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AustriaCulture2 days ago

No more waiting: UK tells tech platforms to fight back

The UK plans to ban social media platforms for children and teenagers under 16 years old, requiring stricter age verification for all users. Prime Minister Keir Starmer stated that these platforms make children unhappy and emphasized the need for online safety. The ban would cover popular platforms like YouTube, TikTok, Instagram, Facebook, and Snapchat but exclude messaging apps such as WhatsApp and Signal. This policy draws inspiration from Australia’s approach but includes additional measures, such as prohibiting endless scrolling after 8:30 PM for 16- and 17-year-olds.

Eine halbe Stunde am Smartphone. Mehr brauchte es vor drei Jahren nicht, um das Leben des australischen Teenagers Mac Holdsworth aus der Bahn zu werfen.

Und es nur wenig später auf tragische Weise zu beenden. Der damals 16-jährige Schüler war auf Snapchat und Instagram unterwegs, als die Nachricht einer – wie Mac glaubte – jungen Frau in sein Postfach flatterte. Rasch entwickelte sich ein Gespräch. Die vermeintlich 18-Jährige machte ihm Komplimente, schickte Fotos von sich, auch explizite. Es sollte nicht lange dauern, ehe sie ihn aufforderte, ihr ebenfalls Nacktfotos zu senden. Mac stimmte zu.

Was danach passierte, ist das, was Ermittler „Sextortion“ nennen: Das Handy des Jugendlichen läutete, am anderen Ende der Leitung nicht die erhoffte Stimme seines Onlineschwarms, sondern die eines 47-jährigen Mannes. „Er forderte 500 Dollar. Andernfalls würde er die Fotos veröffentlichen“, erinnert sich Macs Vater Wayne Holdsworth.

Die Familie bezahlte, doch der Erpresser wollte mehr. Wie aus späteren Polizeiprotokollen hervorgeht, sagte der 47-Jährige an einem Punkt sogar: „Wenn du nicht zahlst, werden alle die Fotos sehen, deine Familie wird dich hassen und du wirst dich umbringen wollen.“ Wenig später veröffentlichte der Mann die Fotos.

Macs Familie stand hinter ihm. Doch mit seiner zweiten Aussage sollte der Kriminelle recht behalten. Es war der 24. Oktober 2023, als Wayne Holdsworth seinen toten Sohn in dessen Zimmer fand. „Hilfe zu holen und seiner 14-jährigen Schwester zu erklären, was passiert war, war der schlimmste Moment meines Lebens.“

Wenn Wayne heute zurückdenkt, gab es Anzeichen. Sein Kind habe nach diesem Erlebnis zwar betont, es sei alles in Ordnung, doch der einst selbstbewusste Kapitän der Schul-Football-Mannschaft veränderte sich: „Er machte keinen Sport mehr, zog sich zurück. Mac konnte niemandem mehr vertrauen.“

3.000 Fälle in Österreich

2.931 Fälle von Erpressung mit intimen Bildern oder Videos wurden 2024 in Österreich angezeigt, die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. „Sextortion“ und vergleichbare Verbrechen sind somit keine fernen Probleme. In Australien hat die Politik reagiert und eines der weltweit strengsten Social-Media-Gesetze für unter 16-Jährige beschlossen. Holdsworth, der sich von seinem Schmerz nicht auffressen lassen wollte, startete eine Initiative zur Suizidprävention und für einen verantwortungsvolleren Umgang mit sozialen Medien. Mit seinem unermüdlichen Einsatz wurde er zu einem der Aushängeschilder auf dem Weg zu diesem Gesetz.

Die international viel beachtete Rechtsvorschrift ist seit einem halben Jahr in Kraft. Sie verpflichtet Plattformen wie Tiktok, Instagram, Facebook oder Youtube, das Alter ihrer Nutzer zu prüfen und Kinder de facto auszusperren. Premierminister Anthony Albanese argumentierte vor allem mit dem Schutz der psychischen Gesundheit Minderjähriger. Verantwortung tragen nicht Kinder oder Eltern, sondern die Plattformen: Ihnen drohen Strafen bis zu 50 Millionen australische Dollar.

