Der 50. Bachmann-Preis, der im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt verliehen wurde, endete mit einer klaren Gewinnerin Lena Schätte. Der Preis, der aufstrebende Talente in der deutschsprachigen Literatur feiert, brachte Schätte sowohl den Hauptpreis als auch den Preis der Öffentlichkeit ein, was einen bedeutenden Meilenstein in ihrer literarischen Karriere markierte.
Schätte's Erzählung konzentriert sich auf eine junge Frau, die das gesellschaftliche Urteil durch Humor, insbesondere in Bezug auf Gewichtswitze, durchläuft, bevor andere anfangen, sie zu verspotten. Diese subtile und dennoch kraftvolle Darstellung hebt den emotionalen Tribut der Marginalisierung und die Widerstandsfähigkeit hervor, die erforderlich ist, um in einer Welt zu überleben, in der die eigene Identität oft von äußeren Kräften diktiert wird. Die Geschichte spiegelt Themen wider, die auch in ihrem Debütroman "Das Schwarz an den Händen meines Vaters" erschienen sind, der 2025 von S. Fischer veröffentlicht wurde. Dieses Buch schaffte es auf die Longlist für den Deutschen Buchpreis und festigte Schätte's Platz in der zeitgenössischen Literatur weiter.
Schätte wurde von Anfang an als starke Kandidatin angesehen. Ihre Aufführung während des zweiten Lesetags des Festivals festigte ihre Position als Favoritin. Die siebenköpfige Jury, die in ihrer Bewertung ihrer Arbeit ungewöhnlich vereint war, lobte die Klarheit und emotionale Tiefe ihres Schreibens.
Schätte, eine ehemalige psychiatrische Krankenschwester aus dem Ruhrgebiet, begann im Jahr 2014 mit dem Schreiben von Fiktion, während sie im Feld arbeitete. Später absolvierte sie eine formale Ausbildung im literarischen Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, wo sie ihr Studium mit der Betreuung von Personen ausbalancierte, die mit Sucht zu kämpfen hatten. Trotz ihres beruflichen Hintergrunds hat Schätte immer ein Gefühl der Demut über ihre literarischen Ambitionen bewahrt.
"In mir steckt immer noch eine kleine Krankenschwester", sagte sie und reflektierte darüber, wie ihre Erfahrungen aus der Vergangenheit ihre Perspektive weiter prägen.
Neben dem Hauptpreis gewann Schätte den BKS-Public Vote Award, der ein Stipendium für den Kärntner Sommer beinhaltet. Dieser doppelte Sieg unterstreicht die breite Anziehungskraft ihrer Arbeit sowohl bei Profis als auch bei der breiten Öffentlichkeit.
Magdalena Schrefel, eine weitere österreichische Autorin, gewann den 3sat-Preis für ihren Text * irsKirschen, Herz mit Verband *.*. Ihre Arbeit, die die Erfahrung der Krankheit erforscht, wurde für ihren poetischen, aber fundierten Ansatz gelobt. Jurorin Laura de Weck lobte den Text, weil er Einblicke in den Kampf gegen die Krankheit bietet und Empfindlichkeit mit rohen Emotionen verbindet. Schrefel, geboren in Korneuburg, hat bereits Anerkennung mit ihrem Roman * Das Blaue Himmel vom * gewonnen, der von Suhrkamp veröffentlicht wurde und für den österreichischen Buchpreis 2025 nominiert wurde.
Weitere bemerkenswerte Gewinner waren Kinga Toth und Ozan Zakariya Keskinkilic, deren Texte ebenfalls hoch gelobt wurden. Der gesamte Ton der Preisverleihung spiegelte eine starke Betonung von Klarheit, emotionaler Resonanz und der Macht der Sprache wider, versteckte Wahrheiten zu offenbaren. Während das Festival weitergeht, bleibt der Fokus auf der Feier von Stimmen, die Normen herausfordern und neue Perspektiven auf den menschlichen Zustand bieten. Mit dem Triumph von Schätte hat der 50. Bachmann-Preis erneut die dauerhafte Stärke der deutschsprachigen Literatur gezeigt.
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