Eine neue Studie hat eine überraschende Verbindung zwischen dem Verständnis von künstlicher Intelligenz (KI) und erhöhter Angst vor Arbeitsplatzverlust aufgedeckt.
Die Umfrage, die in Zusammenarbeit mit dem Umfrageunternehmen YouGov durchgeführt wurde, befragte über 2000 Teilnehmer und ergab, dass fast die Hälfte, 43 Prozent, der Befragten mit "sehr guter" KI-Expertise glauben, dass ihre Jobs innerhalb der nächsten Jahre durch KI ersetzt werden könnten. Diese Zahl steht in scharfem Kontrast zur allgemeinen Bevölkerung und deutet darauf hin, dass ein tieferes Engagement für KI-Technologien mit einer größeren Befürchtung hinsichtlich seiner Auswirkungen auf die Beschäftigung korreliert.
Die Studie betont, dass die Bedrohung durch KI-gesteuerte Arbeitsverlagerung nicht auf bestimmte Branchen beschränkt ist, sondern davon abhängt, ob die Arbeit digitalisiert oder automatisiert werden kann. Laut Buxmann sind Berufe wie Anwälte, Softwareentwickler und Social-Media-Spezialisten aufgrund der Art ihrer Aufgaben besonders anfällig. Diese Rollen beinhalten oft die Erstellung von Texten, Analysen, Berichten, Präsentationen oder Codes, die alle von generativen KI-Systemen effizient gehandhabt werden können. Im Gegensatz dazu scheinen Bereiche wie Handwerk oder Gesundheitswesen weniger sofort betroffen zu sein, obwohl sie möglicherweise immer noch mit indirekten Drucken durch technologischen Wandel konfrontiert sind.
Trotz der weit verbreiteten Einführung von KI im täglichen Leben zeigt die Studie eine bemerkenswerte Lücke in der Bereitschaft der deutschen Belegschaft. Nur 15 Prozent der Befragten hatten an KI-bezogenen Trainingsprogrammen teilgenommen, was auf einen Mangel an Vorbereitung bei vielen Fachleuten hinweist. Buxmann wies darauf hin, dass KI zwar neue Arten von Arbeitsplätzen schaffen kann, die Anzahl der verlorenen Positionen jedoch die Gewinne wahrscheinlich überwiegen wird. "Unternehmen und politische Entscheidungsträger müssen diese Ängste durch ehrliche Kommunikation und gezielte Weiterbildung angehen", forderte er.
Jüngere, besser ausgebildete und männliche Arbeitnehmer nutzen eher regelmäßig KI-Tools, was die bestehenden Ungleichheiten beim Zugang zu und Verständnis neuer Technologien verstärkt. Dieser Unterschied wirft Fragen auf, wie verschiedene Gruppen den sich entwickelnden Arbeitsmarkt durch Automatisierung bewältigen werden.
Die Studie ist ein Aufruf an Arbeitgeber und Regierungen, in Bildung und Transparenz über die Zukunft der Arbeit zu investieren.
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