Wilde Schlussphase
Manzambi-Show - Joker zaubert bei später Schweiz-Party gegen Bosnien
Stand: 18.06.2026 • 23:39 Uhr
Die Schweiz beißt sich gegen Bosnien-Herzegowina lange die Zähne aus, doch dann wechselt Trainer Murat Yakin den Sieg ein. Manzambi und Vargas glänzen.
Von Michi Glang
Aufatmen bei der Schweiz: Die Eidgenossen haben das zweite Gruppenspiel gegen Bosnien-Herzegowina mit 4:1 (0:0) gewonnen. Der Freiburger Johan Manzambi erzielte kurz nach seiner Einwechslung die Führung in der 74. Minute - und eröffnete damit eine späte, aber furiose Schweiz-Party.
Ruben Vargas legte in Überzahl nach (84.), erneut Manzambi erhöhte (90.). In der Nachspielzeit markierte Ermin Mahmic mit einem sehenswerten Treffer das 1:3 (90.+3). Den Schlusspunkt setzte Granit Xhaka per Foulelfmeter (90.+7). Mit vier Punkten hat die Schweiz nun beste Chancen aufs Weiterkommen, die Bosnier stehen weiter bei einem Punkt.
"Das ist wie ein Traum. Dass ich die WM spielen kann und dann zwei Tore schieße und 'Man of the Match' bin. Heute kann ich sicher nicht schlafen", sagte Manzambi nach dem Spiel. "Wenn ich reinkomme, will ich mein Bestes geben, um der Mannschaft zu helfen. Und heute habe ich der Mannschaft gut geholfen, denke ich." Auch Kapitän Xhaka war erleichtert: "Wir haben guten Fußball gespielt. Vor allem die Spieler, die reingekommen sind, haben den Unterschied gemacht", sagte der 33-Jährige: "Mit diesem Hunger und dieser Qualität müssen wir weitermachen."
Schweiz fehlt die Präzision
Bosnien startete mit Edin Dzeko in der Anfangsformation. Zum Auftakt gegen Kanada (1:1) hatte der 40-Jährige noch 90 Minuten auf der Bank gesessen. Vom Anpfiff weg wurde die Begegnung intensiv geführt. Die Anfangsphase war geprägt von verbissen geführten Zweikämpfen, bevor die Schweiz das Kommando übernahm. In der zehnten Minute spielte Xhaka im Strafraum Dan Ndoye frei, der seinen Abschluss ans Außennetz setzte.
Drei Minuten später wollte Ndoye zaubern und einen Querpass von Fabian Rieder mit der Hacke im Tor unterbringen, traf den Ball aber nicht. Die Bosnier verteidigten tief in der eigenen Hälfte und lauerten auf Konter. Nach einer Viertelstunde düpierte Amar Memic auf der rechten Seite Ricardo Rodriguez, seine Flanke ins Zentrum landete aber hinterm Tor - da war mehr drin.
Bosnien mit zwei Chancen vor der Pause
Auf der anderen Seite leisteten sich die Bosnier einen Fehler im Spielaufbau, der Ball landete vor den Füßen von Ndoye, sein 18-Meter-Schuss war leichte Beute für Torhüter Nikola Vasilj. Die Schweiz hatte deutlich mehr Ballbesitz. Je näher es aber Richtung Tor ging, desto mehr fehlte die letzte Präzision. Also packte Remo Freuler mal aus 23 Metern den Hammer aus - knapp vorbei (23.).
Es brauchte eine gute halbe Stunde, bis sich die Bosnier mal wieder im Strafraum zeigten. Dzekos gefühlvolle Flanke fand Memic am langen Pfosten aber nicht. Dann wieder das gewohnte Bild: Die Schweiz hatte den Ball, suchte die entscheidende Lücke. Aber die Bosnier verteidigten konsequent und aufmerksam. Die letzten Offensivaktionen vor der Pause gehörten der Mannschaft von Trainer Sergej Barbarez. Dzeko wurde nach Kerim Alajbegovics Querpass geblockt (41.), dann zögerte Sead Kolasinac nach tollem Zuspiel von Ermedin Demirovic zu lange (44.).
