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Germany25 days ago

Care work days without end?

The German federal government plans to reform the Working Time Act by shifting from a daily maximum working time limit to a weekly maximum. This change could allow up to 13 hours of work per day over six days, aiming to better distribute workloads based on demand and provide more flexibility for employees. However, critics argue this could exacerbate existing gender inequalities, particularly affecting women who might face increased pressure to work longer hours, potentially undermining efforts to achieve equal distribution of labor.

Demografischer Wandel und Fachkräftemangel bringen die deutsche Wirtschaft in Not: Es fehlt an Arbeitskräften. Deshalb will die Bundesregierung jetzt das Arbeitszeitgesetz reformieren, im Juni soll ein entsprechender Gesetzentwurf vorliegen. Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, soll aus einer täglichen Höchstarbeitszeit eine maximale Wochenarbeitszeit werden. Das könnte bedeuten: Statt acht Stunden könnten bis zu 13 Stunden täglich gearbeitet werden, an sechs Tagen die Woche.

Arbeitgeber sollen so die Arbeit je nach Auftragslage besser verteilen und Arbeitnehmerinnen ihr Leben zwischen Beruf und Privatleben flexibler gestalten können. Was auf den ersten Blick nach mehr Freiheiten klingt, kann aber die gleichberechtigte Verteilung von Arbeit in Gefahr bringen, warnen Forscherinnen und Kritiker der Pläne: Eine Aufweichung der täglichen Höchstarbeitszeit könnte bestehende Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern aber verschärfen.

Eigentlich soll es mehr Frauen erleichtert werden, aus der Teilzeit in die Vollzeit zu wechseln, das will auch die Politik. Einmal, um Frauen besser vor Altersarmut zu schützen. Die Bundesregierung argumentiert in Bezug auf das geplante Gesetz sogar mit einer Verbesserung „auch und gerade im Sinne einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, wie es im Koalitionsvertrag heißt. Weil somit auch mehr Frauen länger arbeiten könnten, stünde der Wirtschaft mehr Arbeitskraft zur Verfügung – die sie dringend braucht.

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Arbeitszeitgesetz: Was gilt jetzt und was ist geplant?

Das Arbeitszeitgesetz sieht eine tägliche Höchstarbeitszeit von acht Stunden vor. Das ist eine deutsche Besonderheit, die im Jahr 1918 festgelegt wurde. Eine Richtlinie der EU schreibt eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von maximal 48 Stunden pro Woche vor.

Das deutsche Arbeitsschutzgesetz ermöglicht bereits jetzt unter bestimmten Umständen Arbeitstage mit bis zu zehn Stunden, solange sie innerhalb eines gesetzlich vorgegebenen Zeitraums wieder ausgeglichen werden. Kommt die Gesetzesreform, könnte es künftig einen größeren Spielraum geben und es sollen Arbeitstage mit bis zu 13 Stunden (inklusive 45 Minuten verpflichtender Pause) möglich werden. Diese Höchstgrenze ergibt sich aus der EU-Richtlinie, die eine Ruhezeit von elf Stunden zwischen zwei Arbeitstagen vorsieht.

Für welche Branchen würde das gelten

Im Prinzip für alle. Überall dort, wo nicht jeden Tag gleich viel Arbeit anfällt und wo es etwa Saisonspitzen gibt oder besondere Anlässe, wie zum Beispiel in der Gastronomie. Im Interview mit dem ARD-Morgenmagazin sagte der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, jedoch, dass sich die Veränderungen im Kern an Bürojobs richteten. Es gehe nicht darum, dass der Industriearbeiter nun zwölf Stunden am Stück arbeiten soll. Die Wochenarbeitszeit solle sich nicht verändern: „Es geht ja nicht um mehr Arbeitszeit, sondern es geht um eine andere Verteilung der Arbeitszeit, die gegebenenfalls notwendig ist.“

Was wird kritisiert?

Insbesondere Branchen, in denen die Arbeit bereits in den noch üblichen acht Stunden sehr fordernd ist, wie zum Beispiel der Pflege, befürchten, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihre Belastungsgrenzen gebracht werden könnten.

Die Arbeitnehmervertretungen kritisieren die Pläne deutlich. So warnte etwa die Hans-Böckler-Stiftung (HSI), die zum Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) gehört, dass eine tägliche Arbeitszeit von mehr als zwölf Stunden bestehende gesundheitliche Probleme bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern verschärfen könne. Außerdem könnten sich Beruf und Familie schlechter vereinbaren lassen, was speziell die Teilnahme von Frauen am Erwerbsleben einschränke.

Kommt jetzt die 73,5-Stunden-Woche?

Ein weiterer Kritikpunkt: Das deutsche Arbeitszeitgesetz besagt, dass die durchschnittlich 48 Stunden Höchstarbeitszeit pro Woche der EU innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten ausgeglichen werden müssen. Das hieße im Extremfall, dass für kurze Zeit mehrere 12,5-Stunden-Tage aufeinanderfolgen könnte, ohne dass ein Ausgleich zeitnah in Aussicht ist. Denn die EU-Vorgabe verpflichtet zu minimal einem Ruhetag pro Woche. Die Hans-Böckler-Stiftung rechnete vor, dass bei maximal 12,5 Stunden an sechs Tagen eine 73,5-Stunden-Woche möglich sei.

Expertinnen befürchten jedoch, dass die aktuellen Pläne zur Arbeitsflexibilisierung Frauen eher mehr benachteiligen würden: So betont die Forscherin Michaela Hermann, Projektmanagerin im Bereich Nachhaltige Soziale Marktwirtschaft bei der Bertelsmann Stiftung, dass es aus gleichstellungspolitischer Sicht entscheidend sei, welche Art von Flexibilität gemeint ist: „Eine Flexibilisierung, die die Zeitsouveränität vo…

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Source document: Bundesregierung

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CORRECTIVIndependentCenter25 days ago
Care work days without end?

The German federal government plans to reform the Working Time Act by shifting from a daily maximum working time limit to a weekly maximum. This change could allow up to 13 hours of work per day over six days, aiming to better distribute workloads based on demand and provide more flexibility for employees. However, critics argue this could exacerbate existing gender inequalities, particularly affecting women who might face increased pressure to work longer hours, potentially undermining efforts to achieve equal distribution of labor.

Bias read (Center): The article presents both the government's rationale for the proposed reform—flexibility in workload distribution and support for women transitioning to full-time roles—and the concerns raised by researchers and critics regarding potential negative impacts on gender equality. The framing remains non

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