Der Ingeborg-Bachmann-Preis, einer der renommiertesten Literaturpreise im deutschsprachigen Europa, wurde in diesem Jahr am 28. Juni 2026 während der 50. Ausgabe der Tage der deutschen Literatur in Klagenfurt, Österreich, verliehen.
Der diesjährige Gewinner war Lena Schätte, eine 32-jährige Autorin aus Nordrhein-Westfalen, die sich durch ihre emotional starke Erzählung über zwei übergewichtige Highschool-Freunde, die sich in sozialer Ausgrenzung befinden, von ihren Mitbewerbern abhebt.
Der Gewinnertext von Lena Schätte mit dem Titel "Was wir tragen" beschreibt die Freundschaft zweier sozial marginalisierter Mädchen, die in der Highschool durch ihr Leben kämpfen. Ihre Arbeit wurde von der Jury für ihre emotionale Tiefe und ihre Fähigkeit gelobt, Themen der Marginalisierung anzusprechen, ohne auf Anschuldigungen oder Moralisierungen zurückzugreifen. Juror Thomas Strässle beschrieb das Stück als "existentielles Gewicht" und betonte seine Bedeutung und seinen literarischen Wert.
Der Wettbewerb findet seit 1977 jährlich im Rahmen der Tage der deutschen Literatur in Klagenfurt statt. In diesem Jahr wurde der Hauptpreis mit einer Geldsumme von 30.000 Euro vergeben, während der Öffentlichkeitspreis ein Schreibstipendium beinhaltete. Schätte erhielt beide Auszeichnungen, was die Resonanz ihrer Arbeit sowohl bei der Jury als auch beim Publikum unterstreicht.
Weitere bemerkenswerte Gewinner der Veranstaltung waren die ungarische Dichterin und Performancekünstlerin Kinga Toth, die den Kelag-Preis im Wert von 15.000 Euro für ihr Stück *OstblockMädl* erhielt. Der Text untersuchte Themen der Arbeitsmigration, Identität und Sprache durch eine musikalische Komposition. Die österreichische Theaterschriftstellerin Magdalena Schrefel gewann den 3sat-Preis (7.500 Euro) für ihre Geschichte *Kirschen, Herz mit Verband*, in der sie sich mit dem Kampf einer Erzählerin befasste, offen über ihre Brustkrebsdiagnose zu sprechen.
Ein weiterer Empfänger war der deutsche Autor und Politikwissenschaftler Ozan Zakariya Keskinkilic, dessen Beitrag *Vater ohne Sohn* die komplexe Beziehungsdynamik eines schwulen Vaters untersuchte, der seiner jungen Geliebten mehr Aufmerksamkeit schenkt als seinem Sohn.
Die Preisverleihung fiel mit dem hundertjährigen Jubiläum von Ingeborg Bachmann zusammen, der österreichischen Dichterin und Prosa-Schriftstellerin, nach der der Preis benannt ist. Bachmann, bekannt für Werke wie *Die gestundete Zeit* und *Malina*, bleibt eine der bedeutendsten Figuren der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts. Die Veranstaltung beinhaltete auch eine Eröffnungsrede der vorherigen Gewinnerin Helga Schubert, die den Preis 2020 im Alter von 80 Jahren erhalten hatte. Schubert betonte, wie der Erhalt des Bachmann-Preises als transformativer Meilenstein in der Karriere eines Schriftstellers dienen kann.
Die Atmosphäre um die Veranstaltung herum wurde als düster und schwer beschrieben, wobei viele Teilnehmer und Beobachter nach den intensiven emotionalen Darbietungen und Diskussionen ein anhaltendes Gefühl der Melancholie verspürten. Trotz der Schwere des Themas zog der Wettbewerb weiterhin beträchtliches Interesse und Bewunderung sowohl von Kritikern als auch von Lesern auf sich. Als sich der 50. Jahrestag des Wettbewerbs näherte, unterstrich die Veranstaltung die anhaltende Relevanz, gesellschaftliche Probleme durch Literatur anzugehen, während sie das Vermächtnis von Ingeborg Bachmann ehrte und weiterhin neue Stimmen in der literarischen Welt erhob.
6 Berichte
Die ZeitUnabhängigMittevor 5 Tagen Ingeborg-Bachmann-Preis: Das war die HärteDer Artikel behandelt die kürzlich in Klagenfurt stattgefundene Ingeborg-Bachmann-Preis-Literaturpreisverleihung und hebt die düstere und emotional schwere Atmosphäre hervor, die die Teilnehmer in den letzten fünf Tagen erlebt haben.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel beschreibt das literarische Ereignis ohne eine bestimmte Perspektive oder Ideologie zu bevorzugen.
Tagesschau (ARD)Staatlich / öffentlichMittevor 5 Tagen Deutsche Autorin Lena Schätte gewinnt Bachmann-PreisDie deutsche Autorin Lena Schätte hat den Ingeborg-Bachmann-Preis an den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt (Österreich) gewonnen. Ihr Siegerbeitrag mit dem Titel "Was wir tragen" untersucht die Freundschaft zwischen zwei übergewichtigen Gymnasiasten, die mit sozialer Ausgrenzung konfrontiert sind. Die Jury lobte ihre Arbeit für ihre emotionale Tiefe und ihre nuancierte Darstellung der Marginalisierung ohne offene Kritik. Schätte, 32 Jahre alt, lebt in Altena, Nordrhein-Westfalen, und arbeitete zuvor als psychiatrische Krankenschwester, bevor sie sich der Literatur widmete. Sie war zuvor mit ihrem Roman "Das Schwarz an den Händen meiner Vaters" für den Deutschen Buchpreis nominiert worden.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): In dem Artikel wird die Verleihung des Ingeborg-Bachmann-Preises als ein kulturelles Ereignis dargestellt, das sich eher auf literarische Leistungen als auf politische Kontroversen konzentriert.
