Matthew Cumming, einem Mann, bei dem 2020 Prostatakrebs im vierten Stadium diagnostiziert wurde, fand unerwartete Freude an einer einfachen Tat, indem er seine Lebensgeschichte mit einem freiwilligen Biographen teilte.
Trotz seiner Diagnose lebte er das Leben in vollen Zügen, reiste mit einem Wohnmobil durch das Land, besuchte kulturelle Veranstaltungen und war Zeuge der Leistungen seiner Tochter. Seine Gesundheit nahm jedoch eine Wendung, als sich Krebs auf sein Gehirn ausbreitete, was zu einem Schlaganfall nach einer Operation führte. Diese Veränderung zwang ihn, seine Prioritäten neu zu bewerten, aber er blieb weiterhin verpflichtet, sich an Aktivitäten zu beteiligen, die er liebte.
Er beschrieb den Prozess als ein Gefühl von Zweck und hilft ihm, die Bedeutung seiner Lebenserfahrungen zu erkennen. "Ja, ich habe einige großartige und interessante Dinge getan", bemerkte er und drückte Stolz auf seine Leistungen aus. Emma Rossi, die Managerin der Biographie-Dienste des Programms, bemerkte, dass Cummings Zögern nicht ungewöhnlich war, besonders bei älteren Personen, die sich oft auf Pflege-Rollen statt persönlicher Leistungen konzentrierten. Sie erzählte, wie sie die Teilnehmer an vergangene Leistungen erinnern würde, wie zum Beispiel im Alter von 21 Jahren durch Afrika zu gehen, um sie zu ermutigen, über ihr Leben nachzudenken.
Diese Geschichten, so erklärte sie, könnten als Inspiration für jüngere Generationen dienen und die Wichtigkeit der Wertschätzung von Möglichkeiten und des sinnvollen Lebens betonen. Das Programm, das seit 12 Jahren in Betrieb ist, hat sich kürzlich mit der Universität Notre Dame zusammengetan, um Forschungen durchzuführen, die darauf abzielen, die von Mitarbeitern, Patienten, Familien und Freiwilligen berichteten anekdotischen Vorteile zu bestätigen. Die Ergebnisse werden voraussichtlich noch in diesem Jahr veröffentlicht.
Das Konzept wurde vor 20 Jahren von Freiwilligen der Eastern Palliative Care in Melbourne in Australien eingeführt. Penelope Di Sario, Koordinatorin der Freiwilligen der Eastern Palliative Care, hob den therapeutischen Wert dieser Sitzungen hervor und stellte fest, dass sie helfen, das Gefühl der Isolation und Depression zu lindern, wenn sich Patienten zu bloßen medizinischen Fällen reduziert fühlen.
Die Freiwilligen der Eastern Palliative Care sind darauf trainiert, dem Vorbild des Patienten zu folgen, sei es, dass sie ein Leben lang Erfahrungen erzählen, einen bestimmten Moment festhalten oder sogar Erinnerungsstücke für Angehörige schaffen. Sie verzichten darauf, sachliche Ungenauigkeiten zu korrigieren und konzentrieren sich stattdessen auf die emotionale Resonanz der Erzählung. Stimmenaufnahmen werden auch gemacht, um sicherzustellen, dass Familienmitglieder das Vermächtnis des Einzelnen weiterführen können. Di Sario betonte, dass die Flexibilität des Programms verschiedene Ausdrücke von Identität und Erinnerung ermöglicht. Einige Teilnehmer nutzen die Gelegenheit, Briefe zu entwerfen, Lobreden zu formen oder persönliche Sammlungen zu erstellen.
Die Forschung unter der Leitung von Dr. Karly Edgar hat gezeigt, dass solche Interaktionen ein Gefühl der Transzendenz vermitteln können, so dass sich Individuen auch in ihren letzten Tagen gesehen und geschätzt fühlen. Mit fast 2000 fertiggestellten Biographien ist Eastern Palliative Care die größte Organisation ihrer Art weltweit.
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