Das Wasserversorgungssystem, das das slowenische Istrien bedient, steht aufgrund extremer Hitze und einer belebten Touristensaison einer beispiellosen Nachfrage gegenüber, was die Rizanski Water Supply Company dazu zwingt, stark auf importiertes Wasser angewiesen zu sein. Am 13. August 2026 hat der tägliche Wasserverbrauch der Region 37.000 Kubikmeter erreicht, was dem Füllung von 15 olympischen Schwimmbädern entspricht. Der durchschnittliche Stromverbrauch liegt bei 430 Litern pro Sekunde, wobei inländische Quellen nur etwa 115 bis 150 Liter pro Sekunde beitragen. Dieser Mangel hat das Unternehmen nach Angaben von Martin Pregelj, Direktor von Rizanski Water Supply, dazu gebracht, weitgehend auf benachbarte Netzwerke angewiesen zu sein.
Die lokale Wasserversorgung stammt hauptsächlich aus unterirdischen Grundwasserleitungen und dem Rizana-Fluss, die sich in dieser Zeit der intensiven Dürre als unzureichend erwiesen haben. Pregelj stellte fest, dass der Fluss effektiv ausgetrocknet ist und fast nichts aus seiner Quelle liefert. Wir tragen den Namen Rizanski Wasserversorgung, aber im Sommer werden wir immer weniger zu einem Wasserversorger, sagte er. Um die Stabilität zu gewährleisten, importiert das Unternehmen Wasser aus angrenzenden Systemen, einschließlich Beiträgen aus der Tržaški Wasserversorgung (10 Liter pro Sekunde), der Kraski Wasserversorgung (100 Liter pro Sekunde) und der istrischen Wasserversorgungs- und Entwässerungsgesellschaft aus Buzet (150 Liter pro Sekunde).
Trotz dieser Bemühungen warnte Pregelj, dass das Netz verwundbar sei. "Unser Netz zieht buchstäblich die Zuverlässigkeit anderer an", erklärte er. "Wenn benachbarte Systeme Störungen erleiden, wäre die Auswirkung unmittelbar". Er lobte jedoch benachbarte Unternehmen für die Modernisierung ihrer Infrastruktur in den letzten Jahren, insbesondere im kroatischen Istrien, wo die Stauseen rechtzeitig gefüllt wurden, um schweren Mangel zu vermeiden.
Inzwischen sucht das Unternehmen aktiv nach langfristigen Lösungen und konzentriert sich auf Infrastruktur-Upgrades und Reparaturen. Jährliche Investitionen stammen aus den Einnahmen, die durch den Betrieb des Netzwerks generiert werden, wobei das System allein im slowenischen Istrien 1.000 Kilometer umfasst. Pregelj betonte, dass die Wasserversorgung schließlich die städtischen Grenzen überschreiten und zu einem nationalen Rückgrat werden muss, ähnlich wie Autobahnen oder das Stromnetz. Er betonte, dass das derzeitige Niveau des Wasserverlusts im Vergleich zu anderen Versorgungsunternehmen im Land akzeptabel ist, obwohl alternde Rohre ständige Wartung erfordern. Experten schauen auf europäische Kohäsionsfonds, um weitere Upgrades und neue Verbindungen zu unterstützen.
Auf die Frage nach potenziellen neuen Wasserquellen schloss Pregelj die Entsalzung von Meerwasser aus, indem er Bedenken hinsichtlich des geschlossenen Ökosystems der Bucht von Tržaški begründete. Stattdessen bewerten Ingenieure fünf mögliche Standorte für neue Stauseen in ganz Istrien. Ein vielversprechender Standort, der in Betracht gezogen wird, ist der Steinbruch von Griža in der Nähe von Rizana, wo die Bergbauaktivitäten bald abgeschlossen werden sollen. Die aufgegebene Ausgrabung könnte in einen großen Stauseen umgewandelt werden, wodurch eine Synergie zwischen Industrie und Wasserwirtschaft entsteht.
Die Situation unterstreicht die dringende Notwendigkeit einer Erweiterung der Speicherkapazität und einer verbesserten regionalen Koordinierung, um eine zuverlässige Wasserversorgung in künftigen Trockenzeiten zu gewährleisten.
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