Eine Studie der Ernst-Abbe-Hochschule Jena zeigt, dass die elektronische Patientenakte (ePA) in Deutschland trotz hoher Bekanntheitsgrade kaum genutzt wird. Obwohl 87 Prozent der Befragten die ePA kennen, interessieren sich nur 24 Prozent dafür und haben lediglich 21 Prozent versucht, sich anzumelden. Von diesen scheiterten mehr als die Hälfte, wobei die Forscher eine mögliche Verwechslung mit anderen digitalen Gesundheitsangeboten annehmen. Nur 3,4 Prozent nutzten die ePA mehrfach. Hauptsächliche Gründe für den Abbruch sind ein komplizierter Anmeldeprozess, fehlende Identifizierungsmöglichkeiten und die Länge des Prozesses. Die Nutzung ist stark sozial selektiv: Menschen mit höherem Bildungsstand, jüngere Altersgruppen und Einkommen nutzen die ePA häufiger. Forscher warnen vor der digitalen Hürden, dass nicht die administrative Barrierung schafft, sondern neue Löhne.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert Fakten und Ergebnisse einer Studie ohne klare politische Einflußnahme oder parteiliche Bewertung. Es wird keine Seite bevorzugt oder diskreditiert, sondern lediglich die Daten und Herausforderungen der ePA-Nutzung dargestellt. Der Ton ist objektiv und berichtet neutral über