Nach Australiens Vorpreschen ziehen Länder in Europa und Asien nach. In Österreich soll Anfang 2027 ein eigenes Social-Media-Gesetz kommen. Details sind noch offen, klar ist aber: Auch hier sollen Plattformbetreiber in die Pflicht genommen werden. „Wir müssen unsere Kinder vor den Algorithmen der Online-Giganten schützen“, hieß es von Vizekanzler und Medienminister Andreas Babler (SPÖ). Im Fokus des Schutzes stehen in Österreich Kinder, diskutiert wird ein Mindestalter von 14 Jahren . Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) kündigte zudem an, dass ein reines Verbot nicht reichen werde. Parallel wolle man die digitale Medienkompetenz stärken.

Mehr Gespräche

„Kontrollieren wir die sozialen Medien und lassen wir uns nicht von ihnen kontrollieren“: Holdsworth ließ von Anfang an keinen Zweifel daran, dass er das Gesetz unterstützt. Für ihn ist klar: „Hätte Mac nicht dieses Foto von sich verschickt, würde er noch leben.“

Anders als manche andere Politiker behauptete der 57-Jährige aber nie, dass sich ein derart komplexes Problem einfach lösen lässt: „Das Gesetz ist nur der Anfang. Entscheidend ist Aufklärung .“ Holdsworth schlägt damit in dieselbe Kerbe wie mehr als 100 Forscher und Experten, die im Vorfeld der „Verbannung“ von Kindern aus den sozialen Medien einen differenzierten Zugang forderten.

Einer, der vor allem Bedenken bezüglich der technischen Umsetzung hatte, war Cybersecurity-Forscher Shaanan Cohney von der University of Melbourne. Und tatsächlich zeigen aktuelle Studien ernüchternde Ergebnisse: 75 Prozent der 14- und 15-Jährigen in Australien konsumieren weiterhin Social Media.

Im Gespräch mit den eigentlichen Betroffenen, den australischen Jugendlichen, bestätigt sich die Experteneinschätzung rasch: „Wir sind alle noch online“, erzählt der 15-jährige Jake. Als seine Mutter nachfragt, ob er die Apps austricksen musste, weicht er aus. Auch Mutter Diana wirkt verlegen: „Vermutlich hätten wir strenger kontrollieren sollen.“ Mit diesem Gefühl ist sie nicht allein: Vie…

Read the full article at Kurier
Source document: Prime Minister Keir Starmer's statement

3 reports

Der StandardIndependentLeft2 days ago
No more waiting: UK tells tech platforms to fight back

The UK plans to ban social media platforms for children and teenagers under 16 years old, requiring stricter age verification for all users. Prime Minister Keir Starmer stated that these platforms make children unhappy and emphasized the need for online safety. The ban would cover popular platforms like YouTube, TikTok, Instagram, Facebook, and Snapchat but exclude messaging apps such as WhatsApp and Signal. This policy draws inspiration from Australia’s approach but includes additional measures, such as prohibiting endless scrolling after 8:30 PM for 16- and 17-year-olds.

Bias read (Left): The article presents the UK government's proposed social media restrictions as a necessary measure to protect young people's well-being, using direct quotes from Prime Minister Keir Starmer who frames the issue as urgent and critical. The tone emphasizes the negative impact of social media on youth,

Official sources cited

  • government Prime Minister Keir Starmer's statement
Die PresseIndependent🔒Center5 days ago
Banned for children under 16: UK takes strict action against TikTok, Instagram and YouTube

The article reports that the UK has implemented strict measures banning children under 16 from using TikTok, Instagram, and YouTube.

Bias read (Center): The article presents a factual report on UK regulations without apparent ideological framing or biased language. It does not emphasize any particular political perspective or include commentary that suggests a leaning.

KurierIndependentCenter7 days ago
Locked out – but still continuing on Tiktok

Australia implemented one of the world's strictest social media laws aimed at protecting children. Six months later, many young people remain online, and risks persist.

Bias read (Center): The article presents factual information without overtly favoring any political perspective. It reports on the implementation and outcomes of a policy without using biased language or selective sourcing.

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