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GermanyEconomy5 days ago

Video games: Citizens' initiative: Brussels wants to talk to the gaming industry

The European Commission has rejected a citizen initiative demanding that purchased video games remain playable indefinitely. Instead, it plans to engage in dialogue with the gaming industry and consumer representatives to develop a voluntary code of conduct regarding the 'end-of-life' of video games. The initiative collected nearly 1.3 million signatures, arguing that game publishers should keep their titles playable even after commercial operations cease. The Commission cited existing EU copyright laws, which allow rights holders to determine usage terms, and noted current consumer protection

Nach der erfolgreichen Bürgerinitiative „Stop Destroying Videogames“ wird die EU-Kommission keine Schritte unternehmen, um die Rechtslage zu ändern. Stattdessen werde sie sich mit Verbrauchern und Publishern über mögliche Verbesserungen austauschen, teilte die Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Für Vertreter der Bürgerinitiative kommt das „nicht unerwartet“, sie sehen weiter Chancen für eine rechtliche Regelung durch das EU-Parlament.

Hinter der Bürgerinitiative steht das Projekt „Stop Killing Games”, das von dem Youtuber Ross Scott ins Leben gerufen und inzwischen zur Lobbygruppe aufgebaut wurde. Die Aktivisten wollen erreichen, dass Spielehersteller ihre Spiele nicht einfach unbrauchbar machen dürfen, wenn sie zum Beispiel benötigte Server abschalten.

Kein Rennen ohne Server

Die Initiative kam ins Rollen, als der französische Publisher Ubisoft sein MMO-Rennspiel „The Crew“ im April 2025 abschaltete und damit unspielbar machte. In Frankreich läuft in dieser Sache inzwischen ein von Verbraucherschützern angestrengtes Verfahren gegen Ubisoft. Ein ähnliches Schicksal erlangte Fans des VR-Shooters „Firewall Ultra“, denen Sony ein Jahr später den Saft abdrehte .

Mit der Unterschriftenaktion wurde die EU aufgefordert, dafür einen gesetzlichen Rahmen zu schaffen. Nachdem europaweit knapp 1,3 Millionen Menschen für die Bürgerinitiative unterschrieben hatten, musste die EU-Kommission sich mit dem Thema befassen . Sie will sich nun mit Branchenvertretern und Gamern über „Möglichkeiten zur Verbesserung der Industriestandards“ austauschen.

„Wie es in der Branche üblich ist, hoffe ich, dass die Industrie den Spielergemeinschaften Gehör schenkt und sich auf bessere Auslaufregelungen einigt“, erklärt Kommissionsvizepräsidentin Henna Virkkunen. „Wir werden die notwendigen Schritte unternehmen, damit ein Dialog mit Vertretern der Verbraucher stattfinden kann.“

„Keine rechtliche Verpflichtung“

Die Kommission könne „zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine rechtliche Verpflichtung vorschlagen“, heißt es in der Mitteilung unter Verweis auf die „bestehende Rechte an geistigem Eigentum“ der Publisher. Darüber hinaus seien Publisher durch die EU-Verbraucherrechte verpflichtet, klar über Nutzungsbedingungen zu informieren und eventuell Kosten zu erstatten.

„Anbieter von Videospielen müssen Verbraucher fair behandeln, auch wenn sie beschließen, ein Spiel einzustellen“, sagt der für Recht und Verbraucherschutz zuständige EU-Kommissar Michael McGrath. „Wenn sie die Bereitstellung eines Spiels früher als vertraglich vereinbart oder früher als von den Verbrauchern vernünftigerweise erwartet eingestellt, sollten die Spieler eine angemessene Rückerstattung erhalten.“

Die Spielebranche wehrt sich bisher gegen eine Verpflichtung, Server für ältere Spiele am Laufen zu halten. Die Publisher argumentieren, eine solche gesetzliche Pflicht würde die Spiele deutlich teurer machen . Zudem fürchten sie, auch für eventuell von Privatnutzern betriebene Server weiter haftbar gemacht werden zu können.

„Kommt nicht unerwartet“

„Diese Entscheidung kommt nicht unerwartet“, teilte die Initiative auf X mit . „Aber wir waren darauf vorbereitet. Deshalb treiben wir gemeinsam mit dem Europaparlament die Aufnahme von Stop Killing Games in den Digital Fairness Act voran. Wir können auch ohne die Kommission und ihre Nichtentscheidung weitermachen.“

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Bei einer Anhörung des Europaparlaments im April erläuterte die Initiative ihre Forderungen. Im Mai stand das Thema im Parlament auf der Tagesordnung. Dabei signalisierten Vertreter verschiedener Fraktionen ihre Unterstützung, Regeln für den Erhalt von Computerspielen in den geplanten Digital Fairness Act zu übernehmen. Zugleich müssten auch die Interessen der Rechteinhaber gewahrt bleiben, hieß es.

Für eine klare rechtliche Regelung sprechen sich unter anderem die Sozialdemokraten im Europaparlament aus. „Wer Geld für ein Videospiel bezahlt, darf nicht irgendwann vor einem digitalen Totalschaden stehen, nur weil ein Konzern entscheidet, den Stecker zu ziehen“, sagt der Abgeordnete Tiemo Wölken, der auch im Rechtsausschuss des Parlaments sitzt. „Statt zu handeln, will die Kommission die Initiative mit bedeutungsloser Symbolpolitik abspeisen.“

( vbr )

Read the full article at heise online
Source document: European Commission Statement

2 reports

heise onlineIndependentCenter5 days ago
Stop Killing Games: EU Commission to ban gamers

The European Commission has decided not to take action to change current laws regarding game publishers' ability to render games unplayable by shutting down necessary servers. Instead, it plans to engage in discussions with consumers and publishers about potential improvements. The 'Stop Killing Games' initiative, led by YouTuber Ross Scott, had gathered nearly 1.3 million signatures across Europe to push for legal protections against such practices. Activists argue that companies like Ubisoft and Sony have previously rendered games unplayable, prompting legal actions in France.

Bias read (Center): The article presents facts without overtly favoring any side. It reports on the European Commission’s decision and provides background on the 'Stop Killing Games' initiative, including perspectives from both activists and affected companies. There is no clear ideological framing or biased language.

Official sources cited

  • government European Commission Statement
  • organisation Stop Killing Games Initiative
Die ZeitIndependentCenter5 days ago
Video games: Citizens' initiative: Brussels wants to talk to the gaming industry

The European Commission has rejected a citizen initiative demanding that purchased video games remain playable indefinitely. Instead, it plans to engage in dialogue with the gaming industry and consumer representatives to develop a voluntary code of conduct regarding the 'end-of-life' of video games. The initiative collected nearly 1.3 million signatures, arguing that game publishers should keep their titles playable even after commercial operations cease. The Commission cited existing EU copyright laws, which allow rights holders to determine usage terms, and noted current consumer protection

Bias read (Center): The article presents facts without overtly favoring either side. It reports on the rejection of a citizen initiative by the European Commission and explains the Commission’s reasoning based on copyright law. There is no evident framing bias, loaded language, or selective sourcing.

Official sources cited

  • government European Commission Statement

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  • governmentEuropean Commission Statement
  • organisationStop Killing Games Initiative