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GermanyCulture5 days ago

Film My Life, My Thing: An anecdote of an unsuitable

The film 'My Life, My Thing' follows the life of Barbie, a 55-year-old woman who appears disoriented and eccentric as she navigates through life with moments of hope. The film portrays her as someone who struggles with identity and daily functionality, highlighting her confusion and lack of direction.

Film „Mein Leben, mein Ding“ : Anekdoten einer Unangepassten

In Sophie Fillières’ Film „Mein Leben, mein Ding“ mäandert die Protagonistin orientierungslos und wunderlich durchs Leben, mit einem Funken Hoffnung.

Zeit großer Veränderung: Barbie (Agnès Jaoui) in „Mein Leben, mein Ding“

Filmwelt

Barbie tut so, als sei sie beim Sport, während sie mit ihrer Freundin telefoniert. Als sie dann tatsächlich im Fitnessstudio ankommt, gibt sie vor, zu Hause zu sein. Überhaupt tut Barbie viele scheinbar unlogische oder unkoordinierte Dinge. Sie kann sich am Computer für keine Schriftart entscheiden, findet sogar, dass eine davon magersüchtig sei: eine Schriftart, „die sich jeden Morgen wiegt“.

Dann kündigt sie unverhofft ihren Job, isst einen McDonald’s-Burger im Park, obwohl sie Fast Food verabscheut, wird in seltsame Gespräche mit Fremden verwickelt oder lässt sich von einer Wildfremden aus der Tram dazu verdonnern, alle ihre Taschen zu schleppen. Ist Barbie wirr oder nur unentschlossen? Die 55-Jährige – zwei Kinder, vom Mann getrennt lebend – mag wunderlich wirken. Vielleicht tickt sie als Werbetexterin und Dichterin ohnehin anders.

Doch vor allem leidet Barbie an Orientierungslosigkeit. Von ihr wird sie zunehmend beherrscht, sodass sie im Alltag immer weniger funktioniert. Ihrem Psychiater sagt sie: „Ich weiß immer noch nicht, wer ich bin.“ Doch da steckt sie schon längst in einer Depression , die nun offensichtlich zutage tritt. Nachdem sie einem Jugendflirt begegnet, ihn nicht wiedererkennt und für einen Boten aus dem Jenseits hält, bekommt sie akute Todesangst und lässt sich in die Psychiatrie einweisen.

Der Film

„Mein Leben, mein Ding“. Regie: Sophie Fillières. Mit Agnès Jaoui, Angelina Woreth u. a. Frankreich 2024, 99 Min.

Erzählt werden diese Anekdoten im Leben einer Unangepassten eher beiläufig, nie dramatisch. Das entspräche auch nicht dem Stil von Regisseurin Sophie Fillières, die 2023, kurz nach Ende der Dreharbeiten für diesen Film, verstarb. So entpuppt sich „Mein Leben, mein Ding“ als ihr filmischer Schwanengesang, der zeigt, was wir an dieser eigensinnigen und originellen Filmemacherin verloren haben.

Fillières hat es immer verstanden, auch existenzielle Krisen ihrer Prot­ago­nis­t*in­nen mit Lakonie und subtilem Humor zu schildern. „Die Komödie ermöglicht es, sich auf gefährliches Terrain zu begeben, ohne dass man sich dafür rechtfertigen muss“, hat sie einmal gesagt. Man denke an ihren Film „Arrête ou je continue“ (2014), der die Trennung eines seit Langem verheirateten Ehepaars schildert. Darin lässt die Frau, Pomme (Sophie Devos), ihren Gatten Pierre (Mathieu Amalric) urplötzlich beim gemeinsamen Wandern im Wald zurück. Sie landet in einer Herberge, wo eine Gruppe Mu­si­ke­r*in­nen übernachtet. Als sich an einer Runde am Tisch alle mit Vornamen und Instrument vorstellen, passt sich die Frau, die keine Musikerin ist, nahtlos an und präsentiert sich mit „Pomme, Geige“.

Selbst in der Klinik erscheint die Protagonistin nicht nur als elende Patientin, sondern als exzentrische Person, die Aufmerksamkeit erregt

Dieser Ausschnitt ist auch symptomatisch für Fillières’ letzten Film, „Mein Leben, mein Ding“. Zum einen steht eine Protagonistin im Mittelpunkt. Zum anderen zeigt er, wie eine Frau sich einfügen kann, obwohl sie mit dem Herzen nicht bei der Sache ist und sich in der Gemeinschaft der Fremden unwohl fühlt. Komik kommt bei der Szene trotzdem auf.

In „Mein Leben, mein Ding“ gibt nun die großartige Agnès Jaoui die Hauptrolle, spielt eine Frau mittleren Alters, die ebenfalls an einem Wendepunkt im Leben angelangt ist. Sie gestaltet die Heldin als eine neben sich stehende Frau, die immer mal die Kraft für kleine rebellische Aktionen aufbringt, ansonsten aber mehr reagiert als agiert. Wie auch bei Pomme in „Arrête ou je continue“, deren Vorname „Apfel“ bedeutet, hört die Protagonistin in „Mein Leben, mein Ding“ auf einen sprechenden Namen. Eigentlich heißt sie Barberie, wird aber nur Barbie genannt.

Dabei ist sie kein blondes Püppchen, sondern eine reife Frau, deren Figur nicht dem Klischee einer Sexbombe entspricht. Auch ihr Familienname spricht Bände: Bichette. Das bedeutet auf Französisch „kleines Reh“, ist aber auch ein gängiger Kosename. Wer also „Barbie Schätzchen“ oder „Barbie Häschen“ heißt, strahlt bestimmt nicht die größte Autorität aus. Das merkt Barbie, die sich ihrer desolaten Lage durchaus bewusst ist und versucht, sich zu mehr Lebensfreude zu motivieren. Doch das will nicht gelingen. Stattdessen zeigt sie sich im Spiegel selbst den Mittelfinger.

Um Hilfe bittet sie nie, auch nicht ihre Kinder

So mäandert Barbie vor ihrer Aufnahme in die Klinik durch Paris. Sie sucht ihre Schwester (Valérie Donzelli) an deren Arbeitsplatz auf, raucht mit ihr eine ihrer „ekelhaften“ Zigaretten, bespricht familiäre Angelegenheiten, aber immer im Plauderton. Um Hilfe bittet sie nie, auch nicht ihre Kinder.

Denen ist Barbie eher peinlich. Als sie ihre Tochter zufällig im Park trifft, beschrän…

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2 reports

taz – die tageszeitungIndependentCenter5 days ago
Film My Life, My Thing: An anecdote of an unsuitable

The film 'My Life, My Thing' follows the life of Barbie, a 55-year-old woman who appears disoriented and eccentric as she navigates through life with moments of hope. The film portrays her as someone who struggles with identity and daily functionality, highlighting her confusion and lack of direction.

Bias read (Center): The article provides a descriptive summary of the film without taking a clear stance or using biased language. It focuses on the narrative and themes of the movie without favoring any particular perspective or ideology.

Der SpiegelIndependentCenter7 days ago
Is 'Im Reich der Sinne' the Best Film Ever Made About Sex?

The article poses a question about whether the film 'Im Reich der Sinne' is the best film ever made about sex.

Bias read (Center): The headline presents a subjective question without overtly favoring any particular perspective. There is no indication of ideological framing or bias in the limited information provided.