Den ersten Sieg mit Ferrari zu feiern, das ist, fernab aller Titel, die Krönung einer Rennfahrerkarriere. An der gleichen Stelle, an der das vor 30 Jahren Michael Schumacher im strömenden Regen schaffte, gelang das beim Großen Preis von Barcelona-Catalunya auch Lewis Hamilton , dem anderen siebenmaligen Formel-1-Champion. Allerdings schafft es der 41-Jährige erst in seiner zweiten Saison in Rot. Das steigert die Emotionen nur noch. Ferrari hat erstmals in diesem Jahr Dauersieger Mercedes den Triumph entrissen, George Russell kam mit 19,5 Sekunden Rückstand vor Lando Norris im McLaren ins Ziel – ein rein britisches Podium.
„Es sah nach einer unmöglichen Reise aus“
„Gut gemacht“, ist der eher nüchterne Kommentar seines Renningenieurs Carlo Santi. Hamilton schlägt die Hände vors Helmvisier, zelebriert seinen 106. Karriereerfolg mit einem Faustschlag auf den Sicherheitsbügel über dem Cockpit und bedankt sich auf Italienisch bei seinem Rennstall: „Grazie tutti, ragazzi! Ich liebe euch alle. Dieses Rennen erinnert mich daran, wer ich bin.“
Dass das offizielle Siegerinterview von seinem alten Rivalen Nico Rosberg geführt wird, ist eine weitere Volte des Schicksals. Hamilton greift sich ans Herz, als er den langen Weg dorthin im Schnelldurchlauf Revue passieren lässt: „Ich habe im vergangenen Jahr einen Traum verfolgt, und es sah nach einer unmöglichen Reise aus. Aber ich habe die Hoffnung nie aufgegeben, und das Team hat mich immer aufgefangen. Dieser Erfolg ist etwas ganz, ganz Außerordentliches. Forza Ferrari !“
Hamilton ist nach seiner dritten Podiumsplatzierung in Serie mit seinen 41 Punkten Rückstand auf den kurz vor Schluss ausgefallenen Kimi Antonelli WM-Zweiter.
Erhöhte Temperaturen beim vorerst letzten Auftritt der Formel 1 in Barcelona , 30 Grad Celsius in der Luft und 50 Grad im Asphalt, das geht auf die Reifen, auf die Motoren und kann aufs Gemüt gehen. Cool bleiben, das ist beim siebten WM-Lauf mehr als nur eine Vokabel. Sie gilt vor allem für George Russell, den Mann ganz vorn. Die Qualifikations-Bestzeit ist mit einem Jubiläum garniert, es ist die 150. Pole Position für Mercedes in der Königsklasse. Für den Briten selbst ist es der 100. Einsatz im Silberpfeil, ein nettes Jubiläum, aber mehr auch nicht.
Der 28-Jährige steht nach drei mehr als durchwachsenen Rennen unter Zugzwang, Teamkollege Kimi Antonelli droht ihn abzuhängen. Neben sich hat Russell den wiedererstarkten Hamilton, der auf das aerodynamische Upgrade am Auto setzt: „Wir arbeiten in die richtige Richtung, so nah war ich noch nie dran.“ Aber auf den 740 Meter Anlauf zum ersten Bogen in Barcelona helfen ihm auf der schmutzigen Seite der Piste auch die ganz weichen Reifen nicht, Russell zieht vorbildlich davon.
WM-Spitzenreiter Antonelli kann im Windschatten zunächst nicht richtig folgen. Kein Crash der Sterne also wie vor zehn Jahren zwischen Hamilton und Nico Rosberg, was Mercedes-Teamchef Toto Wolff erleichterte. Proaktiv hatte er geschworen: „Wir lieben und unterstützen beide Fahrer gleichermaßen.“
Derjenige, der am meisten gutzumachen hat, ist Charles Leclerc. Der Monegasse war im Rennen in Monaco auch in der Qualifikation in den Barrieren gelandet. Der Kronprinz, gerade mit einer Vertragsverlängerung von Ferrari ausgestattet, verliert zunehmend an Ansehen und Momentum, auch im Vergleich zum Kollegen Hamilton. Er hatte sich vom zehnten Startplatz auf Rang sechs nach vorn geschoben, ehe drei Rennen vor Schluss die Servolenkung ausfiel.
Die unterschiedlichen Reifenstrategien sind es, die Spannung über die lange Distanz bringen – zwei oder drei Stopps? Die ersten fünf sind nach 28 Runden immer noch in der Startreihenfolge zusammen, jeder in Schlagweite des anderen, als Hamilton zum zweiten Stopp abbiegt und klar wird, dass er noch einen dritten machen muss. Wie reagiert Mercedes?
