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WorldSports3 days ago

World Cup fever? This is the mood in the United States, Mexico and Canada

The World Cup in the United States, Mexico, and Canada features extreme contrasts in local mood. In New York, large crowds celebrated the first NBA title win by the New York Knicks in 53 years, overshadowing football-related events. The article notes that even on days without major historical events, the World Cup receives limited attention compared to other happenings.

XXL-Turnier in drei Ländern

WM-Fieber? So ist die Stimmung vor Ort

Stand: 18.06.2026 • 17:21 Uhr

Die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada ist auf vielen Ebenen die WM der Superlative. Aber ist sie auch die WM der guten Stimmung? Die Eindrücke vor Ort sind höchst unterschiedlich.

Von Mark Weidenfeller

New York erlebte am ersten WM-Samstag einen Abend im Ausnahmezustand. Rund um den Times Square feierten Tausende in Trikots gekleidete Menschen spontan eine Riesen-Party, es wurde gesungen und getanzt, hin und wieder flossen auch Tränen. Optisch umrahmt wurde die Massen-Ekstase von immer wieder entzündeten Pyro-Fackeln und dicken Rauchschwaden. Der " Big Apple " macht seinem Namen alle Ehre: In dieser Nacht ging wirklich niemand schlafen.

Der Grund für die großen Emotionen war aber nicht etwa der 4:1-Auftaktsieg der US-Nationalmannschaft gegen Paraguay. Auch der Geburtstag von Donald Trump spielte keine Rolle. Die Menschen auf den New Yorker Straßen zelebrierten den ersten NBA -Titelgewinn der New York Knicks seit 53 Jahren. Die Fußball-WM war (und ist) da nur eine Randnotiz.

In New York sorgen nur die Preise für erhöhten Puls

Eine Beobachtung, die laut der Sportschau-Reporterinnen und -Reporter in den USA auch für Tage ohne geschichtsträchtige Ereignisse gilt. In den New Yorker Touri-Shops hängen zwar hier und da Trikot-Imitate von Lionel Messi oder Kylian Mbappé, auf den großflächigen LED-Anzeigen laufen Werbe-Filme zur Fußball-WM. Wer genau hinsieht, entdeckt auch mal Menschen in Trikots verschiedener Länder. Insgesamt spielt die WM in der Stadt aber keine Rolle. WM-Fieber? Fehlanzeige.

Für erhöhte Temperatur sorgen in New York höchstens die üppigen Preise. Eine Fahrt im Fan-Zug von New York zum Stadion in New Jersey kostet pro Person 98 Dollar. Alternativ ist natürlich auch die Anreise mit dem Auto möglich, einen Parkplatz in einer angrenzenden Mall gibt es zum Unkostenbeitrag von 220 Dollar. Der kleine Hunger kann mit einem Hot Dog für 14 oder einem Burger plus Softdrink für 21 Dollar gestillt werden. Wer auch in den USA nicht auf sein Stadionbier verzichten möchte, ist mit 16 Dollar dabei.

Die "Tartan Army" reißt es raus

Bessere, weil niedrigere, Preise gibt es dank des milliardenschweren Unternehmers Arthur Blank zumindest in Atlanta. Blank, dem nicht nur das Stadion, sondern auch gleich das ganze Football-Team gehört, stellte sich gegen die Wucherpreise der FIFA und setzte sich für eine fanfreundlichere Preisgestaltung ein. Ein Bier gibt es nun für neun, einen Cheeseburger für fünf Dollar. Na immerhin.

Schottland-Fans an Bord bei einer Bootsfahrt vom Hafen von Boston aus

Was ein Milliardär für die Bierpreise ist, sind die schottischen Fans für die Stimmung. Sobald die " Tartan Army " irgendwo auftaucht, steigen die Pegel und die gute Laune. In Boston berichteten Bar-Besitzer von umsatzstärksten Nächten aller Zeiten und leergetrunkenen Bier-Reserven. In allen anderen Städten – sei es Los Angeles, Houston oder Miami – ist die WM im Alltag aber quasi nicht präsent.

Zumindest beim Spiel der deutschen Elf gegen Curacao, das ist auch in der zweiten Folge von "Eure WM" zu sehen , war die Atmosphäre ausgelassen. Richtig Aufruhr gibt es aber eigentlich nur, wenn Cristiano Ronaldo irgendwo am Strand auftaucht oder tatsächlich mal den Ball berührt. Siuuu!

Kanada gibt sich alle Mühe

Deutlich fußballbegeisterter, das dürfte auch die Fans der deutschen Nationalmannschaft freuen, präsentiert sich bislang Kanada. In den WM-Spielorten Toronto und Vancouver gibt es in den Bars nicht nur Fernseher, auf denen die Spiele zu sehen sind. Im Gegensatz zu den meisten Städten in den USA sitzen dort tatsächlich auch Menschen davor. Geschmückte Straßen und Häuserfassaden machen deutlich, dass ein großes Turnier im Land stattfindet.

Eishockey wird im Land des Ahornsirups immer die Nummer eins bleiben. In Kanada, wo die DFB-Elf am Samstag (22 Uhr) auf die Elfenbeinküste trifft, fühlt man sich als Fußball-Fan aber zumindest nicht als Außenseiter. Die Welt zu Gast bei Sport-Freunden.

Mexiko zeigt, wie es geht

Der eindeutige Gewinner des inoffiziellen Stimmungs-Rankings ist aber erwartungsgemäß Mexiko. Die Spiele im Aztekenstadion waren bislang die atmosphärischen Highlights, die mexikanischen und vor allem auch die kolumbianischen Fans hinterließen akustisch den mit Abstand besten Eindruck. Optisch dominiert im ganzen Land die Farbe Grün.

Und auch in Sachen Emotionalität außerhalb des Rasens toppt Mexiko bislang alles. Die Geschichte des kleinen Santi, der in Ermangelung eines Trikots in einen grünen Weihnachts-Pulli schlüpfte, um zumindest farblich inmitten der Fans nicht aufzufallen, und so die Herzen von Millionen Fußball-Fans eroberte, ist bislang die wohl rührendste Story des Turniers.

Nachdem ein Foto des kleinen Jungen viral ging, machte sich ein TV-Sender auf die Suche nach Santi und lud ihn schließlich in eine Live-Sendung ein. Dort bekam er ein Trikot der Nationalelf überreicht, inklusive einer…

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Tagesschau (ARD)State / PublicCenter3 days ago
World Cup fever? This is the mood in the United States, Mexico and Canada

The World Cup in the United States, Mexico, and Canada features extreme contrasts in local mood. In New York, large crowds celebrated the first NBA title win by the New York Knicks in 53 years, overshadowing football-related events. The article notes that even on days without major historical events, the World Cup receives limited attention compared to other happenings.

Bias read (Center): The article provides a factual account of public reactions to the World Cup in different locations, with no evident ideological framing or biased language. It focuses on observable events and does not take a stance on political issues.