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AustriaSports13 days ago

Why is Donald Trump attacking the Chagos Islands?

The article discusses U.S. President Donald Trump's proposal to purchase the Chagos Islands in the Indian Ocean, highlighting their strategic importance in geopolitical competition with Russia and China. It compares this situation to Trump's previous interest in Greenland, emphasizing the significance of control over key regions. The article notes the islands' size relative to areas in Vienna and mentions their status as a point of contention internationally.

Indischer Ozean

Wieso greift Donald Trump nach den Chagos-Inseln?

Zuerst wetterte der US-Präsident gegen die geplante Übergabe Großbritanniens an Mauritius, nun will er die Inseln kaufen

Kim Son Hoang

Eine Luftaufnahme von Diego Garcia, einem geostrategischen Zankapfel.

Es geht um 56 bis 63 Quadratkilometer, je nachdem, wo genau man die Abgrenzung vornimmt. Von einem Wiener Standpunkt aus betrachtet sind das Favoriten und Simmering zusammen, dann noch Teile von oder ganz Währing – und im Maximalfall noch die Innere Stadt obendrauf. Die Chagos-Inseln mitten im Indischen Ozean sind international mal wieder in aller Munde. Aktuell hat US-Präsident Donald Trump vorgeschlagen, sie zu kaufen . Was hat es mit den insgesamt sieben Atollen auf sich?

Ähnlich wie schon bei den von Trump angestoßenen Kontroversen um Grönland geht es hier um Geopolitik, um Einflusssphären, darum, wer in strategisch wichtigen Regionen Macht ausüben kann. Die Rivalen der USA: Russland, vor allem aber China.

Neue Möglichkeiten in der Arktis

Was Grönland betrifft, wo Trump ja zwischendurch sogar mit militärischer Gewalt gedroht hatte, um die Insel dem Nato-Verbündeten Dänemark zu entreißen, geht es hier vor allem um Einfluss in der Arktisregion. Die Eisschichten schmelzen aufgrund des Klimawandels zunehmend und machen die dortigen Meere zugänglicher und dadurch auch interessanter für Super- und Großmächte, etwa hinsichtlich neuer Schiffsrouten. Auch ist es nun möglich, an bisher unzugängliche Bodenschätze wie Seltene Erden oder Öl sowie Gas zu gelangen.

Russland ist mittendrin, seine militärische Infrastruktur in der Arktis auszubauen, auch China investiert eine Menge in die Region. Trump will mithilfe der größten Insel der Welt seine Position dort stärken. Wie er vorgeht, ist diplomatisch und politisch betrachtet allerdings mehr als fragwürdig. Und auch jetzt legt er sich wieder mit einem Nato-Verbündeten an.

Vor mehr als 200 Jahren übernahmen die Briten Mauritius und damit auch die Chagos-Inseln, nachdem Napoleon verloren und abgedankt hatte. Diese Übergabe war 1814 im Pariser Friedensvertrag festgelegt worden.

Von Mauritius abgetrennt

Als Anfang der 1960er Jahre absehbar war, dass Mauritius im Zuge der Dekolonialisierung bald unabhängig werden würde, hat die Regierung in London das Chagos-Archipel einfach von der Kolonie abgetrennt und daraus das "British Indian Ocean Territory" gemacht.

Ausgegangen war die Initiative dafür von den USA. Der Gedanke dahinter: Eben durch die Dekolonialisierung befürchteten die Strategen in Washington inmitten des Kalten Kriegs gegen die Sowjetunion Komplikationen bei vielen ihrer Auslandsstützpunkte. Gerade im Indischen Ozean wurde eine Schwachstelle geortet, und man versuchte, dort eine feste US-Basis zu installieren.

Schnell kam man auf Diego Garcia, das größte Atoll des Chagos-Archipels. Dort hatte Großbritannien seit dem Zweiten Weltkrieg bereits eine kleine Militärbasis. Die geopolitischen Vorteile waren offensichtlich, liegt Diego Garcia doch grundsätzlich zwischen Afrika, der Arabischen Halbinsel, Indien und Australien.

Macht projizieren

Auch sind unter anderem die beiden wichtigen Handelsrouten, die Bab al-Mandab-Meerespassage als auch die Straße von Malakka nur wenige tausend Kilometer entfernt. Zu bedenken ist: Die Position der USA als globale Supermacht stützt sich auf sein weltweites Militärnetzwerk, mit dem Washington seine Macht überallhin projizieren kann. Das will man auf keinen Fall aufgeben.

Großbritannien und die USA einigten sich auf ein Abkommen zur gemeinsamen Nutzung von Diego Garcia. Um freie Fahrt zu haben, wurde Schritt für Schritt die gesamte Bevölkerung nach Großbritannien übersiedelt. Seitdem kämpfen diese Menschen und ihre Nachkommen um eine Rückkehr.

Das US-Militär hat Diego Garcia massiv aufgerüstet. Es gibt einen riesigen Flugplatz mit so langen Landebahnen, dass dort auch B-52-Bomber landen und starten können. Gleiches gilt für den Tiefseehafen, über den auch große Kriegsschiffe sowie U-Boote versorgt werden können. Hinzu kommen unter anderem große Treibstofflager und Radar- sowie Weltraumüberwachungs- und Kommunikationsanlagen.

Wichtig für mehrere Kriege

Immer wieder haben die USA Diego Garcia für Militäroperationen genutzt, etwa 1991 für den Golfkrieg oder 2003 für den Irakkrieg. Auch wurden von dort nach der Jahrtausendwende Luftangriffe auf Ziele in Afghanistan geflogen. Es heißt auch, dass die CIA die Insel für George W. Bushs "Krieg gegen den Terror" als Transit- und Verhörort genutzt hat. Der genaue Umfang dieser Aktivitäten ist aber nicht bekannt.

Die Basis im Indischen Ozean wurde 2024 und 2025 auch genutzt, um Luftangriffe gegen die Huthis im Jemen durchzuführen. Und fix ist, dass Diego Garcia im heurigen Irankrieg eine wichtige Rolle bei den US-Luftangriffen gespielt hat. Dabei hatte der britische Premier Keir Starmer zu Beginn des Kriegs noch eine US-Nutzung britischer Basen zu diesem Zweck abgelehnt. Wenig spä…

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Der StandardIndependentCenter13 days ago
Why is Donald Trump attacking the Chagos Islands?

The article discusses U.S. President Donald Trump's proposal to purchase the Chagos Islands in the Indian Ocean, highlighting their strategic importance in geopolitical competition with Russia and China. It compares this situation to Trump's previous interest in Greenland, emphasizing the significance of control over key regions. The article notes the islands' size relative to areas in Vienna and mentions their status as a point of contention internationally.

Bias read (Center): The article provides a factual overview of Trump's proposal without overtly favoring any political side. It frames the issue in terms of geopolitics and strategic interests but does not exhibit clear bias toward either supporting or criticizing Trump's actions. The tone remains neutral and objective