Ndoye setzt Highlight
Die zweite Hälfte startete erneut mit offensiven Schweizern. Ndoye setzte sich auf der linken Seite durch, konnte Vasilj mit seinem strammen Schuss aufs kurze Eck aber nicht überraschen (51.). Kurz darauf verfehlte Michel Aebischer mit seinem Kopfball das Tor (53.). Drei Minuten später hatte das Spiel ein erstes Highlight: Ndoye nahm eine Flanke wunderbar per Fallrückzieher, doch Vasilj riss gedankenschnell die Fäuste hoch. Der Schweizer hatte aber ohnehin im Abseits gestanden.
Nach einem Eckball kam Breel Embolo am kurzen Pfosten zum Kopfball, doch Vasilj war zur Stelle (63.). Die lange Zeit sehr faire Begegnung wurde zunehmend umkämpfter, Schiedsrichter Joao Pinheiro zückte gleich mehrmals die Gelbe Karte. Dann hatten die bosnischen Fans den Torschrei auf den Lippen, als Amar Dedic aus 30 Metern einfach mal abzog. Doch Gregor Kobel konnte den flatternden Ball abwehren (68.).
Schweiz-Coach Yakin wechselt den Sieg ein
Schweiz-Coach Murat Yakin reagierte und wechselte dreifach. Es dürfte eine der besten Entscheidungen gewesen sein, die der 51-Jährige in seiner Trainer-Laufbahn getroffen hat, denn nun begann das Spektakel. Unter anderem kam Manzambi ins Spiel - und der Joker stach sofort. Eine Flanke des ebenfalls eingewechselten Vargas konnten die Bosnier zur ins Zentrum klären, wo Manzambi den Ball unter Bedrängnis aus zehn Metern volley ins Tor nagelte.
Die letzten zehn Minuten mussten die Bosnier in Unterzahl bestreiten. Manzambi schickte Embolo auf die Reise, den Tarik Muharemovic als letzter Mann von den Beinen holte - Notbremse und Rot. Den folgenden Freistoß schoss Vargas mit Zug aufs Torwarteck, Vasilj parierte sicher (81.). Sechs Minuten vor dem Ende sorgte Vargas für d…
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5 reports
Tagesschau (ARD)State / PublicCenter2 days ago World Cup 2026: Manzambi show - Joker conjured up for Switzerland against BosniaThe Swiss national team defeated Bosnia and Herzegovina 4-1 in their second group match at the 2026 World Cup. The victory came late in the game, with Johan Manzambi scoring twice after being substituted in the 74th minute. Ruben Vargas added another goal, and Granit Xhaka scored a penalty in stoppage time. Switzerland now has four points and strong chances of advancing.
Bias read (Center): The article focuses on a sports match with no political commentary or framing. It reports objectively on the performance of players and the outcome of the game without taking a stance or emphasizing any political context.
HandelsblattParty-aligned🔒Center2 days ago World Cup 2026: Switzerland takes its first win against Bosnia and HerzegovinaThe article reports that Switzerland has secured their first win at the 2026 World Cup against Bosnia and Herzegovina.
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Die ZeitIndependentCenter2 days ago FIFA World Cup 2026: Switzerland clearly wins against Bosnia and HerzegovinaSwitzerland defeated Bosnia and Herzegovina 4:1 in their second group stage match at the 2026 World Cup. Johan Manzambi scored twice, while Rubén Vargas and Granit Xhaka also found the net. The match took place at the SoFi Stadium in Los Angeles.
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Official sources cited
- press release SID
- press release dpa
Frankfurter Allgemeine (FAZ)Independent🔒Center2 days ago Switzerland 4-1 against Bosnia: Yakin replaces two jokersSwitzerland defeated Bosnia and Herzegovina 4-1 in their second group match at the FIFA World Cup. The win improves Switzerland's chances of advancing to the knockout stage. Goals came from substitute players Johan Manzambi, Rubén Vargas, and Granit Xhaka, with Manzambi scoring twice. Bosnia scored a late goal through Ermin Mahmic but remains unlikely to advance after just one point from two matches.
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Die ZeitIndependentCenter3 days ago Switzerland's second World Cup match: problems with the calves: HSV professional Muheim is missing from SwitzerlandThe Swiss football team will miss defender Miro Muheim in their second World Cup group stage match against Bosnia and Herzegovina due to a calf injury. Muheim, who plays for Hamburg SV, trained individually on Wednesday and will not be available for Thursday's game. In the first match, Switzerland drew 1-1 with Qatar, with Muheim scoring an own goal in stoppage time.
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Official sources cited
- organisation Schweizer Nationalmannschaft
- organisation dpa-infocom