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GermanyCrime23 days ago

Sea level is rising in Sydney too Photo comparison says nothing

A German Facebook post from February 2026 claims that sea level rise is not significant by comparing two images of Big Rock at Bondi Beach in Sydney labeled with the years 1912 and 2026. The post was shared in a group called 'Facts against Climate Hysteria.' The article explains that these images do not prove that sea levels have not risen, as they are misleadingly presented. It also notes that similar false claims were previously debunked using images from Rio de Janeiro, New York, and Rügen. According to data, sea levels in Sydney have risen by approximately eight centimeters since 1915.

Aus der Reihe „Meeresspiegel Anstieg den man nirgendwo sieht“ seien die beiden Bilder in seinem Beitrag, schreibt ein deutschsprachiger Nutzer auf Facebook Ende Februar 2026 . Zu sehen auf den Bildern, beschriftet mit den Jahreszahlen 1912 und 2026, ist der sogenannte Big Rock am Bondi Beach in der australischen Großstadt Sydney. Auf den ersten Blick ist der Wasserstand auf beiden Bildern sehr ähnlich. Ein Beweis, dass der Anstieg des Meeresspiegels harmlos ist, ist das jedoch nicht.

In dem Facebook-Beitrag werden die Bilder von Big Rock sowie Screenshots der Meeresspiegel-Messdaten aus Sydney geteilt, jedoch falsch wiedergegeben (Quelle: Facebook; Fotos: J. W. Tremain / Journal and proceedings of the Royal Society of New South Wales (Ausgabe XLVI, 1912), Craig Kelly / X, National Oceanography Centre; Screenshots und Collage: CORRECTIV.Faktencheck)

Bereits im Januar 2026 kursierten Bilder eines australischen Strandabschnittes, die die selbe Behauptung belegen sollten. Schon damals konnten wir zeigen , dass sie falsch ist. Auch Aufnahmen aus Rio de Janeiro in Brasilien, New York in den USA und der deutschen Insel Rügen mussten bereits für solche Behauptungen herhalten.

Meeresspiegel bei Sydney seit 1915 um etwa acht Zentimeter gestiegen

Der deutsche Facebook-Beitrag mit der „Big Rock“-Collage wurde am 27. Februar in einer Facebook-Gruppe namens „Fakten gegen Klimahysterie“ veröffentlicht – er allein wurde mehr als 1.800 Mal geteilt.

Der Nutzer ist nicht der erste, der den Bildvergleich teilt, er ergänzt jedoch auch Messwerte des National Oceanography Centre , also des Ozeanografischen Zentrums Australiens, das an verschiedenen Messstellen in Sydney den Meeresspiegel überwacht. Da es am Strand Bondi Beach  keine Messstation gibt, sind  im Facebook-Beitrag Daten von der Messstation „Port Denison 2“ im Hafen der Stadt zu sehen.

Abgebildet ist der durchschnittliche Meeresspiegel pro Jahr an der Messstelle „Port Denison 2“ (Quelle: National Oceanography Centre; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)

Der Facebook-Nutzer schreibt dazu, der Pegelstand sei im Schnitt „lediglich“ um „nur“ 60 Millimeter zwischen 1912 und 2026 gestiegen. Das ist falsch.

Die Messdatenreihe startet erst im Jahr 1915 mit einem Pegelstand von 7.011 Millimeter (einem außergewöhnlich hohen Wert im Vergleich zu den nachfolgenden Jahren, wie in der Grafik zu erkennen ist) und endet 2024 mit einem Pegelstand von 7.091 Millimeter, also einem Unterschied von 80 Milimetern (umgerechnet acht Zentimeter).

Auch das australische Bureau of Meteorology hat Daten zum Meeresspiegel, die das Royal Melbourne Institute of Technology für einen Faktencheck auswertete. Sie zeigen für den Hafen von Sydney einen Meeresspiegelanstieg von acht Zentimetern zwischen 1914 und 2019. Eine Auswertung der Wetter- und Ozeanografiebehörde der Vereinigten Staaten bestätigt diese Zahlen. Sie zeigt einen Anstieg des Meeresspiegels aktuell um etwa 0,8 Millimeter pro Jahr im Hafen von Sydney.

