US-Präsident Donald Trump hat einmal mehr ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran zur Beilegung des Krieges in Aussicht gestellt. "Wir haben gerade eine großartige Einigung im Krieg mit dem Iran erzielt", behauptete Trump im Weißen Haus. Die Dokumente sollten in Kürze fertiggestellt und vielleicht schon an diesem Wochenende in Europa unterzeichnet werden. Er werde mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sprechen.
Vorsichtige Zustimmung aus dem Iran
Auch die Islamische Republik spricht von einem möglichen bevorstehenden Verhandlungsabschluss. Ein entsprechender Text sei überwiegend finalisiert, sagte der iranische Außenamtssprecher Esmail Baghaei nach Angaben der staatlichen Agentur Irna in einem TV-Programm. Zugleich drückte Baghaei erneut fehlendes Vertrauen Teherans in Washington aus. Das Problem sei, dass die US-Seite ihre Positionen immer wieder verändere, sagte Baghaei demnach weiter.
Irans Außenamtssprecher Esmail Baghaei hat sich im TV vorsichtig optimistisch geäußert (Archivbild) Bild: Foad Ashtari/SOPA Images/Sipa USA/picture alliance
Trump hat schon mehrere Male behauptet, eine Einigung auf einen Deal mit dem Iran sei nahe - der US-Fernsehsender CNN zählte genau 39 Mal. Doch die Verhandlungen gerieten später immer wieder ins Stocken.
Diesmal entgegnete Trump auf Nachfrage von Reportern, nach seinem Verständnis habe das iranische Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei einem Rahmenabkommen bereits zugestimmt. Es beinhalte unter anderem eine sofortige Öffnung der Straße von Hormus sowie das Ende der US-Seeblockade iranischer Häfen. Die US-Seeblockade gegen iranische Schiffe und Häfen werde bis zum endgültigen Abschluss einer Vereinbarung vollständig bestehen bleiben, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die USA hatten damit auf die faktische Blockade der Straße von Hormus durch den Iran reagiert.
Hat Irans neuer Oberster Führer Modschtaba Chamenei dem Abkommen zugestimmt? (Archivbild) Bild: Hamed Jafarnejad/ISNA/WANA/REUTERS
Neue Angriffe kurzfristig abgesagt
Nur Stunden zuvor hatte der US-Präsident seine eigentlich für Donnerstagabend angekündigten neuen Angriffe auf den Iran abgesagt. Auf Truth Social hatte er gedroht, das US-Militär werde das Land "sehr hart" treffen und in nicht allzu ferner Zukunft die für Irans Ölindustrie wichtige Insel Charg einnehmen. Die USA würden die "vollständige Kontrolle" über Irans Öl- und Gasmärkte erlangen, kündigte er an. Nach Einschätzung von Militärexperten würde eine Einnahme von Charg Bodentruppen erfordern. Einen solchen riskanten Einsatz hatte Trump bisher nicht befohlen.
Charg liegt im Persischen Golf und ist von strategisch großer Bedeutung. Auf der Insel befindet sich Irans wichtigster Ölhafen, über den fast der gesamte Ölexport der Islamischen Republik umgeschlagen wird.
Bereits Mitte März hatte Trump erklärt, die US-Luftwaffe habe militärische Ziele auf der Insel angegriffen und "vollständig ausradiert". Der Iran dementierte kühl. Nach Angaben der örtlichen Behörden lief der Exportbetrieb uneingeschränkt weiter.
Ägypten richtet Apell an Kriegsparteien
Dass er die Angriffe wieder abblies, begründete Trump auf Truth Social mit Gesprächen, die die höchste Ebene der iranischen Führung erreicht hätten. Einzelheiten seien von allen beteiligten Parteien gebilligt worden, also von den Vereinigten Staaten, Israel , Saudi-Arabien , den Vereinigten Arabischen Emiraten , Katar , der Türkei , Pakistan , Bahrain , Kuwait , Jordanien , Ägypten und anderen Staaten. Details nannte Trump nicht.