Die ZeitUnabhängigMittevor 5 Tagen Literaturwettbewerb: «Unübertrefflich» - Lena Schätte gewinnt 50. Bachmann-PreisLena Schätte, eine 32-jährige Autorin aus Nordrhein-Westfalen, gewann den 50. Ingeborg-Bachmann-Preis für ihre sensible literarische Arbeit über zwei übergewichtige Freunde, die die High School als Außenseiter durchlaufen. Ihr Stück mit dem Titel "What We Carry" wurde von den Juroren für seine emotionale Tiefe und literarische Bedeutung gelobt. Schätte erhielt auch den Publikumspreis, der ein Schreibstipendium beinhaltet. Das Thema Sichtbarkeit und gesellschaftliche Vernachlässigung übergewichtiger Individuen stand im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Weitere Gewinner waren der ungarische Dichter Kinga Toth, der österreichische Dramatiker Magdalena Schrefel und die deutsche Schriftstellerin Ozan Zakariya Keskinlicki, deren Werke sich auf Themen wie weibliche Autonomie, Brustkrebs und LGBTQ+-Familiendynamik konzentrierten.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel konzentriert sich auf einen literarischen Wettbewerb und nimmt zu keinem politischen Thema eine klare Haltung ein. Er bietet eine ausgewogene Berichterstattung über die Veranstaltung und hebt die Themen der Gewinnerwerke hervor, ohne offen eine bestimmte Perspektive zu bevorzugen.
taz – die tageszeitungUnabhängigMittevor 5 Tagen Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt: Lena Schätte gewinnt Bachmann-Preis 2026Der Artikel berichtet, dass Lena Schätte, eine deutsche Schriftstellerin aus Nordrhein-Westfalen, den Ingeborg-Bachmann-Preis 2026 in Klagenfurt, Österreich, gewonnen hat. Der Preis, der Teil der 50. Tage der deutschsprachigen Literaturveranstaltung ist, wurde Schätte aus 13 anderen Kandidaten verliehen. Ihr Siegerwerk mit dem Titel "Was wir tragen" erforscht die Freundschaft zwischen zwei übergewichtigen Gymnasiasten, die mit sozialer Ausgrenzung konfrontiert sind. Schätte erhielt auch den Publikumspreis. Die Jury lobte ihre Arbeit, weil sie Themen der Marginalisierung ohne Urteil anspricht. Schätte, die es zuvor auf die Longlist für den Deutschen Buchpreis geschafft hatte, wird von ihrem Sieg als überwältigt beschrieben. Der Artikel erwähnt auch andere Gewinner, wie die ungarische Performance-Künstlerin und Dichterin Kinga Tothg, die den Preis gewonnen hat.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert einen neutralen Bericht über einen literarischen Preis, der sich auf die Arbeit und den Hintergrund des Gewinners konzentriert, ohne eine politische Haltung einzunehmen.
Der SpiegelUnabhängigMittevor 5 Tagen Bachmann-Preis: Lena Schätte gewinntLena Schätte, a 32-year-old author from North Rhine-Westphalia, has won the prestigious Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt, Austria. The award, worth €30,000 this year, was given for her text 'What We Carry,' which poignantly portrays the friendship between two overweight high school girls who face social exclusion. Schätte also received the audience prize. Juror Thomas Strässle praised her work for addressing themes of marginalization without judgment or didacticism. Schätte previously published her novel 'Ruhrpottliebe' in 2014 and worked as a psychiatric nurse before starting a literature degree in Leipzig. Her recent novel 'The Black on My Father's Hands' earned her multiple awards. Meanwhile, Hungarian poet and performance artist Kinga Toth won the Kelag-Preis for her musical text 'East Block Girl,' exploring migration, identity, and language.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): The article reports on a literary award ceremony, focusing on the winner's work and background. It provides balanced information without overtly favoring any political perspective. The content centers on cultural and artistic achievements rather than directly engaging with political issues, though a
Der SpiegelUnabhängigMittevor 5 Tagen Lena Schätte gewinnt Bachmann-PreisLena Schätte, a German author from North Rhine-Westphalia, has won the prestigious Ingeborg-Bachmann-Preis awarded by the city of Klagenfurt, Austria. The prize, worth €30,000 this year, was awarded for her text 'What We Carry,' which poignantly portrays the friendship between two overweight high school girls who face social exclusion. Schätte also received the audience award. Juror Thomas Strässle praised her work for addressing themes of marginalization without judgment or didacticism. Schätte previously published her novel 'Ruhrpottliebe' in 2014 and worked as a psychiatric nurse before starting a literature degree at the German Literary Institute in Leipzig. Her recent novel 'The Black on My Father's Hands' earned her multiple awards. Meanwhile, Hungarian poet and performance artist Kinga Toth won the Kelag-Preis (€15,000) for her piece 'East Block Girl,' exploring migration, identity, and language.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): The article provides a balanced overview of the literary awards without taking a stance on political issues. It focuses on cultural achievements and does not involve political controversy, debate, or policy discussion.
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