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AustriaSports3 days ago

In the name of freedom of the ears

The article discusses the growing importance of hairstyles in football, particularly during major tournaments like the World Cup. It highlights examples such as Marko Arnautovic, who dyed his hair white-blond before a match, and notes how players like David Beckham and Cristiano Ronaldo have used their appearance to secure lucrative sponsorship deals. The trend has become more noticeable in recent years.

WM-Frisuren

Die „schönste Nebensache der Welt“, wie Fußball gern genannt wird, hat noch einmal eine Nebensache, die tatsächlich irgendwie mit Ästhetik zusammenhängt. Denn seit nun schon etlichen Jahren müssen Fußballspieler nicht nur ordentlich kicken können, sondern auch die Haare schön haben. Bei der EM vor zwei Jahren zeichnete sich ein Trend bereits ab, heuer ist es bei der WM unübersehbar: mehr Platz für Ohren.

Online seit heute, 15.05 Uhr

Das aus österreichischer Sicht auffälligste Beispiel für den Stellenwert von Frisuren ist Marko Arnautovic. Er ließ sich vor dem Auftaktspiel gegen Jordanien seine Haare weißblond färben. Dass ihn das zusätzlich beflügelt hat, darf zwar bezweifelt werden, immerhin war er nach seiner Einwechslung aber der prägende Spieler.

Spätestens irgendwann in den 1990er Jahren war klar geworden, dass man als Fußballer nicht nur auf Sportschuhe und Softdrinks beschränkt sein musste, sondern auch durchaus lukrative Werbeverträge für Kosmetik und Mode abschließen konnte – mit entsprechendem Look. Verkörpert wurde das durch den Engländer David Beckham – in seine Fußstapfen trat bald Cristiano Ronaldo. Wie sehr der Portugiese auf sein Aussehen achtete, merkte man etwa bei einem Spiel der EM 2012, als er in der zweiten Hälfte mit deutlich veränderter Frisur einlief.

Alle ähnlich?

Jedenfalls gewann die Frisurbetrachtung in den vergangenen Jahren deutlich an medialem Gewicht, auch weil man glaubte, damit einer anderen Zielgruppe das Phänomen Fußball näherbringen zu können: Frauen. So unterziehen in Schweizer Medien nun Stylistinnen die Haarpracht der Schweizer „Nati“ einer beinharten Stilkritik.

Interessanter ist aber, dass es in Zeiten des angeblich totalen Individualismus so scheint, als ob der Trend eher Richtung konformistischer Einheitsfrisur – global und recht losgelöst von regionalen und kulturellen Unterschieden – geht. Und der Trend geht, salopp gesagt, in Richtung freigelegtes Ohr.

Der Trend ist zugegeben nicht wahnsinnig neu und wurde auch schon bei der EM 2024 in Deutschland von allerlei Medien festgestellt: der „Fade Cut“, bei dem seitlich und im Nacken ein Verlauf von unten nach oben geschnitten wird.

Ganz schön kompliziert

Doch ganz so einfach ist es nicht: Je nachdem, wie viel seitliche Kopffläche sehr kurz bleibt, spricht man von „Low Fade“, „Mid Fade“ oder „High Fade“, wird ganz rasiert, ist es ein „Skin Fade“. Zur allgemeinen Begriffsverwirrung gibt es dann noch den „Taper“, der sich genau genommen durch die Haarkürze vor allem am Kotelettenansatz unter der Schläfe auszeichnet, aber auch oft synonym zum „Fade“ verwendet wird.

„Fade“ in unterschiedlichen Formen: Nico Schlotterbeck (Deutschland), Cesar Montes (Mexiko), Teun Koopmeiners (NL)

Ergänzt man noch die unzähligen neumodischen Varianten („French Crop“, „Modern Mullet“, „Quiff“, „Edgar Cut“ etc.) für das Haar auf dem Oberkopf, also quasi für das Haupthaupthaar, ergeben sich daraus Bezeichnungsvarianten, die der Komplexität der Insektentaxonomie durchaus das Wasser reichen können.

Rund ist in

All diese Varianten sind derzeit jedenfalls live und in Aktion zu sehen und werden praktischerweise auch gleich einem Härtetest unterzogen: Hält die Frisur?

Eine neuere Unterart scheint heuer aber ganz besonders beliebt zu sein: der „Burst Fade“. Und glaubt man unzähligen Haar- und Stylingberichten, so feierte dieser tatsächlich erst vor einigen Monaten sein großes Comeback. Der „Burst Fade“ zeichnet sich im Wesentlichen durch einen runden Verlauf rund um das Ohr aus, als ob man mit einem Zirkel mit Mittelpunkt Ohr einen Halbkreis gezogen hätte. Eine Haarhommage an das runde Leder?

Florian Wirtz (Deutschland), Bruno Guimaraes (Brasilien) und William Saliba (Frankreich) mit kreisrunder Ohrfreilegung

Ebenfalls beliebt ist die härtere Variante, der „Undercut“, bei dem der Übergang von kurz zu lang stufig statt verlaufend geschnitten wird. Doch auch die Grenzen zwischen „Fade“ und „Undercut“ sind fließend.

Blonde Sichtbarkeit

Dennoch: All jene, die sich dem allgemeinen Trend nicht anschließen und auch bei der Frisur Mut beweisen, haben vielleicht ein paar Vorteile – zumindest für Zuseherinnen und Zuseher. So sind etwa blondgefärbte Spieler selbst auf dem kleinsten Screen gut zu erkennen. Arnautovic setzte sich beim Auftaktspiel sowieso in Szene, weniger gut lief es für den Spanier Dani Olmo und den Türken Mert Müldür, die sich nach ihrer Einwechslung jeweils mit einem Remis begnügen mussten.

Drastisch gachblond: Olmo, Müldür, Arnautovic

Ganz im Trend scheinen auch vereinzelte blonde Spitzen auf Wuschelköpfen, wie es der spanische Jungstar Lamine Yamal trägt, zu sein. Im Spiel Frankreich gegen Senegal trafen mit Desire Doue und Ibrahim Mbaye gleich zwei Spieler mit praktisch identischer Frisur aufeinander.

Yamal, Mbaye und Doue

Frankreichs wandelnder Frisurenkatalog

Überhaupt findet sich in der französischen Mannschaft – wie auch bei Großevents der vergangenen Jahre – eine ganze Vielzahl an unterschiedlichsten Trendfrisu…

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ORF NewsState / PublicCenter3 days ago
In the name of freedom of the ears

The article discusses the growing importance of hairstyles in football, particularly during major tournaments like the World Cup. It highlights examples such as Marko Arnautovic, who dyed his hair white-blond before a match, and notes how players like David Beckham and Cristiano Ronaldo have used their appearance to secure lucrative sponsorship deals. The trend has become more noticeable in recent years.

Bias read (Center): The article focuses on sports culture and fashion trends within football, without taking a political stance or showing bias toward any particular ideology. It provides factual observations about player appearances and their influence on sponsorships, with no evident slant.