Ägypten hat unterdessen an die USA und den Iran appelliert, mögliche Chancen zur Beendigung ihres Krieges nicht verstreichen zu lassen. Das Außenministerium in Kairo erklärte, es hoffe, "dass die bestehende Gelegenheit genutzt wird, um eine Einigung über die verschiedenen offenen Fragen zu erreichen und das Klima für ein Ende des Krieges sowie den Beginn einer neuen Phase regionaler Stabilität vorzubereiten".
Israels Regierung: Haben Trumps Zusicherung
Die israelische Regierung hat nach eigenen Angaben von Washington die Zusicherung bekommen, dass die Sicherheitsinteressen des jüdischen Staates bei einem späteren endgültigen Abkommen mit der Islamischen Republik berücksichtigt werden. Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte mit, Trump habe versprochen, dass ein Deal die Entfernung des vom Iran angereicherten Urans sowie den Abbau seiner Anlagen zur Urananreicherung umfassen werde.
Trump habe Netanjahu auch zugesichert, dass eine endgültige Vereinbarung auch Irans Raketenherstellung einschränken sowie die Unterstützung des Erzfeinds für dessen Stellvertreter in der Region beenden werde. Gemeint sind damit unter anderem die palästinensische Terrororganisation Hamas sowie die libanesische Hisbollah -Miliz. Den israelischen Angaben zufolge sprachen Trump und Netanjahu über eine "sich abzeichnende Absichtserklärung" zwischen den USA und dem Iran zur Aufnahme von Verhandlungen. Israel sei daran nicht beteiligt.
Ist der Iran tatsächli…
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CiceroIndependentCenter6 days ago Fragile framework agreements - The real conflicts are unresolvedThe article discusses a fragile framework agreement between Iran and the United States, with expert Guido Steinberg suggesting that while there may be temporary easing in tensions in the Persian Gulf, the core conflicts remain unresolved. The interview highlights concerns over the sustainability of the agreement and the potential for future disputes.
Bias read (Center): The article presents an interview with a neutral expert analyzing the situation without overtly favoring any side. It focuses on the expert's assessment rather than taking a stance on the agreement itself.
Deutsche Welle (Deutsch)State / PublicCenter6 days ago The USA and Iran have reached an agreementThe United States and Iran have reached a framework agreement to resolve their conflict after weeks of negotiations, confirmed by both governments and mediator Pakistan. The deal, announced on the 80th birthday of U.S. President Donald Trump, aims to lay the groundwork for further talks, including discussions on Iran's nuclear program. Experts caution against premature optimism, noting that the agreement is only an intermediate step in a diplomatic process with significant challenges ahead. Pakistan's Prime Minister Shehbaz Sharif stated that both sides agreed to immediately and finally end军事化
Bias read (Center): The article presents the agreement between the U.S. and Iran neutrally, citing multiple parties involved (U.S., Iran, Pakistan) and includes expert warnings about potential challenges. There is no overtly biased language, framing, or selective sourcing.
Official sources cited
- government US Government
- government Iranian Government
- government Pakistan's Prime Minister Shehbaz Sharif
Frankfurter Allgemeine (FAZ)Independent🔒Center6 days ago Middle East: USA and Iran reach framework agreementThe United States and Iran have reached a framework agreement aimed at ending the ongoing conflict, confirmed by both governments and mediator Pakistan. The deal was announced on the 80th birthday of U.S. President Donald Trump and is intended to lay the groundwork for further negotiations, including discussions on Iran's nuclear program. The agreement has not yet been fully disclosed, but it is set to be signed in Geneva. European leaders, including German Chancellor Friedrich Merz, have offered assistance in the Strait of Hormuz, while experts caution against premature optimism. The deal is视
Bias read (Center): The article presents factual information without overtly biased language or framing. It reports on a diplomatic development with neutral tone, citing multiple parties involved and noting differing perspectives (e.g., European support vs. expert caution). No clear ideological slant is evident.
Deutsche Welle (Deutsch)State / PublicCenter9 days ago Trump blows off Iran attacks and talks about a dealUS President Donald Trump claims that a framework agreement with Iran is within reach. The Iranian leadership responds cautiously, with remaining points of contention including Iran's nuclear program, sanctions, and the Strait of Hormuz.
Bias read (Center): The article presents Trump's claim and Iran's cautious response without overtly favoring either side. It mentions ongoing disputes but does not frame them with biased language or selective sourcing.