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GermanyCulture2 days ago

Slavery Day: What Trump wants to prevent

The article discusses Juneteenth, a federal holiday in the United States commemorating the abolition of slavery, and addresses concerns about its status as a federal holiday. It notes that despite some fears, Juneteenth remains a recognized federal holiday, with government offices closed and celebrations taking place. The article also briefly touches on other historical examples of national holidays tied to significant dates.

An einem Feiertag Geburtstag zu haben, kann Lust oder Last sein, je nachdem. Last eher, wenn man in christlich geprägten Ländern am Heiligabend oder am ersten Weihnachtsfeiertag Geburtstag hat. Lust, wenn ein nicht ganz so emotional aufgeladener Familienfeiertag einen Tag schul- oder arbeitsfrei bringt. Früher war das zum Beispiel in Westdeutschland am 17. Juni so, Geburtstagskinder dieses Tages konnten bei bestem Wetter einen freien Tag genießen. Schweizer, die am 1. August Geburtstag haben, werden mit rot-weißer Beflaggung und Feuerwerk gleich mitgefeiert. In Rom konnten die Kaiser einst zwar nicht ihren Geburtstag, aber den Tag ihrer Machtübernahme zum reichsweiten Feiertag erklären.

Eine gewisse Schnittmenge aus alldem stellt neuerdings der 14. Juni dar. Und viele haben befürchtet, dass dafür der jüngste Feiertag der Amerikaner, der Juneteenth, über die Klinge springen müsse. Ob Juneteenth weiter ein Bundesfeiertag sei, wird dieser Tage im Netz oft gefragt. Die gute Antwort lautet: Ja, der 19. Juni, der Tag, an dem die Abschaffung der Sklaverei endgültig in allen Teilen des Landes verkündet wurde, bleibt föderaler Feiertag. Behörden bleiben zu, es gibt Paraden, es wird gefeiert und all dessen gedacht, was es an Gleichstellung noch zu tun gibt. Das fünfte Mal, seit Präsident Biden das Feiertagsgesetz 2021 unterzeichnet hat, und diesmal zum 160. Mal. In Erinnerung an den 19. Juni 1865, als in Galveston auch für die konföderierten Staaten die Emanzipationsproklamation bindend wurde.

Viele hatten gedacht, Präsident Trump werde Juneteenth abschaffen. Schließlich gibt es mit ihm nun ein Geburtstagskind, das dem dekadenten Pomp und der autoritären Amtsführung mancher römischer Machthaber sehr viel abgewinnen kann. Und das endlich auch an einem Feiertag Party mit seinen Spielkameraden machen will. Die amerikanische Geschichte kommt ihm dabei, zurechtgebogen, zu Hilfe. Der 14. Juni ist Flag Day – Gedenktag für die am 14. Juni 1777 als Fahne der Vereinigten Staaten angenommenen Farben. Ein bundesweiter Feiertag ist Flag Day aber nie gewesen, und deshalb gab es bislang auch nicht, was besonders amerikanische Kinder, ob Geburtstag oder nicht, und ihre Eltern erfreut: den üblichen freien Feiertagseintritt in die Nationalparks.

Das imperiale Geburtstagskind war zwar nicht Bären gucken und wandern, sondern hat nach spätrömischer Art Gladiatorenspiele ausgerichtet. Allen anderen aber hat er, in imperialer Geste, den freien Parkeintritt zu seinem Geburtstag, pardon, Flag Day, geschenkt. Und ihn dafür am Juneteenth gestrichen. An dem aber haben Amerikaner, die für Bürgerrechte eintreten, sowieso anderes zu tun als wandern.

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Source document: Juneteenth

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Frankfurter Allgemeine (FAZ)Independent🔒Center2 days ago
Slavery Day: What Trump wants to prevent

The article discusses Juneteenth, a federal holiday in the United States commemorating the abolition of slavery, and addresses concerns about its status as a federal holiday. It notes that despite some fears, Juneteenth remains a recognized federal holiday, with government offices closed and celebrations taking place. The article also briefly touches on other historical examples of national holidays tied to significant dates.

Bias read (Center): The article provides factual information about Juneteenth without overtly favoring any political perspective. It mentions concerns raised online but does not take a stance on them. The tone is neutral, focusing on historical and cultural aspects rather than political debate.

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