Das ist laut einem Bericht der Europäischen Umweltagentur weniger als der globale Anstieg, der von 1900 bis 2020 bei durchschnittlich 1,7 Millimetern pro Jahr lag – insgesamt bei 21 Zentimetern. Zu ähnlichen Zahlen kam auch der Weltklimarat im Jahr 2023 ( PDF, Seite 12 ).

Seit den 1990er-Jahren steigt der Meeresspiegel laut den Daten schneller an, Hauptursache ist laut der Europäischen Umweltagentur der Einfluss des Menschen. Der globale Meeresspiegel-Anstieg als Folge des Klimawandels gilt mittlerweile als wissenschaftlich gesichert .

Gezeiten und Klimawandel wirken sich auf den Meeresspiegel aus

Verfolgt man die Bildcollage vom „Big Rock“ mit einer Bilder-Rückwärtssuche zurück, gelangt man zu einem X-Profil im Namen des australischen Politikers Craig Kelly. Das X-Profil hatte den Bildvergleich am 24. Februar 2026 geteilt – es bedankte sich bei „den beiden jungen Männern“, die ihm bei dem aktuellen Foto angeblich geholfen hätten. Darüber zu sehen: eines der ältesten Bilder vom „Big Rock“, das im Jahr 1912 in einem wissenschaftlichen Magazin veröffentlicht wurde .

Einmal online, verbreiten sich solche Bildvergleiche oft über einen langen Zeitraum. So auch im aktuellen Fall: Etliche englische Profile teilen die „Big Rock“-Collage aktuell weiter.

So ein Bildvergleich lässt jedoch stets außer Acht, dass der Meeresspiegel über das Jahr hinweg und auch an einem Tag stark schwanken kann, etwa durch Gezeiten. Deswegen sind solche Fotovergleiche nicht sinnvoll. Im Fall von Sydney zeigen mehrere Webseiten , dass der Unterschied zwischen Ebbe und Flut dort an einem Tag mehr als einen Meter betragen kann.

CORRECTIV beschäftigte sich bereits 2019 umfangreich mit dem Anstieg des Meeresspiegels. Alle Artikel der Serie „steigende Meere“ finden Sie hier .

Redigatur: Steffen Kutzner, Sarah Thust

Die wichtigsten, öffentlichen Quellen für diesen Faktencheck:

Meeresspiegeldaten für Sydney, Port Denison 2, National Oceanography Center, Stand 28. Mai 2026: Link (Englisch, archiviert)

CORRECTIV im Po…

Read the full article at CORRECTIV
Source document: Journal and proceedings of the Royal Society of New South Wales (Ausgabe XLVI, 1912)

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CORRECTIVIndependentCenter23 days ago
Sea level is rising in Sydney too Photo comparison says nothing

A German Facebook post from February 2026 claims that sea level rise is not significant by comparing two images of Big Rock at Bondi Beach in Sydney labeled with the years 1912 and 2026. The post was shared in a group called 'Facts against Climate Hysteria.' The article explains that these images do not prove that sea levels have not risen, as they are misleadingly presented. It also notes that similar false claims were previously debunked using images from Rio de Janeiro, New York, and Rügen. According to data, sea levels in Sydney have risen by approximately eight centimeters since 1915.

Bias read (Center): The article presents facts and data without taking a clear stance on climate change or the political implications of sea level rise. It focuses on debunking misinformation rather than promoting a specific ideological viewpoint.

Official sources cited

  • press release Journal and proceedings of the Royal Society of New South Wales (Ausgabe XLVI, 1912)
  • press release National Oceanography Centre

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  • press_releaseJournal and proceedings of the Royal Society of New South Wales (Ausgabe XLVI, 1912)
  • press_releaseNational Oceanography Centre