Die 81. Ausgabe der Vuelta a España beginnt heute mit einem Zeitfahren in Monaco, der den Beginn von drei Wochen intensiver Radsportaktivität markiert. Der slowenische Superstar Tadej Pogacar tritt als Favorit in das Rennen ein, nachdem er bereits fünf Siege in der Tour de France errungen hat. Trotz seines Erfolgs bleibt ein Sieg in der Vuelta für den fünfmaligen Champion schwer fassbar. In diesem Jahr will Pogacar nach seinem dritten Platz im Jahr 2019 einen weiteren Titel zu seiner Kollektion hinzufügen. Vier österreichische Fahrer werden am Rennen teilnehmen, darunter Felix Gall, der den zweiten Platz im Giro d'Italia belegte. Gall tritt für das Decathlon-Team an und verlässt sich auf seinen vertrauten Mechaniker Gregor Mühlberger.
Die Präsenz dieser österreichischen Radfahrer verleiht dem diesjährigen Wettbewerb eine bemerkenswerte regionale Dimension. Unter den herausragenden Persönlichkeiten der Radsportgeschichte haben acht professionelle Radfahrer es geschafft, alle drei Grand Tours, den Giro d'Italia, die Tour de France und die Vuelta zu gewinnen. Dazu gehören die französischen Legenden Jacques Anquetil und Bernard Hinault, die italienischen Ikonen Felice Gimondi und Vincenzo Nibali sowie internationale Stars wie der Belgier Eddy Merckx, der Spanier Alberto Contador, der Brit Chris Froome und der Dänen Jonas Vingegaard.
Einer der anspruchsvollsten Abschnitte des Rennens ist der steile Aufstieg auf den Alto de Hazallanas, der mit einer Steigung von 20 Prozent gekennzeichnet ist. Dieser anspruchsvolle Aufstieg muss während der 20. Etappe in der Sierra Nevada-Region zweimal bewältigt werden. Die körperliche und geistige Ausdauer, die für die Navigation in einem solchen Gelände erforderlich ist, unterstreicht die anstrengende Natur der Vuelta. Delio Rodríguez Barros hält den Rekord für die meisten Etappensiege in der Vuelta mit 39 Siegen.
Der dänische Fahrer Jonas Vingegaard gewann die Endwertung, während der österreichische Radfahrer Felix Gall den achten Platz belegte. Diese Zahlen spiegeln die hohe Intensität und den Wettkampfgeist wider, die die Vuelta definieren. Die Vuelta, die jetzt in ihrem 81. Jahr stattfindet, ist die jüngste der drei großen Grand Tours.
Das Rennen erfordert sowohl körperliche Ausdauer als auch strategische Planung, da die Athleten auf der Strecke mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert sind. Professionelle Radfahrer verbrauchen während einer Bergetappe ungefähr 8.000 Kalorien, was zehn Pizzen, vier Schokoladenriegel und vier Flaschen Bier entspricht. Dieser Energieverbrauch ist etwa drei- bis viermal so hoch wie der eines durchschnittlichen Menschen täglich, was die extremen körperlichen Anforderungen an die Teilnehmer unterstreicht.
Diese Zahlen verdeutlichen die einzigartige Herausforderung, die das gebirgige Gelände der Vuelta mit sich bringt. Ein Gesamtpreispool von 1.115.775 € wird unter den Gewinnern verteilt. Der Gesamtgewinner erhält 150.000 €, während jeder Etappensieger 11.000 € verdient. Diese finanziellen Anreize unterstreichen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Rennens und die Chancen, die es für Radfahrer bietet, die ihren Lebensunterhalt durch Leistung sichern wollen.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden