Da ist es wieder mal passiert. Bekannte brechen mehr oder weniger spontan zu einem kleinen Spaziergang im Wald auf. Das Schuhwerk ist eigentlich nicht für strapaziöse Touren geeignet, aber es soll ja nur um ein paar Minuten Bewegung nach dem Mittagessen gehen. Nach einer Stunde entscheiden sich die beiden, dass Bewegung Spaß macht, und sie hängen noch ein paar Meter in unbekanntem Terrain dran. In Deutschland kann man sich ja nicht verlaufen, und das Handy ist dabei. Nach zwei Stunden stellen sie fest, dass sie sich verlaufen haben. Da die Tour im Taunus stattfindet, sind sie im Funkloch. Nun ist die Not groß. Eine Gabelung folgt der nächsten, navigiert wird Pi mal Daumen, eine klare Strategie für den Rückweg in die besiedelte Zivilisation gibt es nicht.
In wirklich jedes Fettnäpfchen getreten
Als die beiden Stunden später erschöpft und durstig zurückkehren, sind sie in so gut wie jedes Fettnäpfchen getreten, das sich für unbedarfte Wanderer auftun könnte. Da geht es nicht nur um Schuhwerk und Trinkwasser für unterwegs. Auch in Sachen Smartphone hätte man einiges vorab bedenken und während der Tour besser machen können. Wer in unbekanntes Gelände aufbricht, lade vorab Offline-Karten auf sein Gerät. Das funktioniert in beiden Betriebssystem-Welten und sorgt dafür, dass man im Zusammenspiel mit GPS auch im Funkloch navigieren kann. Ein Rettungsanker für alle Fälle, der nichts kostet.
Hat man dergleichen unterlassen, taugt das Smartphone trotzdem noch als Wegweiser. Man probiere die Kompass-App aus, die einem zeigt, in welche Richtung man läuft. Auf diese Weise lässt sich verhindern, dass man stundenlang im Kreis läuft. Ein dritter Punkt für mehr Sicherheit: Vor dem Start der Tour den eigenen Standort seinen Liebsten freigeben. Das bringt zwar nichts im Funkloch, kann aber sinnvoll sein, wenn man selbiges total erschöpft verlassen hat und vom familiären Rettungseinsatzkommando abgeholt wird.
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