, erkennen deutlich häufiger Angriffe. Experten warnen vor dem 'gefährlichen Trugschluss', dass wachsende Angriffe nicht entsprechend wahrgenommen werden. Zudem wurde ein positiver Trend bei der Implementierung von Sicherheitsmaßnahmen festgestellt, darunter Firewalls, Antivirensoftware, und Notfallsicherheitsupdates.

Eine wachsende Zahl von Unternehmen in Österreich ist Opfer von Cyberangriffen geworden, wobei laut einer kürzlich von EY Österreich durchgeführten Umfrage ein Drittel der Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren betroffen war.

Die Umfrage, die Antworten von 200 Führungskräften und IT-Sicherheitsexperten aus österreichischen Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitern umfasste, zeigt, dass 36 Prozent der Unternehmen in den letzten fünf Jahren spezifische Anzeichen von Cyberangriffen erlebt haben, was einem Anstieg um vier Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr entspricht. Trotz dieses Anstiegs der tatsächlichen Vorfälle sank das wahrgenommene Bedrohungsniveau bei Entscheidungsträgern von 47 Prozent im Jahr 2025 auf 38 Prozent im Jahr 2026, was fast mit den 35 Prozent im Jahr 2024 übereinstimmt. Phishing bleibt die dominierende Form von Angriffen, während Malware-bezogene Vorfälle einen bemerkenswerten Anstieg verzeichnet haben.

Unternehmen, die künstliche Intelligenz in ihre Cybersicherheitsstrategien einbeziehen, berichteten von signifikant höheren Raten von erkannten Angriffen, etwa 65 Prozent, verglichen mit denen ohne KI-Integration, die bei etwa 29 Prozent lagen. Gottfried Tonweber, Partner und Leiter der Cybersicherheit bei EY Österreich, betonte, dass die sinkende Wahrnehmung von Risiken inmitten steigender tatsächlicher Bedrohungen ein gefährliches Missverständnis darstellt. Er stellte fest, dass Organisationen, die KI nutzen, tendenziell mehr Angriffe erkennen, was die Bedeutung der Sichtbarkeit in effektiven Abwehrmechanismen unterstreicht.

Fast alle befragten Unternehmen verwenden Firewalls und Antivirus-Software, wobei die Nutzung 97 Prozent erreicht. Regelmäßige Sicherheitsupdates werden von 92 Prozent der Befragten verwendet, und die Multi-Faktor-Authentifizierung wird von 88 Prozent implementiert. Notfallpläne und Incident Response Teams haben ein erhebliches Wachstum verzeichnet, das von 57 Prozent im Vorjahr auf 73 Prozent stieg.

Bewusstseinskampagnen und die Modernisierung der Infrastruktur werden jeweils von 80 Prozent der Befragten unterstützt. Etwa die Hälfte der befragten Unternehmen berücksichtigt aktuelle Bedrohungen wie Deepfakes und KI-basierte Angriffe in ihren Strategien, während ein weiteres Viertel dies in naher Zukunft plant. Größere Unternehmen, insbesondere solche, die jährlich über 51 Millionen Euro generieren, sind führend bei der Bewältigung dieser aufkommenden Risiken und integrieren sie zu 100 Prozent in ihre Cybersicherheitsrahmen. Trotz dieser Fortschritte bleiben finanzielle Einschränkungen eine Herausforderung.

Mehr als 40 Prozent der Unternehmen investieren jährlich weniger als 25.000 Euro in Cybersicherheit, sechs Prozent haben kein eigenes Budget und 32 Prozent können ihre Ausgaben nicht quantifizieren. Nur etwa ein Viertel (28 Prozent) rechnet mit einer leichten Erhöhung der Ausgaben in den nächsten zwei Jahren, was darauf hindeutet, dass die Mehrheit der Budgets unverändert bleiben wird. Bernhard Zacherl, Direktor für Cybersicherheit bei EY Österreich, erkannte die ermutigende Ausweitung der Sicherheitsmaßnahmen an, betonte aber die Notwendigkeit einer angemessenen Finanzierung, um die erreichten Schutzniveaus aufrechtzuerhalten. Er wies darauf hin, dass ohne ausreichende Ressourcen, die auf gezielte Initiativen ausgerichtet sind, die erzielten Fortschritte untergraben werden könnten.

Da Unternehmen weiterhin in einer zunehmend komplexen digitalen Landschaft navigieren, wird das Gleichgewicht zwischen wahrgenommenen und realen Bedrohungen bei der Gestaltung wirksamer Cybersicherheitsstrategien von entscheidender Bedeutung bleiben.

1 Berichte

Der Standard logoDer StandardUnabhängigMittevor 18 Std.
Cyberangriffe nehmen zu – jedes dritte Unternehmen in Österreich war bereits betroffen

Der Artikel berichtet über einen Anstieg der Cyberangriffe in Österreich, basierend auf einem Bericht der EY-Organisation. Laut der Studie waren 36 Prozent der Unternehmen in den letzten fünf Jahren von konkreten Angriffen betroffen, was einen Anstieg um vier Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Gleichzeitig sank die Einschätzung der Risiken von Cyberangriffen unter Entscheidern von 47 Prozent im Jahr 2025 auf 38 Prozent im Jahr 2026. Unternehmen, die KI-Technologien in der Cybersecurity einsetzen, erkennen deutlich häufiger Angriffe. Experten warnen vor dem 'gefährlichen Trugschluss', dass wachsende Angriffe nicht entsprechend wahrgenommen werden. Zudem wurde ein positiver Trend bei der Implementierung von Sicherheitsmaßnahmen festgestellt, darunter Firewalls, Antivirensoftware, und Notfallsicherheitsupdates.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert Fakten und Daten zur Steigerung von Cyberangriffen in Österreich, ohne klare politische oder parteiliche Positionen einzunehmen. Es wird keine Seite bevorzugt oder diskreditiert, sondern lediglich Fakten und Expertenmeinungen zitiert. Die Darstellung bleibt neutral und informiert

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