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GermanyPolitics12 days ago

Police data broker deals: opposition calls for clarification in eight federal states

The opposition in at least eight German federal states is demanding transparency regarding potential data broker deals involving police forces. This follows investigations by netzpolitik.org and the Bavarian Broadcasting Corporation. The State Criminal Police Office in Mecklenburg-Vorpommern admitted to obtaining mobile location data from the advertising industry, which experts say lacks a clear legal basis. The data protection authority in Mecklenburg-Vorpommern has intervened. In Brandenburg, the police obtained data from companies such as business information agencies. In nine other states,

In mindestens acht Bundesländern macht die Opposition Druck auf die Landesregierung und fordert Aufklärung über mögliche Databroker-Deals mit der Polizei. Der Anlass sind Recherchen von netzpolitik.org und Bayerischem Rundfunk .

Zunächst hatte das Landeskriminalamt Meckenburg-Vorpommern eingeräumt, sich Handy-Standortdaten der Werbe-Industrie beschafft zu haben. Mithilfe solcher Daten lassen sich detaillierte Bewegungsprofile von Nutzer*innen erstellen. Fachleute sehen dafür keine konkrete Rechtsgrundlage. Die Datenschutzbehörde von Mecklenburg-Vorpommern hat sich eingeschaltet.

In Brandenburg hat sich die Polizei Daten von beispielsweise Wirtschaftsauskunfteien besorgt. In neun weiteren Bundesländern wollte sich die Polizei nicht über mögliche Databroker-Deals äußern. Vielerorts hat sich deshalb die Opposition eingeschaltet.

Wenn Überwachungskapitalismus und Überwachungsstaat zusammenwachsen

So fordert die innenpolitische Sprecherin der SPD in Nordrhein-Westfalen, Christina Kampmann, die Regierung müsse „umgehend gegenüber dem Landtag offenlegen, ob die NRW-Sicherheitsbehörden solche Datensätze nutzen — und auf welcher rechtlichen Grundlage“. Der innenpolitische Sprecher der Grünen in Bayern, Florian Siekmann, sagt : „Ein Einkauf solcher in der Regel rechtswidrig verkaufter Daten auf dem Graumarkt wäre ein Skandal“.

Der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Niklas Schrader, sagt: „Dass Berlin und andere Bundesländer keine Auskunft über den Einsatz solcher Daten geben, ist inakzeptabel und weckt Misstrauen.“

Auch in den Medien zieht die Recherche Kreise. Zahlreiche Zeitungen haben eine Meldung der Deutschen Presse-Agentur übernommen. Der Deutsche Journalistenverband (DJV) sieht Journalist*innen durch mögliches Standort-Tracking der Polizei in Gefahr. „Wo sich ein Reporter aufhält und welche Stationen er in den letzten Stunden angesteuert hat, geht die Polizei nichts an“, sagt Bundesvorsitzender Mika Beuster. Der DJV fordert , deutsche Polizeibehörden sollten „keine Standortdaten kommerzieller Databroker“ verwenden.

In welchen Bundesländern sind Databroker-Deals jetzt Thema? Wir haben uns bei demokratischen Oppositionsparteien erkundigt. Die Übersicht.

Berlin : „Rechtsstaat darf sich keine Abkürzungen kaufen“

NRW : Regulierung „bislang völlig unzureichend“

Bayern : „Mauern lässt nichts Gutes ahnen“

M‑V : „Erwarten vom Innenminister Aufklärung“

Brandenburg : „Egal in welchen Fällen rechtswidrig“

Hamburg : „Inakzeptabel“, dass LKA keine Auskunft gibt

Baden-Württemberg : Parlamentarische Anfrage geplant

Sachsen : „Keine Hintertüren, um Grundrechte zu umgehen“

Niedersachsen, Thüringen, Saarland : Funkstille

Berlin: „Rechtsstaat darf sich keine Abkürzungen kaufen“

Gollaleh Ahmadi, Sprecherin für Sicherheitspolitik und Datenschutz der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus. – Alle Rechte vorbehalten: IMAGO / Funke Foto Services

⚫️🔴 Das sagt die schwarz-rote Regierung: Nichts. Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport verweist auf das LKA, das sich „aus Geheimschutzgründen“ nicht äußern will. Wir wissen nicht, ob die Berliner Polizei Datenhändler nutzt.

🟢 Das sagen die Grünen: „Die Vorwürfe sind zu gravierend, um sie unbeantwortet im Raum stehen zu lassen“, sagt Gollaleh Ahmadi, Sprecherin für Sicherheitspolitik und Datenschutz der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus und stellvertretende Vorsitzende des Innenausschusses. Vertrauen in Sicherheitsbehörden entstehe „durch Rechtsstaatlichkeit und Transparenz nicht durch Schweigen und Schwärzungen.“ Ahmadi fordert „vollständige Aufklärung“.

Sollten Behörden über kommerzielle Daten „Informationen erhalten, die sie auf regulärem Weg nicht erheben dürften“, sei das „nicht akzeptabel“, sagt die Abgeordnete. „Der Rechtsstaat darf sich keine Abkürzungen kaufen.“ Aus „gutem Grunde“ unterliege die Abfrage von Standortdaten strengen Voraussetzungen und einem Richtervorbehalt. „Wenn staatliche Behörden versuchen würden, diese Hürden durch den Kauf kommerziell gehandelter Daten zu umgehen, wäre das ein erheblicher Schlag für unseren Rechtsstaat.“

🟣 Das sagt die Linke: Es sei „inakzeptabel“ und wecke „Misstrauen“, dass Berlin und andere Bundesländer keine Auskunft über den Einsatz solcher Daten geben, sagt der Sprecher der Linken für für Innenpolitik, Niklas Schrader. Es sei „in höchstem Maße besorgniserregend“, dass sich Polizeibehörden offenbar ohne Rechtsgrundlage Daten von Databrokern beschaffen.

„Absolut widersinnig ist es, dass mit dieser Praxis durch den Staat ein Geschäft gefördert wird, welches die innere Sicherheit gefährdet“, sagt Schrader weiter. Die Fraktion wolle über eine parlamentarische Anfrage nachhaken. Zur Gefahr des Datenhandels für die nationale Sicherheit hatten netzpolitik.org und BR mehrere Recherchen veröffentlicht .

NRW: Regulierung „bislang völlig unzureichend“

Christina Kampmann, innenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen. – Alle Rechte vorbehalten: IMAGO / S…

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Source document: Landeskriminalamt Meckenburg-Vorpommern

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netzpolitik.orgIndependentCenter12 days ago
Police data broker deals: opposition calls for clarification in eight federal states

The opposition in at least eight German federal states is demanding transparency regarding potential data broker deals involving police forces. This follows investigations by netzpolitik.org and the Bavarian Broadcasting Corporation. The State Criminal Police Office in Mecklenburg-Vorpommern admitted to obtaining mobile location data from the advertising industry, which experts say lacks a clear legal basis. The data protection authority in Mecklenburg-Vorpommern has intervened. In Brandenburg, the police obtained data from companies such as business information agencies. In nine other states,

Bias read (Center): The article presents facts and quotes from multiple political representatives without overtly favoring any side. It reports on the opposition's demands for transparency and includes statements from different parties, indicating an attempt to balance perspectives.

Official sources cited

  • government Landeskriminalamt Meckenburg-Vorpommern
  • government Datenschutzbehörde Mecklenburg-Vorpommern

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  • governmentLandeskriminalamt Meckenburg-Vorpommern
  • governmentDatenschutzbehörde Mecklenburg-Vorpommern