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AustriaPoliticsOverlooked from the right8 days ago

Fewer sponsors, more hate on the streets: Vienna Pride celebrates against the backlash

The article discusses the shrinking size of the Vienna Pride event due to increased hostility and fewer sponsors, while noting the slow progress in political efforts to improve protection against discrimination. It raises questions about the current situation for queer individuals in Austria.

LGBTIQ

Weniger Sponsoren, mehr Hass auf der Straße: Wiener Pride feiert gegen den Backlash

Während die Politik bei besserem Schutz vor Diskriminierung mauert und die Feindseligkeit steigt, muss die Pride in der Hauptstadt schrumpfen. Wie ist die Lage für queere Menschen in Österreich?

Muzayen Al-Youssef

Robin Kohrs

Flora Mory

Das Rahmenprogramm der Wiener Pride wurde heuer eingeschränkt.

Hunderttausende Menschen werden am Samstag am Wiener Ring tanzen: Die Regenbogenparade, die größte jährliche Demo Österreichs, steht wieder an. Sie gilt zwar auch als wuchtige Freiluftparty, ist aber vor allem ein Protest – gegen die immer noch nicht vollzogene Gleichberechtigung queerer Menschen in Österreich.

Diesmal wird sie allerdings zu einem Protest unter Sparzwang: Die Stadt Wien hat die Förderung für die Pride aus Budgetgründen auf rund 350.000 Euro fast halbiert. Zugleich gingen wichtige internationale Sponsoren verloren, darunter die Firmen Durex und Absolut Vodka.

Zwar sprangen neue Geldgeber ein, es bleibt aber ein Minus: Vor zwei Jahren zählte die Pride 51 Sponsoren, jetzt 43. Deren Beitrag sei essenziell, da man sich "nicht auf politische Entwicklungen verlassen" wolle, so Veranstalterin Katharina Kacerovsky-Strobl dem STANDARD. Die Parade selbst wird wie gewöhnlich stattfinden, allerdings müssen begleitende Events wie das Pride Village am Rathausplatz schrumpfen.

Globale Rückschritte

Die abgespeckte Pride ist damit weit mehr als ein Ausdruck einer angespannten wirtschaftlichen Lage: Sie ist zugleich Symptom und Symbol für einen globalen Backlash. Denn weltweit kämpfen Veranstalter mit Geldnot – auch, weil sich Sponsoren in einer neuen politischen Gemengelage zurückziehen. Schon seit mehreren Jahren tobt ein Feldzug vor allem rechter und rechtsradikaler Parteien gegen sogenannte "Wokeness", zu der queere Rechte gezählt werden.

Mit Folgen: Belarus erließ neue Anti-Propagandagesetze, die Slowakei verschärfte verfassungsrechtliche Einschränkungen. Im Jahr 2025 steig erstmals seit Jahrzehnten die Zahl der UN-Mitgliedsstaaten, die Homosexualität kriminalisieren, wieder an.

In den USA ist unter US-Präsident Donald Trump der Druck auf Konzerne wie Target oder Walmart so massiv, dass diese ihre sonst üblichen Regenbogen-Kampagnen heruntergefahren haben. Zugleich rufen manche republikanische Bundesstaaten den "Monat der Kernfamilie" aus: Statt des Pride-Monats will man im Juni das traditionelle heterosexuelle Familienbild feiern.

In eine ähnliche Kerbe schlägt die seit langem in Umfragen führende FPÖ hierzulande. Parteichef Herbert Kickl definiert eine Familie als Kombination aus "männlichem Vater und weiblicher Mutter", und schon seit einigen Jahren rufen Funktionäre der FPÖ den "patriotischen Stolzmonat" statt des queeren Pride Months aus.

Auch heuer fährt die Partei eine aggressive Kampagne gegen queeren Aktivismus: Ihre Funktionäre wetterten in den vergangenen Wochen gegen "wokem Wahnsinn", "Frühsexualisierung" und befürworteten sogar ein Verbot von Pride-Veranstaltungen nach ungarischem Vorbild.

In ihrem Wahlprogramm fordern die Freiheitlichen ein Ende der gleichgeschlechtlichen Ehe – obwohl der Verfassungsgerichtshof und nicht die Politik diese Möglichkeit 2019 öffnete. Laut einer Umfrage des Linzer Market-Instituts im Auftrag des STANDARD sind es vor allem FPÖ-Sympathisanten, die der Meinung sind, dass homosexuelle Menschen bereits gleichberechtigt sind, nicht diskriminiert werden und ohnehin schon ausreichend für Gleichberechtigung getan wurde.

Angriffe im öffentlichen Raum zugenommen

Wie tief diese Wahrnehmung mit der Realität queerer Menschen auseinanderdriftet, zeigte die Studie "Queer in Wien" des Instituts für Höhere Studien Ende 2025. Zwar verzeichnete die vor allem auf Studierende fokussierte, nicht-repräsentative Erhebung positive Entwicklungen im Berufsleben – ein Großteil der Befragten lebt am Arbeitsplatz offen mit der Identität. Doch auf der Straße hat sich die Lage verschlechtert: 38 Prozent der befragten queeren Studienteilnehmenden gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten im öffentlichen Raum, in Geschäften oder auf Veranstaltungen Diskriminierung oder Gewalt erfahren zu haben. Zehn Jahre zuvor waren es nur 28 Prozent.

Besonders gefährdet ist, wer erkennbar queer ist. Bei Menschen, die nicht als heterosexuell wahrgenommen werden, liegt die Betroffenheit bei 53 Prozent, bei Transpersonen sogar bei 60 Prozent. Neben verbalen Beschimpfungen dokumentiert die Studie einen signifikanten Anstieg sexualisierter Übergriffe. Daten der EU-Grundrechtsagentur (FRA) von 2024 zeigen ein ähnliches Bild: Österreich verzeichnet demnach im EU-Vergleich eine der höchsten Diskriminierungsraten gegen nicht-binäre und geschlechterdiverse Personen.

Für Opferschutzorganisationen ist auch die Dunkelziffer ein großes Problem. Bei physischer Gewalt gehen laut IHS-Studie nur noch zehn Prozent der Betroffenen zur Polizei – 2015 waren es zumindest noch 14 Prozent. Mehr als z…

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Der StandardIndependentLeftFactual 80Objective 858 days ago
Fewer sponsors, more hate on the streets: Vienna Pride celebrates against the backlash

The article discusses the shrinking size of the Vienna Pride event due to increased hostility and fewer sponsors, while noting the slow progress in political efforts to improve protection against discrimination. It raises questions about the current situation for queer individuals in Austria.

Bias read (Left): The article frames the issue through the lens of increasing hostility and inadequate political action, highlighting the challenges faced by the LGBTQ+ community. The emphasis on 'fewer sponsors' and 'increased hostility' suggests a critical stance toward the political response and societal attitudes

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