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GermanySports4 days ago

S. Fischer Verlag: loss and profit

The article discusses the relocation of the S. Fischer publishing house from Frankfurt to Berlin, highlighting the historical significance of the move compared to the departure of the Suhrkamp Verlag. It notes that while Fischer has historically operated in the shadow of Suhrkamp, it had its own distinct cultural contributions, such as its focus on works by authors like Kafka and Mann. The current managing director, Oliver Vogel, acknowledges the challenges facing publishers but is less convincing in explaining why moving to Berlin is the solution to declining book sales. The article also spec

Der Fischer Verlag sucht die Reibungsenergie mit Autorinnen und Autoren und zieht nach Berlin. Verbunden ist das mit einem Bekenntnis zur Literatur.

Die Fassade des Hauses der S. Fischer Verlage in Frankfurt

Helmut Fricke/dpa

Eine Gedenktafel in der einst reichen, dann lange heruntergekommenen Ecke der Berliner Bülowstraße konnte einem auf Spaziergängen Anlass zum Wundern geben. „In diesem Haus befand sich ab 1897 der S. Fischer Verlag“, steht drauf. Huch, dachte man, Fischer? Sitzt doch in Frankfurt. Tut der Verlag auch, aber erst seit dem Zweiten Weltkrieg. Gegründet wurde das traditionsreiche Haus in Berlin. Und dort will es jetzt auch wieder hin, eine passende Immobilie muss allerdings erst noch gefunden werden. Die angespannte Mietenlage kennen die Fischer-Leute allerdings, sie haben ja schon ein großes Büro in Mitte.

Aus Frankfurt kamen zu diesem Umzug erwartbare Reaktionen. Die Kulturdezernentin Ina Hartwig äußerte sich erschüttert, die FAZ ist angefressen, vor einigen Jahren musste Frankfurt schließlich auch schon den Wegzug von Suhrkamp verkraften.

Aus Berlin dagegen: so richtig keine Reaktion. Vielleicht kann man hier sein Glück so dermaßen nicht fassen, dass es sprachlos macht. Vielleicht ist die Kulturpolitik nach zuletzt zwei Rücktritten von Kul­tur­se­na­to­r*in­nen auch etwas unsortiert. Mit der offiziellen Kulturpolitik scheint die Verlags-Entscheidung eh nichts zu tun zu haben. Die Berliner wussten bis zur Pressemitteilung des Verlages nichts von diesem Schritt.

Dabei ist die Begründung für diesen Schritt über die unmittelbar betroffene Verlagsszene hinaus interessant. Verbunden ist sie mit einem emphatischen Bekenntnis zur Literatur. An den „lähmenden Aberglauben“, das mit der Literatur sei vorbei, glaube er nicht, sagte der Fischer-Verleger Oliver Vogel der FAZ. Aber er sagte auch: „Es findet ein Übergang zu einem plattformgesteuerten Aufmerksamkeitsmarkt statt, in dem die Ökonomie der Plattformen sich die Kultur einverleibt hat.“

Der direkte Austausch

Die Analyse, dass die sozialen Medien stark an Einfluss gewonnen haben, ist alles andere als neu. Interessant sind nun aber die Folgerungen, die Oliver Vogel für seinen weiter inhaltlich agieren wollenden Verlag daraus zieht: Für ihn scheint klar zu sein, dass man vor Ort sein muss. Dort, wo die Au­to­r*in­nen sind und (manchmal) auch neue Trends entstehen – und das ist nun mal (wenn es die offizielle Kulturpolitik nicht noch kaputt macht) Berlin. Die Hoffnung ist also offenbar, dass im direkten Austausch eine Reibungsenergie entsteht, die sich literarisch im Programm als Lebendigkeit niederschlagen wird.

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Man kann dem Fischer-Verlag nur viel Glück dabei wünschen. Und darüber hinaus den Gedanken mitnehmen, dass selbstverständlich das Internet längst den Strukturwandel auch der literarischen Öffentlichkeit vorgibt, die Folgerungen, die sich daraus ergeben, aber auch darin bestehen können, dass die analogen Gegebenheiten gleichzeitig auch wichtiger werden. Kurz gesagt: Das Internet ist nicht die Lösung. Ein Haus, das literarische und intellektuelle Strahlkraft aussenden möchte, muss real präsent sein. Man darf verfolgen, wie das dem Fischer-Verlag gelingen wird.

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Suhrkamp-Verlag in Berlin

Glanz in der neuen…

Read the full article at taz – die tageszeitung
Source document: Gedenktafel in Berliner Bülowstraße

4 reports

taz – die tageszeitungIndependentCenter4 days ago
The move of the Fischer publishing house: isn't it the end of literature?

The S. Fischer Verlag, historically based in Berlin, has decided to move back to the city after having been located in Frankfurt since after World War II. The decision comes amid tensions with authors and reflects a commitment to literature. The move has drawn reactions from Frankfurt, including concern from local cultural officials, while Berlin appears largely silent on the matter.

Bias read (Center): The article presents the relocation of the publishing house without overtly favoring any political perspective. It provides historical context and mentions reactions from both Frankfurt and Berlin but does not take a clear stance or use biased language.

Official sources cited

  • other Gedenktafel in Berliner Bülowstraße
Frankfurter Allgemeine (FAZ)Independent🔒Center4 days ago
S. Fischer Verlag: loss and profit

The article discusses the relocation of the S. Fischer publishing house from Frankfurt to Berlin, highlighting the historical significance of the move compared to the departure of the Suhrkamp Verlag. It notes that while Fischer has historically operated in the shadow of Suhrkamp, it had its own distinct cultural contributions, such as its focus on works by authors like Kafka and Mann. The current managing director, Oliver Vogel, acknowledges the challenges facing publishers but is less convincing in explaining why moving to Berlin is the solution to declining book sales. The article also spec

Bias read (Center): The article provides a balanced overview of the S. Fischer Verlag's decision to relocate from Frankfurt to Berlin. It mentions both the historical context and the current challenges faced by the publisher without showing clear bias toward either supporting or criticizing the move. The tone remains客观

Der SpiegelIndependentCenter5 days ago
S. Fischer Publisher moving to Berlin

S. Fischer Verlage, one of Germany's most traditional and prestigious book publishers, has announced plans to move its headquarters from Frankfurt to Berlin by summer 2027. The publisher stated that this decision represents a return to its origins while also positioning itself strategically for the future. While Berlin will become the main office, Frankfurt will remain an important location, with editorial and commercial departments staying there.

Bias read (Center): The article provides a neutral summary of the relocation plan without any apparent ideological framing or biased language. It quotes the publisher directly and does not take a stance on the decision.

Süddeutsche ZeitungIndependent🔒Center5 days ago
Frankfurt adé: The S. Fischer publishing house is moving to Berlin.

The S. Fischer Verlag, a prominent German publishing house, is relocating its headquarters from Frankfurt to Berlin.

Bias read (Center): The article reports on a business decision without taking a stance or using biased language. It simply states the relocation of the publishing house without implying approval, criticism, or political alignment.

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  • otherGedenktafel in Berliner Bülowstraße