Eine Gruppe von Fischern aus Koper hat lokale Bauern wegen der illegalen Wassergewinnung aus dem Rizana-Fluss scharf gewarnt und sie beschuldigt, zu einem gefährlich niedrigen Wasserspiegel beigetragen zu haben und das Wasserleben zu bedrohen. Die Fischer, die in der Gegend tätig sind, haben auf Facebook eine Nachricht veröffentlicht, in der sie jeden drängen, ohne Erlaubnis Wasser zu schöpfen, um sofort zu stoppen. Sie behaupteten, dass ihre Wachen in Zeiten ausreichenden Flussflusses solche Verstöße ignoriert hätten, aber jetzt, da der Wasserstand kritisch niedrig ist, werden sie Maßnahmen ergreifen. Die Situation hat sich aufgrund der extremen Hitze und des reduzierten Flusses verschärft, was zu gefährlich hohen Wassertemperaturen im unteren Teil des Rizana geführt hat.
Nach Angaben der Fischer hat das Wasser Temperaturen von mehr als 26 Grad Celsius erreicht, wodurch die Fische lethargisch werden und sterben. Sie betonten, dass einige Bauern zwar Waren für den Verkauf produzieren, aber keiner von ihnen wirklich von der Landwirtschaft abhängig ist und daher sowohl sich selbst als auch den Fluss respektieren sollten, indem sie die unbefugte Wasserentnahme einstellen.
Ende Juli warnte die slowenische Wasserverwaltung, dass die Gewinnung von Grundwasser mit Tauchpumpen zur Bewässerung und zur Bewässerung von Vieh eine dramatische Zunahme verzeichnete, die eine ernsthafte Bedrohung für die aquatischen Ökosysteme darstellt. Die Agentur betonte, dass solche Aktivitäten eine Wassergenehmigung erfordern, die eine ökologisch akzeptable Mindestflussrate (Qes) gewährleistet, die zur Erhaltung der Gesundheit des Flusses und seiner Umgebung notwendig ist. Nach dem slowenischen Wassergesetz kann die unbefugte Gewinnung von Wasser zu Geldstrafen von 400 bis 1200 Euro für Einzelpersonen, bis zu 4000 Euro für unabhängige Unternehmer und sogar höheren Strafen für juristische Personen führen.
Die Fischer haben hervorgehoben, dass die gegenwärtigen Bedingungen eine solche Tätigkeit besonders schädlich machen, da die Fähigkeit des Flusses, Leben aufrechtzuerhalten, bereits stark belastet ist. Die Dürrebedingungen in ganz Slowenien haben sich verschärft, und Teile des Landes erleben extrem trockenes Wetter. Daten der slowenischen Umweltbehörde (Arso) zeigen, dass die Niederschlagsmengen in weiten Teilen des Landes unter dem Normalwert liegen, wobei in einigen Regionen weniger als 20% des durchschnittlichen Niederschlags verzeichnet werden. Diese Bedingungen in Kombination mit ungewöhnlich hohen Temperaturen haben die Verdampfungsraten beschleunigt und die Wasserressourcen weiter belastet.
Die lokalen Behörden überwachen die Situation weiterhin genau, aber die Durchsetzung bleibt eine Herausforderung. Bauern, von denen viele auf Bewässerung für Pflanzen und Vieh angewiesen sind, argumentieren, dass sie angesichts der verlängerten Trockenzeit nur begrenzte Alternativen haben. Die Fischer bestehen jedoch darauf, dass der fortgesetzte illegale Wasserverbrauch zu irreversiblen Schäden an dem Flussökosystem führen wird, die möglicherweise sowohl Wildtiere als auch menschliche Gemeinschaften stromabwärts betreffen.
Das Ergebnis dieses Streits wird davon abhängen, ob die lokalen Behörden die bestehenden Vorschriften wirksam durchsetzen können und ob alternative Lösungen, wie effizientere Bewässerungsmethoden oder verstärkte Maßnahmen zum Wasserschutz, unverzüglich angenommen werden.
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