Die Situation hat die Besorgnis über die Risiken für die öffentliche Gesundheit im Zusammenhang mit dem großen Zustrom von Einwanderern ohne Papiere in die spanische Enklave, die an die Grenze zu Marokko grenzt, verstärkt. Der Anstieg der medizinischen Fälle kommt inmitten von Berichten über eine erhebliche Anzahl von Personen, die Ceuta betreten, hauptsächlich durch informelle Überfahrten in der Nähe der Grenze.
Diese beispiellose Flut hat die lokale Infrastruktur, einschließlich der Gesundheitsdienste, überfordert, was zu einem erhöhten Druck auf die Notfallversorgungseinrichtungen geführt hat. Gesundheitsbeamte haben das Vorhandensein von ansteckenden Krankheiten wie Krätze, Tuberkulose und Magen-Darm-Infektionen sowie einzelne Fälle von Windpocken bestätigt. Diese Bedingungen haben Alarm über mögliche Ausbrüche ausgelöst, insbesondere angesichts der vorübergehenden Natur vieler Migranten, die keine stabile Unterkunft oder Zugang zu regelmäßiger medizinischer Versorgung haben.
In einem Interview mit Europa Press zitierte Feijóo Gespräche mit Vertretern des Ärzte- und des Krankenpflege-Kollegiums in Ceuta, die ihn über die Schwere der Situation informierten. Sie hoben die Ausbreitung von Infektionskrankheiten hervor und betonten, dass das Risiko, dass sich Tausende von Personen frei durch die Stadt bewegen und viele keine Unterkunft oder grundlegende Hygiene haben, zu einer weit verbreiteten Ansteckung führen könnte.
Feijóo kritisierte die Verzögerung der Intervention von Gesundheitsministerin Mónica García und beschuldigte sie, 17 Tage gebraucht zu haben, um Ceuta zu besuchen, obwohl sie Zugang zu epidemiologischen Daten hatte, die auf die Bedrohung hindeuteten. Er argumentierte, dass eine solche längere Abwesenheit inakzeptabel sei, insbesondere in einer Zeit, in der die Region mit erhöhten gesundheitlichen Herausforderungen konfrontiert sei.
Zur Bewältigung der unmittelbaren Gesundheitsprobleme hat das Gesundheitsministerium am Montag, den 24. August, eine dringende Telefonkonferenz mit den regionalen Behörden einberufen, um über den schnellen Einsatz von Impfstoffen zu diskutieren. Das Treffen zielt darauf ab, Solidaritätsmechanismen für die Impfstoffverteilung zu aktivieren und die Immunisierung gegen Krankheiten wie Masern, Windpocken, Polio, Tetanus und Diphtherie zu priorisieren.
Separat hat Feijóo seine Opposition gegen die Einbeziehung von Kindern in das aktuelle Hilfspaket für Ceuta zum Ausdruck gebracht und argumentiert, dass die Europäische Union und Spanien die Rückkehr von Minderjährigen nach Marokko priorisieren müssen. Er hat eine beschleunigte Rückführung gefordert und vorgeschlagen, dass Kinder entweder zu ihren Familien zurückkehren oder unter marokkanische Kinderfürsorgebehörden gestellt werden sollten, wenn familiäre Beziehungen unklar sind.
Mit mehr als 600 medizinischen Interventionen, die bereits registriert wurden, und laufenden Diskussionen über Eindämmungsmaßnahmen wird in den kommenden Tagen wahrscheinlich entschieden, wie effektiv Spanien diese komplexe und sich entwickelnde Herausforderung bewältigen kann.
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