Eigentlich gilt Linux Mint als das klassische Einsteiger-Linux, aber Zorin OS gewann in den letzten Jahren immer mehr Fans dazu. Besonders praktisch für Umsteiger: die Hilfe beim Installieren von Windows-Software. c’t 3003 hat sich angeschaut, ob Zorin OS halten kann, was es verspricht.
Transkript des Videos
(Hinweis: Dieses Transkript ist für Menschen gedacht, die das Video oben nicht schauen können oder wollen. Der Text gibt nicht alle Informationen der Bildspur wieder.)
Guckt mal hier, das ist das vielleicht umsteigerfreundlichste Linux, was es gerade gibt. Das Teil kann nämlich aussehen wie macOS oder Windows mit so Startmenü, smoothem Fenster-Management, und wenn ich hier eine .exe-Datei installieren will, was ja auf Linux gar nicht geht, poppt ein Fenster auf, was mich direkt zur richtigen Version bringt. Sehr, sehr nice. Das hier ist Zorin OS und das ist an allen Ecken und Enden darauf ausgelegt, den Umstieg auf Linux so entspannt und einfach wie möglich zu machen. Das zumindest versprechen die Macher. Zusätzlich läuft das Teil richtig schön schnell und bringt mit einem modifizierten Gnome eine für Einsteiger super einfach zu bedienende Desktop-Umgebung mit. Keno und ich haben uns das Teil für euch mal angeschaut und in diesem Video zeigen wir euch, wie sich das OS im Vergleich zu den anderen gängigen Playern anfühlt und ob es wirklich so einsteigerfreundlich ist, wie es sein will. Bleibt dran!
Liebe Hackerinnen, liebe Internet-Surfer, herzlich willkommen hier bei…
Also, wir haben ja schon einige Videos zur einsteigerfreundlichen Linux-Distribution gemacht, darunter Linux Mint, Pop!_OS und CachyOS. Aber keins davon schreibt sich so doll auf die Fahne, gut für den Linux-Einstieg geeignet zu sein, wie Zorin OS. Das geht direkt auf der Website los. Die sieht mal so richtig untypisch nicht nach Open-Source-Linux-Kram aus und da stehen so Sachen wie: „Zorin OS ist die Alternative zu Windows und macOS. Ein Desktop, den du schon bedienen kannst.“ Okay, das sind dicke Ansagen.
Was ein bisschen verwirrend ist: Wenn man hier auf Download klickt, wird einem eine Pro-Version vorgeschlagen, bei der es mehr Desktop-Layouts gibt und die 47,99 Euro kosten soll. Aber was soll das? Das ist doch Linux. Ich glaube, ich muss sofort einen wütenden Kommentar ins heise-Forum schreiben. Nee, Spaß beiseite. Die Pro-Version hat einfach out of the box mehr Programme am Start, die man sich mit der kostenlosen Core-Version aber halt auch manuell einfach dazu installieren könnte. Und die zusätzlichen Desktop-Layouts kann man sich in der Theorie auch selber bauen. Aber wofür gibt's die Pro-Version dann? Ja, die ist eher dafür da, die Entwickler zu unterstützen, falls man das will.
Also, Zorin OS ist, wie es sich gehört, kostenlos, Open Source, basiert auf Ubuntu und wird von einem Team in Irland entwickelt. Kleinere Updates gibt's alle sechs Monate, große alle zwei Jahre. Bei Distributionen wie CachyOS, die auf Arch Linux basieren, gibt es ständig Updates. Rolling Release heißt das. Damit ist man dann zwar immer aktueller, aber das ist natürlich auch anfälliger für vorübergehende Bugs. Für Linux-Einsteiger ist also ein fester Update-Schedule ein bisschen stabiler und dadurch auch eventuell einsteigerfreundlicher.
Ah, ganz kurz: Ihr fragt euch vielleicht, wie oft wechseln die bei c't 3003 eigentlich ihr Betriebssystem? Zu oft. Aber das nicht nur, weil wir süchtig danach sind, sondern auch, um die für euch auszuprobieren, damit ihr das nicht machen müsst und das für euch passende Linux aussuchen könnt. Also, als normaler Mensch sollte man natürlich nicht ständig das Betriebssystem wechseln, auch Distro-Hopping genannt, außer man hat da halt richtig Bock drauf. Ein bisschen Spaß macht das ja auch.
Einsteigerfreundlicheres Gnome
Ja, und so sieht das Ding nach der Installation aus. Als Desktop-Environment, also das Gesamtpaket, was die Oberfläche und die Bedienung bildet, läuft hier per Default der Zorin Desktop, eine modifizierte Version von Gnome. Das ist die zweitgrößte Desktop-Umgebung neben KDE Plasma. Man kann sich aussuchen, ob der aussehen soll wie Windows, hier mit einem Startmenü links, wie macOS mit den Symbolen hier in der Mitte oder mehr wie das Original-Gnome, ganz ohne Leiste unten. Und Gnome-typisch fühlt sich das alles sehr, sehr geschmeidig an. Also zumindest nach ein paar kleinen Startschwierigkeiten, aber zu den Problemen komme ich später noch.
Der Zorin Desktop ist wirklich sehr schön clean und hat im Gegensatz zum Vanilla-Gnome ein paar Sachen am Start, mit denen sich frische Umsteiger direkt etwas mehr zu Hause fühlen. Zum einen gibt's so Windows-artiges Fenster-Management. Also so in die Ecken und an die Ränder snappen, das geht auch bei Gnome, aber wenn man sich ein Fenster schnappt und oben an den Bildschirmrand zieht, öffnet sich hier noch so ein kleines Menü mit einer Auswahl von Anordnungsmöglichkeiten, wie man Fenster im Bild platzieren will. Also fast genau gleich wie bei Windows. Das funktionie…
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