Die schwere Dürre hat in ganz Slowenien weit verbreitete Schäden an der landwirtschaftlichen Produktion verursacht, wobei in einigen Gebieten Verluste von bis zu 90 Prozent der Ernte gemeldet wurden. Die Landwirte warten auf staatliche Hilfe, während sie sich von den verheerenden Auswirkungen des trockenen Sommers erholen.
Die Krise erstreckt sich über die traditionellen Kulturen hinaus und betrifft den Obstbau, den Weinbau und den Gemüseanbau. Die Folgen sind auch in der Aquakultur und Forstwirtschaft sichtbar, wo die Wasserknappheit zu einer verminderten Produktivität und einer erhöhten Anfälligkeit für Schädlinge und Krankheiten geführt hat.
Er betonte, dass die gegenwärtigen Bedingungen eine kritische Bedrohung für die Ernährungssicherheit darstellen, da die Landwirtschaft für viele ländliche Gemeinschaften die Hauptgrundlage für den Lebensunterhalt darstellt. "Dies ist eine Katastrophe für die Landwirte und den Staat", erklärte er in einem Interview mit dem öffentlichen Rundfunk RTV Slovenija. "Um die unmittelbare Krise zu bewältigen, kündigte Minister Cigler an, dass Interventionsmaßnahmen ergriffen werden, einschließlich direkter finanzieller Hilfe für die betroffenen Landwirte. Er bestätigte, dass der Prozess zur Erstattung der Schäden durch die Dürre und den Frost im vergangenen Jahr bereits begonnen hat, wobei die Zahlungen im August mit 5 Millionen Euro beginnen und die Folgen der diesjährigen Dürre mildern sollen.
Darüber hinaus plant das Ministerium, weitere Mittel aus der Agrarreserve der Europäischen Union anzufordern, um die Kosten im Zusammenhang mit Hitzewellen, Dürren im Frühjahr und anderen extremen Wetterereignissen zu decken. Trotz dieser Bemühungen gibt es immer noch eine einjährige Verzögerung, bevor die Landwirte eine Entschädigung für den Schaden erhalten, den sie in diesem Jahr erlitten haben. Diese Verzögerung wird auf die Notwendigkeit statistischer Beurteilungen der Agrarproduktewerte der Vorjahre zurückgeführt.
Zwei mögliche Lösungen wurden vorgeschlagen: Entweder die Anpassung des Wertes an die Inflation oder die Ausgabe von Vorauszahlungen, gefolgt von detaillierten Berechnungen, sobald offizielle Zahlen verfügbar sind. Er äußerte seine Vorliebe für den letztgenannten Ansatz, der eine schnellere Auszahlung von Mitteln ermöglicht. Zusätzlich zur sofortigen Erleichterung betonte Minister Cigler die Bedeutung vorbeugender Maßnahmen, insbesondere des Ausbaus und der Instandhaltung von Bewässerungssystemen. Er stellte fest, dass das Ministerium für Umwelt und Raumplanung Vorschläge eingeleitet hat, die darauf abzielen, die bürokratischen Verfahren für die Platzierung landwirtschaftlicher Einrichtungen in bestimmten Räumen zu rationalisieren.
Diese Bemühungen zielen darauf ab, Verzögerungen zu verringern und den kleinen Landbesitzern den Zugang zu Subventionen und Anreizen für die Bewässerungsinfrastruktur zu erleichtern. Die Landwirte sind jedoch weiterhin skeptisch gegenüber der Wirksamkeit der derzeitigen Politik. Viele argumentieren, dass die Investitionen in Bewässerungssysteme trotz wiederholter Versprechen nicht mit den wachsenden Klimaproblemen Schritt gehalten haben. Bojan Cajhen, Mitglied des Vorstands des slowenischen Land- und Forstverbands (KGZS), wies darauf hin, dass entschiedenere Maßnahmen erforderlich sind, um die Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Aktivitäten unter zunehmend unberechenbaren Wetterbedingungen zu gewährleisten. Er schlug vor, dass die Regierung stärkere Unterstützung zur Verhinderung zukünftiger Krisen leisten muss.
In der Zwischenzeit hat das Landwirtschaftsministerium in der kommenden Woche einen Feldbesuch in die betroffenen Regionen geplant, der von Minister Cigler selbst geleitet wird. Während dieses Besuchs planen Beamte, das Ausmaß des Schadens zu beurteilen und aus erster Hand Einblicke in die Herausforderungen der Landwirte zu gewinnen. Das Ministerium hat auch zugesagt, mit Nichtregierungsorganisationen und Industriegruppen zusammenzuarbeiten, um umfassende Strategien für die langfristige Widerstandsfähigkeit gegen klimabedingte Risiken zu entwickeln.
Ob die geplanten Maßnahmen ausreichen werden, um den Schaden abzumildern, bleibt abzuwarten, aber die Verpflichtung zur Bewältigung der Krise scheint fest zu stehen.
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