Eine neue Studie hat der langjährigen wissenschaftlichen Debatte über die Ursache des Aussterbens der Dinosaurier vor 66 Millionen Jahren neue Impulse gegeben. Die Forscher sind immer noch uneins darüber, ob die Kreaturen aufgrund einer langwierigen Hungersnot während einer globalen Dunkelheit durch Asteroidentrümmer umgekommen sind oder stattdessen innerhalb von Stunden durch die durch den Einschlag erzeugte intensive Hitze verbrannt wurden. Die jüngsten Erkenntnisse der Purdue University legen nahe, dass die Erde zu einem planetweiten Ofen geworden sein könnte, mit extremen Temperaturen, die Wälder verbrennen und Tiere in wenigen Stunden töten können. Der Asteroidenschlag, der den Chicxulub-Krater im heutigen Mexiko verursachte, war eines der katastrophalen Ereignisse in der Erdgeschichte.
Wissenschaftler sind sich einig, dass das Objekt mit einem Durchmesser von etwa 13 Kilometern den Planeten mit einer solchen Kraft getroffen hat, dass es die gesamte Stadt Zürich und Teile des Zürichsees bedeckt hätte. Seine Geschwindigkeit, etwa 20 Kilometer pro Sekunde, reichte aus, um die Entfernung zwischen Bern und Basel in weniger als vier Sekunden zu überqueren. Diese immense Energie löste massive atmosphärische Störungen aus, einschließlich der Freisetzung riesiger Mengen an Staub und Gasen in die Atmosphäre.
Diese feinen Partikel blockierten das Sonnenlicht und stürzten den Planeten in eine längere Dunkelheit. Ohne Sonnenlicht konnten Pflanzen keine Photosynthese durchführen, was zu einem weit verbreiteten Aussterben führte und letztendlich zu Nahrungsmittelknappheit für pflanzenfressende Dinosaurier führte. Im Laufe der Zeit führte diese Knappheit wahrscheinlich zum Zusammenbruch ganzer Ökosysteme und trug zum Massensterben bei. Einige Forscher argumentieren jedoch, dass die unmittelbaren Auswirkungen des Aufpralls viel verheerender waren.
Bis vor kurzem glaubten Wissenschaftler, dass diese Wärme auf die unmittelbare Nähe des Einschlagortes beschränkt war. Aber die neue Forschung stellt diese Ansicht in Frage und legt nahe, dass die Wärme tatsächlich unter einer Schicht feinen Staubs gefangen war, der sich schnell nach dem ersten Einschlag gebildet hat. Diese Staubschicht wirkte wie ein Deckel auf einem kochenden Topf und verhinderte, dass Wärme in den Weltraum entweicht. Infolgedessen wurde die Erde zu einem riesigen Ofen, wobei die Oberflächentemperaturen dramatisch anstiegen. Laut der Studie war diese Wärme ausreichend, um Wälder und andere Vegetation anzünden, was möglicherweise zu weit verbreiteten Waldbränden führte.
Die Beweise für diese Theorie stammen aus geologischen Proben, die in den Vereinigten Staaten gefunden wurden. Die Forscher beobachteten, dass die größeren Felsfragmente und der feine Staub aus der Ära eher getrennt als gemischt waren, was darauf hindeutet, dass sie zu verschiedenen Zeiten auf die Erde fielen. Dies unterstützt die Idee, dass sich die beiden Arten von Material in der Atmosphäre unterschiedlich verhielten, wobei schwerere Fragmente schnell abstiegen und leichtere Partikel länger verweilten.
Sie weisen auf Muster in den Überlebensraten verschiedener Arten hin, die sich enger mit der Hunger-Hypothese ausrichten. Dennoch bieten die neuen Erkenntnisse eine neue Perspektive auf die unmittelbaren Folgen des Asteroideneinschlags und erhöhen die Komplexität unseres Verständnisses eines der dramatischsten Ereignisse in der Geschichte der Erde.
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