Spannende Aufholjagd
Das Strategiespiel nimmt Fahrt auf. Beide Silberpfeile bleiben draußen, Antonelli schließt zu Russell auf. Der Italiener muss allerdings bei seinem Angriff aufpassen, er hatte zuvor schon dreimal die Streckenbegrenzung überschritten, beim vierten Mal würde eine Fünf-Sekunden-Strafe drohen. Bei Toto Wolff steigt der Puls, als sich Russell zur Rennhälfte heftig wehrt. Das Geplänkel birgt noch eine Gefahr – dass es dem heranfliegenden Hamilton in die Hände spielen könnte. „Hole ich auf?“, fragt dieser atemlos an der Box nach und bekommt die zufriedenstellende Antwort: „Ziemlich gut sogar. Mach weiter Druck!“
Dementsprechend kommt bei Mercedes die Ansage, sich auf keine weiteren zeitraubenden Spielchen mehr einzulassen. Nico Hülkenberg ist zu diesem Zeitpunkt bereits aus dem Rennen, nach 31 Runden bleibt sein Audi vor der Boxengarage stehen und kann nicht wieder gestartet werden. Der Emmericher hatte es als Neunter am Samstag erstmals in die Top Ten geschafft. Er verlor zwar am Start zunächst seinen Platz, war aber auf dem besten Weg zu seiner ersten Punkteplatzierung, als ihm die Ingolstädter Technik erneut einen Streich spielte.
Nachdem be…
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Der SpiegelIndependentCenter6 days ago Formula 1: Lewis Hamilton secures first Grand Prix win for Ferrari - 'Celebrated like a god' - Press reactionsLewis Hamilton secured his first victory with Ferrari at the Spanish Grand Prix, marking a significant turnaround after a challenging debut season with the team. Italian media has praised Hamilton extensively, comparing him to a deity and highlighting his return to form. International reactions also acknowledge his performance.
Bias read (Center): The article focuses on a sports event and does not present any political stance or controversy. The content is primarily celebratory of Hamilton's achievement without any apparent bias or political framing.
Frankfurter Allgemeine (FAZ)Independent🔒Center6 days ago Press reviews on Formula 1: 'King Lewis rules again'Lewis Hamilton won his first Grand Prix with Ferrari at the Barcelona race, marking his 106th career victory. International media outlets have reported on this achievement, highlighting his return to form and the significance of the win for Ferrari.
Bias read (Center): The article reports on a sports event without any political commentary or bias. The focus is purely on Lewis Hamilton's racing performance and the reactions of various media outlets.
Frankfurter Allgemeine (FAZ)Independent🔒Center7 days ago First win in Ferrari: Hamilton triumphs at Formula 1 race in SpainLewis Hamilton secured his first victory with Ferrari at the Spanish Grand Prix in Barcelona-Catalunya, marking his 106th career win. This achievement comes in his second season with the team and represents Ferrari's first win of the year, surpassing Mercedes' dominance. George Russell finished second, followed by Lando Norris. Hamilton expressed gratitude to his team and reflected on the challenges he faced during his journey to this success.
Bias read (Center): The article focuses on a sports event with no direct political implications. The content is descriptive and highlights Hamilton's personal achievement without any apparent ideological framing or bias.
Frankfurter Allgemeine (FAZ)Independent🔒Center7 days ago Formula 1 in Catalonia: Lewis Hamilton's first win in a FerrariLewis Hamilton secured his first victory with Ferrari at the Spanish Grand Prix in Barcelona-Catalunya, marking his 106th career win. The race took place at the same circuit where Michael Schumacher won 30 years ago. Hamilton, now in his second season with Ferrari, outperformed Mercedes, which had been dominant this year. British drivers George Russell and Lando Norris finished second and third respectively, creating a British podium. Hamilton expressed gratitude to his team and reflected on his journey to success.
Bias read (Center): The article provides a factual account of a Formula 1 race without overt political commentary or biased framing. It focuses on the sporting achievement of Lewis Hamilton and does not take a stance on any political issue.
Der SpiegelIndependentCenter7 days ago Formula 1 in Barcelona: Lewis Hamilton wins his first Grand Prix for FerrariLewis Hamilton won his first Formula 1 race since nearly two years with Ferrari at the Spanish Grand Prix in Barcelona. This marked his first victory in a Ferrari car and ended Mercedes' winning streak. Hamilton expressed gratitude to his team after the win. German driver Nico Hülkenberg did not score any points in his seventh race of the season due to technical issues forcing him to retire early.
Bias read (Center): The article reports on a sports event without political commentary or bias. It focuses on the outcome of a Formula 1 race and includes direct quotes from the drivers involved. There is no indication of ideological framing or selective reporting.