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GermanyMedicine14 days ago

Merkel on nationalism: "This is not going to end well!"

Former German Chancellor Angela Merkel discusses U.S. President Donald Trump's nationalist tendencies in an interview with the 'Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.' She compares Trump's mindset to that of a real estate developer, suggesting he views politics similarly to business competition. Merkel also reflects on her decision to open Germany's borders to refugees in 2015, acknowledging it contributed to the rise of the far-right Alternative for Germany (AfD).

Warum ist US-Präsident Trump so, wie er ist? Weil er ein Immobilienunternehmer sei, sagt Angela Merkel, der in etwa so denke: "Ein Grundstück kann immer nur einer bekommen. Und wenn ein anderer es bekommt, habe ich verloren." Hat die großzügige Aufnahme von Geflüchteten 2015 die in Teilen rechtsextreme "Alternative für Deutschland" (AfD)  erst groß gemacht? "Natürlich hat meine Entscheidung mit dazu geführt, dass die Umfragewerte für die AfD wieder gestiegen sind."

Angela Merkel hat sich zu Wort gemeldet, in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) an diesem Wochenende. Rund drei Jahre hatte die CDU-Politikerin, die 16 Jahre lang Bundeskanzlerin war, nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt geschwiegen. Ende 2024 hat sie ihre Memoiren veröffentlicht. Und neuerdings nimmt sie wieder hier und da Stellung. Auch zu tagesaktuellen Fragen, auch mit Einschätzungen über das politische Personal weltweit, das sie noch gut kennt.

Angespannt im Weißen Haus: Angela Merkel zu Besuch bei Donald Trump im April 2018 Bild: Kay Nietfeld/dpa/picture alliance

Trump agiert jetzt klarer mit der Tech-Industrie

Wie etwa US-Präsident Donald Trump . Im FAS-Interview heißt es: "Er kann sich nicht vorstellen, dass in der Politik nicht nur eine Seite, sondern auch beide Seiten gewinnen können." Merkel selbst erlebte den unberechenbaren US-Präsidenten in seiner ersten Amtszeit von 2017 bis 2021, über seine zweite Periode im Weißen Haus sagt sie jetzt unter anderem: "Die Interessen der Tech-Industrie werden von der Trump-Administration viel enger und klarer berücksichtigt."

Innenpolitisch zeigt sich die frühere Kanzlerin und Vorsitzende ihrer Partei, der CDU, skeptisch, was eine mögliche Wiedereinführung der Wehrplicht angeht. Die wurde 2011 unter ihrer Führung ausgesetzt. Im Moment versucht die Regierung aus Konservativen und Sozialdemokraten, auf freiwilliger Basis junge Menschen zum Dienst an der Waffe zu bewegen.

Merkel findet, ein großes Problem sei auch jetzt die Wehrgerechtigkeit. Damals, 2011, hätte nur noch ein Bruchteil eines Jahrganges den Dienst in der Truppe absolvieren müssen, dass sei jetzt auch nicht anders: "Ich will aber daran erinnern, dass man nicht an eine Wehrplicht anknüpft, bei der 85 Prozent eines Jahrganges gedient haben, sondern gerade mal 20 Prozent."

Bundeswehr-Werbung für Freiwillige: Angela Merkel sieht die Wehrgerechtigkeit als großes Problem einer möglichen Wehrpflicht Bild: Bernd Riegert/DW

Merkel: Europas Nato-Staaten hätten mehr tun müssen

Als ein klares Versäumnis bezeichnet es Merkel dann überraschend deutlich, dass vor allem die europäischen NATO-Staaten  in den letzten rund 12 Jahren nicht genug für die Aufrüstung getan hätten. 2014 hätten sie auf dem NATO-Gipfel in Wales versprochen, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung auszugeben: "Rückblickend betrachtet waren wir dabei aber nicht schnell genug." Und weiter: "Das hat Präsident Trump schon damals empört. Da hatten wir eine Schwachstelle."

Die Zustimmungswerte der aktuellen Regierung sind derweil im Keller,  die AfD liegt nun schon einige Wochen in allen Umfragen auch bundesweit an der Spitze. Merkel verteidigt Bundeskanzler Friedrich Merz und sein Kabinett so: "Wie sollen in einer Zeit, in der die Vereinigten Staaten von Amerika eine völlig neue Politik gegenüber Europa betreiben, in der wir einen Krieg haben zwischen der Ukraine und Russland, in der technische Umwälzungen, vor allem die Künstliche Intelligenz, in unser aller Leben vordringen, alle Probleme gelöst werden können?" Und zum Wesen der AfD sagt sie: "Sie nutzt die Unzufriedenheit, um zu versuchen, das Volk aufzuteilen in das eigentliche Volk und in eine von der AfD definierte Elite."

"Das dürfen wir nicht zulassen. Das endet nicht gut"

Den wohl bekanntesten Satz ihrer langen Jahre an der Macht formulierte Merkel 2015, nachdem viele Geflüchtete vor allem aus Syrien und Afghanistan  das Land erreicht hatten: "Wir schaffen das." Heute sagt sie: "Den damaligen humanitären Notfall, den haben wir mit der Hilfe von sehr, sehr vielen Menschen und Unterstützern so bewältigen können, dass Menschen geholfen werden konnte. Dass wir heute noch weiter Probleme haben mit der illegalen Migration, ist ja keine Frage."

Eine klare Warnung sendet die frühere Bundeskanzlerin dann angesichts des überall stärker werdenden Nationalismus. Merkel sagt, auch sie beobachte, dass der Blick etwa in den Staaten der Europäischen Union wieder mehr nach innen gehe: "Damit fängt man dann plötzlich an, die Unterschiede zu anderen entscheidend für das eigene Wohlbefinden zu machen. Das dürfen wir nicht zulassen. Das kennen wir aus der Geschichte. Das endet nicht gut."

Auch Merz sagt jetzt "Wir schaffen das"

Ihren berühmten Satz "Wir schaffen das" hat sich im Übrigen ganz aktuell auch der jetzige Bundeskanzler ausgeliehen. Friedrich Merz  sagte am Wochenende auf einer Partei-Veranstaltung in Mecklenburg-Vorpommern über die jetzt anstehenden schwierigen Reformen et…

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Source document: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

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Deutsche Welle (Deutsch)State / PublicCenter14 days ago
Merkel on nationalism: "This is not going to end well!"

Former German Chancellor Angela Merkel discusses U.S. President Donald Trump's nationalist tendencies in an interview with the 'Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.' She compares Trump's mindset to that of a real estate developer, suggesting he views politics similarly to business competition. Merkel also reflects on her decision to open Germany's borders to refugees in 2015, acknowledging it contributed to the rise of the far-right Alternative for Germany (AfD).

Bias read (Center): The article presents Merkel's statements without overtly biased language or selective sourcing. It quotes her directly and provides context about her political decisions and their effects. The framing appears balanced, focusing on her reflections rather than taking a stance on her policies.

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